TESTBERICHT
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Top-Sound nicht nur für unterwegs

Mit etwas Übung lassen sich die Drucktasten gut bedienen, auch wenn der Hörer am Kopf sitzt.Mit etwas Übung lassen sich die Drucktasten gut bedienen, auch wenn der Hörer am Kopf sitzt.

Da der Hörer auch am Kabel spielt, wurde er auch mal passiv angehört. Hier ist das Klangbild warm, der Midbass etwas betont und die Höhen wirken eher sanft. Doch gerade klassische Streicherwerke und Stimmen klingen ausserordentlich schön. Die Feinzeichnung bei HiRes-Aufnahmen kommt sehr gut zur Geltung. Bei den Snare-Besen glaubt man, jedes Härchen einzeln hören zu können.

Auf Bluetooth mit einer klar hörbaren Frequenzgangentzerrung wirkt der Hörer insgesamt ausgewogener und prägnanter. Wirkungsvoll korrigiert die elektronische Entzerrung die Betonung im MidBass und die Delle bei 4 kHz. Dafür verlieren die Streicher und Snare-Besen sowohl über den AptX HD- wie auch den LDAC-Codec etwas an Charme und Definition. Im Gegenzug bekommen Blechinstrumente, Drums und andere perkussive Instrumente klar mehr Biss.   

Der Panasonic RP-HD605N ist eine echter Allrounder und bei allen Stilrichtungen im Element. Big Bands swingen herrlich und bei Rock-Pop kann auch mal tüchtig die Post abgehen. Unser Testling bringt die ganze Charakterspanne von der rauchigen Blues-Stimme bis zu edlen, glockenreinen Chorklängen überzeugend.

3-stufiger Lärmkiller

Trotz seiner beachtlichen Grösse kann der Hörer für die Reise elegant in sein Case verpackt werden.Trotz seiner beachtlichen Grösse kann der Hörer für die Reise elegant in sein Case verpackt werden.

Um das Noise Cancelling in der Praxis zu testen, wird bei offenem Fenster der Strassenlärm und die Hörbarkeit von Musikanten (Flöte und Klavier), die im unteren Stock üben, beurteilt.

Als Vergleich werden die Platzhirsche Sony MDR-1000X wie auch der Bose QC 35 herbeigezogen. Während der Sony MDR-1000X und auch der Bose QC 35 die Musikanten praktisch nur noch andeutungsweise zu Gehör kommen lassen, zeigt die Stufe 2 des Testhörers die geringste Wirkung und lässt die Instrumente der Musikanten doch relativ laut erklingen. Besser steht es auf Stufe 1, wo die Musikanten doch recht deutlich abgedämpft werden. Auf Stellung drei dann zeigt der Hörer eine ganz beachtliche Leistung, kommt jedoch nicht ganz an die Lärmverminderung der beiden Konkurrenten heran.

Dasselbe Lied auch bezüglich Strassenlärm: Die Stellung 3 lässt, wie auch die Vergleichshörer, praktisch nur noch hohe Reifengeräusche durch, das Brummen und Dröhnen wird perfekt eliminiert. Weniger stark dämpfen die Stellungen 1 und 2, was ja auch vom Hersteller so geplant wurde. Da jedes uns bekannte Noise Cancelling leider auch eine mehr oder weniger gut hörbare Klangverminderung mit sich bringt, wird diesem Punkt grosse Aufmerksamkeit gespendet.   

Auf den Stellungen 1 und 3 wird der Klang etwas greller und verliert geringfügig an Definition und Schönheit. Die Stellung 2 ist die audiophilste, aber sie ist auch bezüglich Lärmverminderung die am wenigsten wirksame. Bezüglich Reduktion der Klangqualität geht es also parallel zur Stärke der Dämpfung, wie das bei Noise Cancellings anderer Firmen ebenfalls der Fall ist. Insgesamt darf man dem Noise Cancelling des RP-HD605N ein gutes Verhältnis von Lärmreduktion zur Reduktion der Klangqualität zugestehen.

Was weiter auffällt, ist die Tatsache, dass gerade beim Bose QC 35 mit seiner radikalen Lärmverminderung einige Leute einen gewissen unangenehmen Druck aufs Trommelfell verspüren. Von diesem Druck aufs Trommelfell ist beim Panasonic RP-HD605N auf allen drei Stellungen nichts zu spüren.