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TESTBERICHT
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Publikationsdatum
28. März 2011
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Beim T1 von Beyerdynamic handelt es sich um einen halboffenen, ohrumschlies-senden Kopfhörer. Mit dieser Kategorie lässt sich prinzipiell ein räumlicheres Klangbild erzielen als mit ohraufliegen-den oder gar mit Stöpsel-hörern. Der Grund liegt darin, dass durch eine geschickte Auslegung der Membran in der Hörmuschel gewisse Laufzeitunterschiede simuliert werden. Diese bilden im Grunde genommen die Voraussetzung für räumliches Hören.

Im Unterschied zu Lautsprechern, die ja eine räumliche Musikabstrahlung und damit eine Vorne-Ortung erlauben, gibt der Kopfhörer prinzipbedingt vorwiegend Direktschall, links und rechts kanalgetrennt, an die Ohren ab. Mit dem Resultat, dass sich das musikalische Geschehen seitlich oder „im Kopf“ abspielt. Dennoch schaffen es einige wenige Spitzenhörer, auch ohne elektronische Hilfsmittel ein räumlich differenziertes Hörerlebnis zu kreieren. Zu diesen Ausnahmekönnern zählt auch der Beyerdynamic T1.

Etwas Technik

Mit dem ringförmigen Magneten wird eine hohe Flussdichte und damit ein starker Antrieb erzielt
Sehr viel lässt Beyerdynamic über den T1 nicht verlauten. Technisches Hauptargument bildet eine innovative Magnetkonstruktion: Ein starker, ringförmiger Magnet soll eine hohe magnetische Flussdichte von bis zu 1,2 Tesla auf die Schwingspule bringen. Letztere ist sehr leicht und filigran gehalten, was insgesamt zu einem dynamischen Antriebsverhältnis führt. Wohl aus diesem Grund weist die Spule eine relativ hohe Impedanz von 600 Ohm auf, was den Einsatz des T1 vorwiegend für den Heimbereich sinnvoll macht. Denn viele portable Geräte generieren bei einem hochohmigen Abschluss zu wenig Leistung. Dabei nimmt Beyerdynamic für den T1 einen hohen Wirkungsgrad in Anspruch. Tatsächlich tönte er im Praxistest sogar etwas lauter als der niederohmige K701 von AKG. Tatsache ist auch, dass die höhere Impedanz des T1 stromschwache Kopfhörerverstärker entlastet.
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