TESTBERICHT
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Teac TN-300: High End Feel

Überzeugende Aufhängung beim TeacÜberzeugende Aufhängung beim Teac

Der Teac TN-300 spricht eine moderne und etwas kühlere Sprache. Der verborgene Riemenatrieb ist völlig identisch mit dem Lenco und dürfte mit denselben Zuliefer-Komponenten geschaffen sein.

Das fehlende und aus meiner Sicht ohnehin unnötige Stroboskop unterstützt die angestrebte High-End-Optik. Der Tonarm ist in Bezug auf die Aufhängung präzise und eigenständig. Wie beim Lenco kommt ein gerades Tonarmrohr zum Einsatz. Das abnehmbare Headshell ist gut konstruiert.

Der MM-Tonabnehmer ist von Audio Technica (Typ MM AT95E) und identisch mit der Bestückung des AT-LP120 in diesem Test. Der eliptische Diamant verlangt nach 2 Gramm Auflagekraft. Die beiden Drehschalter sind gut angeordnet, wertig gearbeitet und zweckmässig.

Sehr schöne Bedienelemente beim TeacSehr schöne Bedienelemente beim Teac

Pro und Contra

Pro:
- Schönes und hochwertiges Design
- Integrierter Phono-Vorverstärker
- Umschaltbar auf externen Phono-Vorverstärker
- Solide Gummi-Matte
- Cinch-Anschlüsse für Kabel-Optimierung
- Externes Netzteil

Sehr anständiges Anschlussfeld beim TeacSehr anständiges Anschlussfeld beim Teac

Contra:
- Empfindlich auf Körperschall
- Eine Aufnahme-Software liegt nicht bei.

Höreindruck

Im Sinne eines fairen Vergleichs wurde mit dem eingebauten Phono-Vorverstärker gehört. Der Teac klingt insgesamt wärmer und fliessender als der Lenco. Da ist deutlich mehr Ruhe im Geschehen. Ich führe das auf Tonarm und Tonabnehmer zurück, da der Antrieb aus meiner Sicht identisch ist.

Durch die Freiheit, das Kabel und den externen Phonovorverstärker zu optimieren, ergibt sich ein grösseres Klangpotenzial. Der höhere Preis des Geräts scheint mir gerechtfertigt.