21. Mai 2012 | seit 1999
TESTBERICHT
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Raumfüller

Test Philips HTS9140 Soundbar

Los gehts

Auf der Oberseite befindet sich der Ladeschlitz und einige Bedienelemente

An die unerwartet langen Startzeiten digitaler Geräte habe ich mich immer noch nicht gewöhnt, auch wenn 14 Sekunden keine Ewigkeit sind - so lange dauert es, bis die Soundbar aktiviert ist (länger als mein altes Röhrenradio). Zudem stört mich, dass ich aus drei Meter Distanz nicht sicher wissen kann, ob ich die Soundbar mit der Fernbedienung wirklich eingeschaltet habe: Das Frontdisplay ist vom Sofa aus nicht entzifferbar und wann respektive wie lange das schöne, blaue «AmbiLight» auf der unteren Frontmitte leuchtet, weiss ich bis heute noch nicht. Nach dem ersten Start sollte man den Ambisound optimieren, das heisst den persönlichen Raumverhältnissen anpassen, was im Einstellungsmenü recht flott geht, jedoch (verglichen mit Einmessmethoden echter Surroundsysteme) den wirklichen Raumeigenschaften nur rudimentär gerecht wird.

Dann endlich schiebe ich eine Blu-ray Disc in den Schlitz auf der Oberseite (irgendwie traue ich diesen «Scheibenfressern» nach etlichen schlechten Erfahrungen immer noch nicht ganz), und nach der üblichen Lade-Wartezeit (ca. 30 Sekunden für eine BD) komme ich in den Genuss von hervorragendem Bild- und raumfüllenden Tonmaterial.

Klang

Der Subwoofer ist sauber gefertigt und verleiht dem Gesamtsound das gewisse Etwas

Selbstverständlich ist die Klangqualität in erster Linie abhängig von der Originalquelle. Die Philips Soundbar peppt aber vorhandenen Sound wesentlich auf. Vor allem bei Filmen ab BD und DVD glänzt die HTS9140. Leider sind Feineinstellungen für den Fernsehsound und die übrigen Quellen relativ begrenzt und recht umständlich über das nur aus der Nähe lesbare Frontdisplay möglich.

Der sauber gefertigte, mit schwarzem Klavierlack veredelte Subwoofer verleiht jeglichem Audiomaterial den «fühlbaren» Kick, wobei dieser Kick vor allem bei Spielfilmen zum Tragen kommt. Für reinen Musikgenuss zum Beispiel ab CD verfälschte diese Basslastigkeit den Gesamtklang für meinen Geschmack zu stark. Ideal wäre hier eine separate «Schnellanpassung» des Subwooferanteils. Und: Dem direkten Vergleich mit einem Mittelkasse 5.1 System hält die Soundbar klanglich nicht Stand.

Bedienung

Die Play, Pause, Stop und Auswurf-Funktionen des Blu-Ray Spielers sowie Lautstärke und Eingangswahl sind auch auf der Geräteoberseite als beleuchtete Touch-Sensoren vorhanden. Alle übrigen Einstellungen müssen am Fernseher über die eigenwillig gestaltete Fernbedienung erfolgen. Diese liegt gut in der Hand und verfügt über ein leicht «erfühlbares» Navigationskreuz. Eine echte Erleichterung wäre die Integration eines kleinen Displays, das anzeigt, was man verändert.
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