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22. März 2002
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Der britische Musikkonzern EMI hat, wie bereits erwartet, die Streichung von 1800 Stellen angekündigt. Der Jobabbau bei der Division Recorded Music sei Teil einer weitreichenden Umstrukturierungsphase, die das Unternehmen laut Firmenchef Eric Nicoli wieder auf den richtigen Kurs bringen wird. Der Großteil der 1800 Stellen werde schon Ende dieses Monats abgebaut sein, der Rest folge bis September. Die Kosten für diesen Schritt sollen 110 Mio. Pfund (177,7 Mio. Euro) betragen. Weiters kündigte EMI die Halbierung der Dividende von 16 (25,8 Eurocent) auf acht Pence (12,9 Eurocent) an.

EMI, die unter anderem Robbie Williams, Kylie Minogue oder David Bowie unter Vertrag hat, hatte im vergangenen halben Jahr zwei Gewinnwarnungen herausgegeben. Allein die Trennung von US-Popsängerin Mariah Carey kostete EMI rund 38 Mio. Pfund (61,4 Mio. Euro). Durch die Jobreduktion und andere Maßnahmen sollen rund 98,5 Mio. Pfund (157,5 Mio. Euro) eingespart werden. Insgesamt werde die Restrukturierung 240 Mio. Pfund (387,8 Mio. Euro) kosten. EMI konnte mit seinen Banken einen Deal aushandeln, der dem Unternehmen zu 1,65 Mrd. Pfund (2,67 Mrd. Euro) Fremdkapital verhelfen soll. Nachdem das Unternehmen im ersten Halbjahr einen Netto-Verlust von 54,5 Mio. Pfund (88 Mio. Euro) eingefahren hatte, erwarten die Briten nun für das Gesamtjahr eine Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Der Jahres-Vorsteuergewinn wird auf 150 Mio. Pfund (242,35 Mio. Euro) geschätzt. Insgesamt arbeiten im Musikbereich von EMI 10.000 Beschäftigte, verteilt über 50 Länder. (Ende)