TESTBERICHT
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Publikationsdatum
22. April 2019
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MEDIEN

Die Premium-Wireless-Serie besteht aus drei Boxen: der Premium Wireless 701, der Premium Wireless 501 und der Premium Wireless 301 sowie dem kompakten Modul PIEGA Connect, einer kompakten Schaltzentrale.

Piega Wireless baut ein eigenständiges Wireless-Netzwerk auf und benötigt weder eine App noch ein hauseigenes WLAN. Als weitere Möglichkeit gibt es Bluetooth mit qualitätssteigerndem aptX. Wer Musik in jedem Raum haben will, kann das Premium-Wireless-System problemlos zum Beispiel in eine Sonos-Anlage oder in ein anderes Multiroom-System integrieren. Klar sein sollte, dass die Boxen via Kabel ans Stromnetz angeschlossen werden müssen. Ganz ohne Kabel geht es leider immer noch nicht ...

Die neue Premium-Wireless-Serie bietet jedoch mehr als nur eine drahtlose Übertragung vom Connect-Modul zu den Boxen. Die bereits bekannten und bewährten passiven Lautsprecher der Premium-Serie (Test: Swiss High-End für jedermann) wurden hier zu Aktivboxen umgebaut. Ihre Arbeitsweisen werden durch digitale Soundprozessoren kontrolliert. Das heisst, die Boxen enthalten nun Class-D-Verstärker, Aktiv-Weichen und Wireless-Elektronik.

Zudem können sie dank analoger Eingänge auch als drahtgebundene Aktivboxen über einen Vorverstärker angesteuert werden. Das Connect-Modul wird dann nicht benötigt. Beim Anschluss des RCA-Kabels an die Boxen wird das Wireless-Modul automatisch deaktiviert und es resultiert auch keine Strahlung mehr.

Dank digitaler Soundprozessoren ist eine Frequenz- und Dynamik-Kontrolle möglich. So wird der Frequenzgang je nach Lautstärke der Gehörempfindlichkeit angepasst. Die Dynamik im Bass wird dann begrenzt, wenn die Lautstärke so hoch gewählt wird, dass die Lautsprecher überlastet werden könnten.

Grosse Aufmerksamkeit wurde auch der Ankopplung von Subwoofern geschenkt. Dank der in Abhängigkeit des Schallpegels gleitenden Übergangsfrequenzen, können auch bei den kleineren Systemen sehr hohe Pegel ohne jegliche Übersteuerungen realisiert werden. Zudem soll sich nun der Subwoofer klanglich perfekt in das Gesamtklangbild einfügen.

Wer mehr technische Details über diese Serie erfahren will, lese das Interview mit dem hauptverantwortlichen Entwickler der Premium-Wireless-Serie Dominik Züger.

PIega 701 Wireless im attraktiven AnthrazitPIega 701 Wireless im attraktiven Anthrazit
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Die Premium Wireless 501 ( Paarpreis von 4500.- Franken ohne Connect und 5000.- Franken mit Connect ) verblüfft wie die kleinere 301 gleich zu Beginn der Hörsession durch ein Klangvolumen, das man in Anbetracht ihrer Schlankheit kaum glauben kann. Gegenüber der Premium 301 Wireless reicht der Bass nun glatt eine Oktave tiefer. So legen die Kontrabässe bei Vivaldis Cello-Konzerten ein tiefes und lupenreines Fundament. Das Solo-Cello gewinnt nochmals an Kraft und Volumen, die Räumlichkeit gibt Grund zum Lob.

Auch bei Mozarts Klavier-Trio («Harmonia Mundi») mit Klavier, Violine und Cello überzeugt – neben einer tadellosen Klangqualität – eine räumliche Tiefe, welche die Charakteristik des Konzertsaales mit ihren feinen, komplexen Schallrückwürfen fühlbar macht. Das Klangbild präsentiert sich ausgewogen: weder zu hell noch zu dunkel, also ein Klangbild, das auch auf die Dauer nicht zu nerven beginnt, sondern je länger man hört, umso besser gefällt.

Bei rockigen Sounds geht die Post ganz gehörig ab. Obgleich es der Premium 501 Wireless bei der Wiedergabe von David Sanbornes «Tequila» mit seinem brachialen Kontra C noch nicht ganz gelingt, den Hörer aus dem Sessel zu katapultieren, ist ihre Potenz in Anbetracht der Grösse beeindruckend. Sei es bei swingenden Big-Band-Sounds oder bei knallhartem Rock: Die Premium 501 Wireless spielen bis zu sehr hohen Pegeln absolut sauber und ohne dass man den Soundprozessor als solchen wahrnimmt. Die Box klingt aufgrund der gehörrichtigen Frequenzkorrektur – leise als auch laut — immer ausgewogen.

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