TESTBERICHT
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Urban Raver, so heisst unser Testkandidat aus dem Hause Denon. Das Spezielle ist dessen integrierter Verstärker, welcher für kräftige und kontrollierte Bässe sorgen soll. Der Akku hält rund 12 Stunden und kann via USB-Kabel geladen werden. Falls die Batterie trotzdem mal leer sein sollte, so kann vom aktiven in den passiven Modus geschaltet werden. Wie sich dies auf den Klang auswirkt, wird im Hörtest genauer beschrieben.

Mit seinem auffälligen, futuristischen Äusseren wirken der Urban Raver und auch dessen Nutzer wie von einem andern Stern. Einerseits durch seine sehr breite Bauweise und den Hochglanzlook, andererseits durch die im aktiven Modus blau hinterleuchteten Elemente. Diese markanten Räder sind Bedienelemente und funktionieren in Kombination mit iPhone, iPod und iPad. So kann zum Beispiel die Lautstärke durch Drehen des linken Rades eingestellt werden. Durch Drücken des rechten Rades können Anrufe entgegen genommen werden. Unüblich ist die Positionierung des Mikrofons für Telefongespräche, dieses ist in der linken Ohrmuschel unsichtbar eingebaut. Die Polsterung des Urban Raver ist äussert komfortabel, schirmt gut ab und erinnert an ein geschmeidiges Ledersofa. Kein Drücken oder Quetschen und selbst nach stundenlangem Tragen noch bequem. Punkto Verarbeitung kann nichts bemängelt werden.

Wie viele aktuelle Kopfhörermodelle setzt auch der Urban Raver von Denon auf eine kräftige Basswiedergabe. Jedoch nicht einfach mit simplem Wummern und Dröhnen, sondern mit präzisen und tiefen Bässen. Geeignet ist er für viele Musikstile wie zum Beispiel Techno, Pop oder Rock. Aber auch die leisen Töne beherrscht er gekonnt: Die Streicher auf der avguide.ch Test-CD werden äusserst natürlich, nie grell und dennoch brillant wiedergegeben. Das Klavier des Jazz Trios klingt ausgewogen und besonders bei den Obertönen kommt die feinzeichnende Art des Urban Raver zum Vorschein. Was auffällt ist, dass das Klangbild bei eingeschaltetem Verstärker wesentlich lebendiger wirkt, während im ausgeschalteten Modus die Mitten stärker betont werden. Möchte man richtig aufdrehen, so gelingt dies dank des integrierten Verstärkers auch in Kombination mit einem schwachen MP3-Player oder Smartphone.

Wer auf der Suche nach einem bequemen Kopfhörer mit einem feingezeichneten, trotzdem gewaltigen Klang ist und sich am extravaganten Design des Urban Raver nicht stört, bekommt für 399 Franken einen Top-Kopfhörer mit integriertem Verstärker.

Robuste Soundmaschine

Philips O'Neill The CrashPhilips O'Neill The Crash

Bereits ein halbes Dutzend Kopfhörer haben Philips und O'Neill zusammen entwickelt. Bezeichnungen wie „The Bend“ oder „The Stretch“ stehen für robuste Kopfhörer, welche auch mal gegen die Halfpipe knallen dürfen, ohne dabei gleich in die Brüche zu gehen. So auch deren neuster Wurf, „The Crash“. Eine imposante Erscheinung, welche 420 Gramm schwer ist und eindeutig über die massivste Bauweise unter den Testkopfhörern verfügt.

Bezüglich Tragekomfort schneidet er dank dem breiten, weich gepolsterten Kopfband erstaunlich gut ab. Der Anpressdruck ist richtig gewählt und Druckstellen entstehen auch nach mehreren Stunden nicht.

Umgebungsgeräusche lassen die grossen Lederpolster kaum zu, da die Ohren wie von Saugnäpfen umschlossen werden. Die im Kabel integrierte Fernbedienung macht den Crash zu einem vollwertigen Headset, mit welchem auch mal telefoniert werden kann. Das mit Stoff ummantelte Kabel und der Stecker aus Aluminium machen einen hochwertigen Eindruck und sind präzise verarbeitet.

Nachdem der Kopfhörer mit Klassik, Jazz und Pop auf klangliche Feinheiten geprüft worden war und dabei einen ganz passablen Eindruck machte, liessen wir es uns nicht nehmen, ihn noch mit Crossover zu befeuern. Beim Song „Wake up“ von „Rage Against the Machine“ kann er seine Stärken voll ausspielen. Schlagzeug und Bass erzeugen einen gewaltigen Druck, welcher bis in den tiefsten Keller reicht.

Die Gitarrensounds von Tom Morello und die Stimme von Zack de la Rocha treiben die Membranen zu Höchstleistungen. Wer hingegen eher zarte Klänge mag, wird zwar die feine Auflösung im Obertonbereich und die angenehmen klingenden Mitten schätzen, insgesamt aber kaum auf seine Kosten kommen, da die Basswiedergabe ständig einen Tick zu kräftig ausfällt. Zuhause ist die robuste Soundmaschine von Philips und O'Neill dann schon viel eher in den Bereichen Crossover, Punk, Rock und Hip-Hop.

Er kostet 479 Franken und ist für den harten Ausseneinsatz beim Snowboarden oder Skaten bestens geeignet.