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Publikationsdatum
20. Mai 2026
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Aktivmonitore wie die Klipsch The Nines II besetzen im aktuellen Markt die Schnittstelle zwischen klassischem HiFi und modernen All-in-one-Systemen. Klipsch nutzt für diese Serie das Design der Heritage-Linie und kombiniert es mit moderner Verstärkertechnik von Onkyo. Zum 80-Jahre-Firmenjubiläum wurde die Elektronik der grössten Modelle überarbeitet. Während viele Mitbewerber auf immer kompaktere Gehäuse setzen, bleibt Klipsch beim Prinzip der grossen Membranfläche und des hohen Wirkungsgrads durch Hornvorsätze. Klipsch und Onkyo gehören zum selben Konzern. Beide Marken sind Teil der Premium Audio Company (PAC), die wiederum eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des Automobilzulieferers Gentex Corporation ist.

Das technische Kernstück ist die neue Verstärker- und DSP-Plattform von Onkyo. Bei den Lautsprecherchassis bleibt man beim 1-Zoll-Titankalottentreiber, der in einem Tractrix-Horn arbeitet, während ein 8-Zoll-Langhub-Tieftöner den unteren Frequenzbereich übernimmt. Die Trennung erfolgt aktiv über den DSP, was eine präzisere Phasenlage als bei passiven Filtern ermöglichen soll.

Die Anschlussvielfalt ist praxisnah: HDMI-eARC erlaubt den direkten Betrieb am Fernseher, ein integrierter Phono-Preamp (MM) bedient den Plattenspieler. Zusätzlich stehen optische und USB-Eingänge zur Verfügung. Drahtlos wird Bluetooth 5.3 unterstützt. Kritisch anzumerken ist jedoch das Fehlen einer integrierten WLAN- oder Ethernet-Streaming-Option (wie AirPlay oder Tidal Connect). Man ist somit auf externe Zuspieler angewiesen, wenn man verlustfreies Streaming nutzen möchte.

Rückseite der Klipsch The Nines II mit Master-Slave-Anordnung.Rückseite der Klipsch The Nines II mit Master-Slave-Anordnung.

Im Wettbewerb mit Systemen wie der äusserst erfolgreichen KEF LS50 Wireless II zeigt sich ein deutlicher Konzeptunterschied: Während KEF auf kabellose Kommunikation zwischen den Boxen und eine volle Streaming-Integration bietet, bleibt Klipsch bei einer kabelgebundenen Master-Slave-Verbindung. Das schränkt die Aufstellung ein, da ein vier Meter langes Spezialkabel die beiden Lautsprecher verbinden muss. Für den stattlichen Preis von circa 1990 Franken bietet Klipsch jedoch signifikant mehr Membranfläche und Dynamikreserven. Wer auf den typischen Klipsch-Sound steht und auf Streaming verzichten kann, findet hier ein sehr pegelfestes System.

avguide.ch meint

Dynamisches Aktivsystem mit Fokus auf Anschlüssen wie HDMI und Phono. Die Stärken sind der hohe Wirkungsgrad, die Pegelfestigkeit und der typische Klipsch-Sound. Schwächen zeigen sich bei der fehlenden Streaming-Integration und der starren, antiquierten Kabelverbindung zwischen den Lautsprechern.