Wer die Focus 360 betrachtet, stellt fest: einfache, konventionelle, aber höchstwertige Technik, verpackt in ein stabiles Gehäuse mit viel Volumen.
Mit einer Höhe von 124 cm ist sie auch in einer weiträumigen Wohnlandschaft kaum zu übersehen und prägt das Wohnraumambiente zu einem guten Teil mit. Das ist aber kein Nachteil, denn sie ist trotz ihrer Grösse ein echtes Schmuckstück.
Die nach hinten sich verjüngende Form nimmt das Auge in positivem Sinne zur Kenntnis, und der Finish in Echtholzfurnier überzeugt mit makelloser Verarbeitung. Kurzum: Die Focus 360 gehört zu jenen Schallwandlern, die man als Statussymbole frei und damit gut sichtbar platzieren darf, ohne einen protzigen Eindruck zu erwecken.
Bei der Aufstellung dieses konventionell direkt abstrahlenden Schallwandlers sind die bekannten Regeln mit den erforderlichen Abständen zu den Rück- und Seitenwänden zu beachten.
Die Box sollte also, wie schon erwähnt, möglichst frei in den Raum gestellt und auf keinen Fall in Nischen gezwängt werden. Sie verhält sich aber bezüglich der Platzierung durchaus nicht zickig und muss auch nicht auf den Millimeter genau ausgerichtet werden.
Was jedoch unbedingt zu beachten ist: Aufgrund ihrer Grösse kann die Focus 360 erst ab einer Distanz von etwa 2,5 m ein wirklich homogenes Klangbild kreieren. Sitzt man zu nahe, so vermischen sich die Klangspektren der verschiedenen Chassis nicht zu einem homogenen Gesamtklang.
Der Denon setzt sich für Besitzer moderner Displays oder Projektoren ein: Über seinen Video-Komponenten-Ausgang gibt er auch bei PAL-DVDs ein progressives Signal aus, welches beispielsweise über Plasma-TVs oder Projektoren mit entsprechendem Eingang die bestmögliche, weil originale Studio-Bildqualität sicherstellt.Komfortabel kann man sich eine Foto-Diashow zeigen lassen und dabei die Anzeigedauer für ein Bild bis max. 15 Sek. festlegen. Navigation in Bildordnern und auch Bildrotation sind möglich.
Allerdings hängt die Wiedergabegrösse auf dem Bildschirm von der JPEG-Datenmenge ab und lässt sich gegebenfalls nur durch eine Zoomfunktion beim Fernseher variieren.
Aufwendige Signalverarbeitung

Für das Lautsprecher-Setup muss ein Bildschirm bemüht werden. Einstellbare Verzögerungszeiten für Surround und Center – dies allerdings nur bei DVD-Audio/-Video - sind wählbar.
Denon verwendet neuste Wandler-Chips von Burr Brown, die dank sehr hoher Rechenkapazität sämtliche Formate zuverlässig entschlüsseln.
In audiophiler Manier kann man auf Wunsch die gesamte Video-Elektronik sowie das Display und die Digitalausgänge ausser Kraft setzen.
Hochwertiger Bildwandler
Die drei Cinchbuchsen links oben auf der Geräterückseite des Denon beherbergen den progressiven Komponenten-Ausgang.Umfangreich sind die einstellbaren Parameter zur Bildoptimierung. So kann man auf Helligkeit, Kontrast, Bildschärfe, Gamma-Wert und Farbton Einfluss nehmen und auf fünf Speicherplätzen Einstellungen für unterschiedliche Monitore festhalten.
Dies ermöglicht beispielsweise die optimale Einstellung des Schwarzpegels für die Wiedergabe über einen LCD-Fernseher.
Ein blitzsauberer Innenaufbau, gekapseltes Laufwerk und getrennte Sektionen für Netzteil und Elektronik erfreuen das Auge.
Bild und Ton
Absolut mustergültiger Innenaufbau beim Denon mit getrennten Baugruppen und speziell geschirmtem Kombi-Laufwerk.Um wieviel besser es mit echtem PAL Progressiv wohl noch ausfallen würde, konnten wir nur vermuten, da uns zum Testzeitpunkt kein PAL Progressiv-Fernseher zur Verfügung stand.
Aber auch schon das Interlaced-Ergebnis zeigte, dass ein YUV-Ausgang für einen DVD-Player der Oberklasse eine echte Bereicherung darstellt.
Hörtest mit verschiedenen Tonträgern
Aufwendig gestaltete sich der Hörtest, da verschiedenste Tonträger in Stereo- und Mehrkanal verglichen werden musste.Bei der Wiedergabe von CDs punktete der Denon mit brillanten, dabei dennoch angenehmen Höhen und einer exzellenten Raumausleuchtung.
Ein zum Vergleich herangezogener Quad 99 MK2 CD-Player verteidigte ihm gegenüber allerdings den Anspruch, dass CD-Spieler ihre Paradedisziplin doch noch etwas besser beherrschen.
Der DVD-2900 durfte sich sodann mit seinem grossen Bruder, dem DVD A 1 messen, dem er sowohl bei CDs wie bei DVD-Audio-Aufnahmen erschreckend nahe kam.

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