TESTBERICHT

Die Serie besteht aus vier Geräten: Dem Vollverstärker AI501DA, dem Dual-Mono-DA-Wandler UD501, einem CD-Spieler PD-501HR und zu guter Letzt bietet die Serie mit dem HA-501 einen Dual-Mono Class-A Kopfhörerverstärker. Alle Geräte können einzeln gekauft werden.

Nur schon die Auflistung dieser Geräte zeigt, dass TEAC mit der Serie 501 nicht einfach eine weitere Audio-Linie geschaffen hat – diese Serie benötigt etwas Erklärung – angefangen beim Design.

Das Retro-Design steht puncto Qualität auf hohem Niveau. Griffige Drehknöpfe aus Aluminium und klar strukturierte Bedienelemente zeigen, dass TEACs Wurzeln im Bereich Professional Audio liegen. Eine Hommage an TEACs Studiogeräte von TASCAM: Jedes Gerät verfügt über seitliche Griffe, wie sie für den Einbau in professionelle Audioracks gebraucht werden. Studio-Atmosphäre im Wohnzimmer!

Weiter sind solide Aluminium-Blenden an einem robusten Chassis aus Stahl befestigt, welche so die resonanzarme Basis für ein hervorragendes Klangerlebnis bieten.

Einzige die Grösse der Komponenten zeigt, dass diese ins Wohnzimmer und nicht ins Tonstudio gehören: Nur gerade 29 Zentimeter breit und etwas mehr als 8 Zentimeter hoch ist zum Beispiel der Vollverstärker AI501DA. Auch die anderen Geräte der Serie sind mit ihren 29 Zentimeter Breite kompakt gehalten.

TEAC Reference Serie 501 als Ganzes

Reto trifft auf Studiodesign: Die TEAC Reference Serie 501 macht eine gute Falle.Reto trifft auf Studiodesign: Die TEAC Reference Serie 501 macht eine gute Falle.

Fokus

An der Nikon D810 wurde dasselbe 51-Punkt-Fokussystem wie im Topmodell D4S verbaut. Das Fokussieren soll damit sogar schneller sein als mit der D800. Bei schwierigen Lichtsituationen kommt die Hilfsleuchte zum Zug, teilweise kommt diese etwas verfrüht zum Einsatz, kann aber in den Settings deaktiviert werden. Für die Aufnahme von bewegten Motiven kann man mit der D810 auch Fokusfelder gruppieren. Damit kann man schnelle Objekte einfacher scharf stellen, bei Serienaufnahmen wurde der Fokus in den meisten Fällen getroffen.

Bei der Belichtungsmessung wurde in den meisten Fällen die Matrix-Messung angewandt. Diese überzeugt bei normalen Lichtsituationen und arbeitet zuverlässig. 

Tiefe ISO-Werte

Der Standard-ISO des Sensors liegt bei ISO 64. Damit lässt sich auch mal mit Stativ etwas länger belichten ohne gleich ein schwaches ND-Filter zur Hand nehmen zu müssen. Wer noch tiefer gehen möchte, hat die Auswahl der Stufen Lo0.3 (ISO 50), Lo0.7 (ISO 40) und Lo1.0 (ISO 32). Interessant ist der Bereich nach oben, die reguläre Empfindlichkeit reicht bis ISO 12.800. Mittels Hi0.3 bis Hi2.0 stehen noch vier Erhöhungen bis ISO 51.200 zur Verfügung. Damit kann man auch problemlos nach dem Eindunkeln aus der Hand fotografieren. Bis ISO 1600 ist bei der D810 Rauschen kaum erkennbar; hier schlägt die D810 viele Mitbewerber.

Nebst den Leistungen im High-ISO-Bereich zeigt die D810 von Nikon einen grossen Dynamikumfang, sprich sie ist fähig, dunkle wie helle Bereiche des Bildes gut abgestuft wiederzugeben. In diesem Punkt wird die Konkurrenz abgehängt.

DSD für den audiophilen Hörgenuss

Punkten kann die TEAC Reference Serie dafür mit neuster audiophiler Technik. Sowohl der DA-Wandler UD-501 als auch der CD-Spieler PD-501HR können DSD-Dateien wiedergeben.

DSD steht für Direct Stream Digital. Diese Methode der hochauflösenden Audiosignalspeicherung ist keinesfalls etwas Neues; so wird die Technologie bei der Super-Audio-CD (SACD) längst eingesetzt. Das Verfahren arbeitet mit einem seriellen Datenstrom der Bitrate 2,8 Mbit/s an Stelle der mit 44,1 kHz gesampelten 16-Bit-Wörter der Audio-CD (siehe den Beitrag Direct Stream Digital - das audiophile Format).

Dank Entwicklungen in der Technik und höheren Bandbreiten im Internet erlebt das DSD-Format eine kleine Wiedergeburt – nicht auf eine SACD gepresst, sondern als File zur Abspeicherung von sehr hochwertiger Musik.

Mit dem Erwerb einer Nikon D810 kann man nichts falsch machen...Mit dem Erwerb einer Nikon D810 kann man nichts falsch machen...

Möchte man ein DSD-File hören, geht das nicht ohne Weiteres. Zwar gibt es einige Webseiten, die Musikstücke in diesem Format zum Downlaod anbieten, das Handling ist dabei aber nicht ganz einfach, da Standard-Medienplayer das Format ohne zusätzliche Plugins nicht unterstützen. Bei Windows schafft der Player «Foobar2000» und bei Mac «AudioGate» von Korg Abhilfe. Dank «AudioGate» konnte für den Test eine DVD mit DSD-Musiktracks erstellt werden.

Der CD-Player PD-501HR kann diese ohne Probleme in höchster Qualität wiedergeben. Die zweite Möglichkeit bietet die Wiedergabe über den DA-Wandler UD-501, wenn per USB der Computer oder Mac verbunden ist und die DSD-Tracks per «Foobar2000» oder «AudioGate» abgespielt werden.

Das hört sich im ersten Moment noch etwas umständlich an, die Mühe lohnt sich aber auf jeden Fall. Das Klangerlebnis ist wirklich sehr beeindruckend. Mozarts «Violin Concerto No. 4» zum Beispiel zeigt Facetten, die im HiFi-Bereich sonst normalerweise nicht zu hören sind. Absolut perfekt – Gänsehaut ist garantiert.

Hohe Qualität bei der DA-Wandlung

Der DA-Wandler unterstützt die Wiedergabe von DSD-FilesDer DA-Wandler unterstützt die Wiedergabe von DSD-Files

Die Wiedergabe von normalen CDs wird nach dem DSD-Klangerlebnis zwar scheinbar etwas getrübt, ist aber trotzdem exzellent. Der eingesetzte DA-Wander im CD-Player besitzt einen Dynamikumfang von hervorragenden 120 dB. Die komplette Trennung der Stromversorgung für die digitalen und analogen Schaltkreise unterdrückt das Digitalrauschen und sorgt so ebenfalls für einen reinen Klang. TEAC setzt hohe Masstäbe in Punkto Qualität und Details. Bei rockigen Tönen vermag der Player zwar nicht ganz zu brillieren, zeigt dafür im klassischen Bereich sowohl bei hoher wie auch bei niedriger Lautstärke seine Klasse.

Dieses Schema lässt sich grundsätzlich auf alle Komponenten anwenden. Beim separaten DA-Wandler gilt es, noch ein paar Besonderheiten hervorzuheben. So verfügt der TEAC UD-501 neben Cinch- und Kopfhörerausgang auch über symmetrische XLR-Ausgänge für den Anschluss an professionelle Audiogeräte. Dank zwei optischen und zwei koaxialen Audioeingängen können eine Vielzahl von Geräten am UD-501 betrieben werden.

Der grösste Pluspunkt ist aber der Typ-B-USB-Anschluss, welcher den PC, Laptop oder Mac direkt und mit voller Bandbreite ins Musiksystem integriert. Unterstützt wird dabei Windows XP (32bit), Windows Vista, sowie Windows 7. Auf dem Mac muss mindestens OS X 10.6.4 installiert sein.

Beim Test mit einem Mac Book Pro wird der TEAC UD-501 sofort und ohne Probleme als externe Soundkarte erkannt und der Musikgenuss kann starten.

Analoger Dual-Mono Kopfhörerverstärker

Eine Seltenheit im normalen Hi-Fi Sektor: Kopfhörerverstärker TEAC HA501Eine Seltenheit im normalen Hi-Fi Sektor: Kopfhörerverstärker TEAC HA501

In diesem Preissegment nicht alltäglich: In der TEAC Reference Serie nimmt mit dem HA-501 ein Kopfhörer-Verstärker seinen Platz in der guten Stube ein. Obwohl der der DA-Wander UD-501 und auch der Verstärker AI-501DA über einen Kopfhörer-Ausgang verfügen, soll der HA-501 neue Masstäbe im Lauschen über Kopfhörer setzen - und zusätzliches Tonstudiofeeling rüberbringen.

Damit die Unterschiede  gehört werden, wird allerdings ein hochwertiger Kopfhörer vorausgesetzt. Im Test wurde ein Zik des Herstellers Parrot verwendet, welcher sich hervorragend zu diesem Zweck eignet. Der von Philippe Starck entworfene Trend-Kopfhörer besticht nämlich nicht nur durch Topverarbeitung und Design, sondern auch durch seine hervorragenden Klangeigenschaften (siehe den Kopfhörer-Vergleichstest in avguide.ch).

Kopfhörerausgänge herkömmlicher Hi-Fi Komponenten können das Klangpotenzial auch mit hochwertigen Kopfhörern oft nicht ausschöpfen. Der TEAC HA-501 bringt einiges mit, um da Abhilfe zu schaffen. Allem voran besitzt der Class-A-Verstärker mehrere kanalgetrennte Operationsverstärker des Typs MUSES8920, welche sonst nur im High-End-Bereich anzutreffen sind.

Auch an die unterschiedlichen Dämpfungsfaktoren der Kopfhörer wurde gedacht. Der Dämpfungsfaktor lässt sich in fünf Stufen perfekt auf den Kopfhörer einstellen und dank des Gesamtausgangsstroms von 2,8 mA kann das Gerät sowohl Kopfhörer mit Impedanzen zwischen 80 und 250 Ohm als auch hochwertigere Hi-Fi-Kopfhörer mit der Studio Normimpedanz von 600 Ohm versorgen.

Viel Technik und hochwertige Kopfhörer schlagen sich dann auch in der Qualität nieder. Tatsächlich sind Unterschiede in der Dynamik und der Klangfarbe zu erkennen, wenn man den Kopfhörer zwischen dem eigens dafür konzipierten Kopfhörerverstärker und dem Standard-Ausgang am Verstärker umsteckt. Vor allem bei hohen Klängen zeigt sich eine perfekte Klangabbildung.

Fazit

Die TEAC 501-Serie versetzt einen vom ersten Moment an ins Staunen. Optisch durch ein sehr schönes Retro-Design, klanglich mit Massstäben, die sonst nur im High-End-Bereich zu finden sind. Besonders imponiert hat die Wiedergabe von DSD-Files, aber auch der Kopfhörerverstärker, welcher tatsächlich ein besseres Klangerlebnis bietet. Vermisst wird hingegen ein Tuner (Internet oder DAB+). Dieser ist laut Hersteller im Moment auch nicht in der Pipeline. Das kleine Tonstudio im Wohnzimmer kommt ausserdem nicht gerade günstig daher, pro Komponente müssen 1090 Franken investiert werden. Wer aber bereit ist, für Qualität und Design etwas mehr auszugeben, der wird mit der TEAC 501-Serie viel Freude haben. Verfügbar sind die Geräte in Silber oder Schwarz.