JBL gehört zu den amerikanischen Audio-Legenden – etwa so wie Harley-Davidson für die Töff-Fans der Inbegriff für typisch amerikanische Produkte ist. JBL, das sind die Initialen des Gründers James Bullough Lansing, der die James B. Lansing Sound Incorporation 1946 gründete.
Das heutige JBL-Sortiment besteht aus Lautsprechern und Kopfhörer aller Art. Neben High-End-Lautsprecher finden sich auch verschiedene tragbare Lautsprecher, Party-Lautsprecher, Soundbars und Profi-Lautsprecher. Im Bereich Kopfhörer bietet JBL neben den In-Earbuds auch eine breite Palette an Over-Ear-Kopfhörern an, dazu spezielle Kopfhörer für den Gaming-Markt.
Das True-Wireless-Sortiment von JBL bewegt sich preislich zwischen CHF 100.- und CHF 220.- Die hier vorgestellten Earbuds Tune230 und Tune130 kosten offiziell je CHF 119.-
JBL Tune 130NC im edlen Blau – mal etwas anderes!Aussehen und Zubehör
Die Verpackung im typischen JBL-Orange/Schwarz/Weiss wirkt qualitativ gut und ist zweckdienlich. Der Quick-Start Guide, der nur in Englisch verfasst ist, ist kurz, aber gut verständlich. Für das Google- und das Alexa-Set-up liegt je eine mehrsprachige Bedienungsanleitung bei.
Das Case mit Ladefunktion wirkt stabil, die LEDs geben Rückmeldung zum Ladestand und ein JBL-oranges (zu) kurzes Ladekabel mit USB-C liegt auch bei. Total drei Paar orange/schwarze Silikon-Aufsätze runden das Zubehör ab.
Die Verpackung der JBL Tune130NC Earbuds in OriginalgrösseGrundsätzlich sind beide JBL-Earbuds technisch gesehen praktisch wirklich identisch. Wo sie sich unterscheiden, abgesehen mal von ihrer Bauform, ist beim Treiber. Der Tune 130 hat einen 10-mm-Treiber, der Tune 230 einen 6-mm-Treiber. Wie sich das klanglich bemerkbar macht, dazu später. Der Frequenzgang ist bei beiden Modellen von 20 Hz bis 20’000 Hz. Vier Mikrofone für qualitativ gute Telefonate sind ebenfalls eingebaut.
Die beiden JBL-Earbuds verfügen die neueste Bluetooth-5.2-Technologie für bestmögliche Verbindungsqualität.
Gemäss JBL ermöglichen die Lithium-Ionen-Akkus eine Laufzeit von 10 Stunden pro Ladung ohne ANC. Mit ANC reduziert sich die Laufzeit auf 8 Stunden pro Ladung. Das Case erlaubt drei zusätzliche Ladungen und so kommt man ohne Nachladen des Cases auf eine Total-Zeit von 30 bzw. 24 Stunden. 10 Minuten Laden ergeben 2 Stunden Musikwiedergabe, was bedeutet, dass der Ladevorgang sensationelle 50 Minuten dauert. Das Case ist übrigens IPX4-zertifiziert, was bedeutet, dass es wasserabweisend und staubgeschützt ist.
Die JBL-Headphone-App
JBL bietet eine Steuerungs-App namens JBL Headphone. Diese App bietet umfangreiche Einstellmöglichkeiten und interessante Spielereien, hier einige der interessantesten Möglichkeiten:
Die JBL-App hat einen 10-Band-Equalizer eingebaut, der folgende, vordefinierten Klang-Modi anbietet: Club, Jazz, Vocal, Bass, Studio. Individuelle Equalizerkurven lassen sich schnell einrichten und sofort unter einem frei wählbaren Namen abspeichern. Ich habe die verschiedenen Modi ausprobiert; sie sind absolut easy und einfach zu wählen und wecken den Spieltrieb!
Schon fast selbstverständlich bieten die JBL Tune 130NC und 230NC auch eine Gestensteuerung, die gut funktioniert und die üblichen Befehle umfasst. Interessant fand ich die Einstellungsmöglichkeiten der Gestensteuerung via App. Damit können die Gesten individuell eingestellt werden, was viele Gesten-Bedienungs-Variationen möglich macht. Witzig und bei der Winzigkeit der Earbuds auch sicher hilfreich ist die Funktion «finde meine Earbuds». Bevor Sie diese Funktion testen, sollten Sie allfällig im Ohr eingesetzte Earbuds bitte entfernen, denn am ausgegebenen Pfeifton hätte Ihr Trommelfell nämlich keine Freude.
Die Earbuds in sommerlichem Weiss.JBL – die können es einfach! Nicht umsonst ist die legendäre US-Marke schon 75 Jahre erfolgreich im Markt unterwegs. Für die gefragten und scharf kalkulierten CHF 119.- hat JBL viel Know-how und Technik in die kleinen, 5,1 Gramm leichten Ohr-Hörer gepackt. Sie klingen für ihr Geld superstark, der Bedienkomfort ist vorbildlich und die JBL-App ist etwas vom Besten, was uns bisher begegnet ist! Der schlankere JBL Tune 230NC ist eher für Bewegungsmenschen, die auf den letzten Bassdruck verzichten können. Der etwas vollschlanke JBL Tune 130NC hingegen ist eher etwas für Sofa-surfende Klangfans! Einzig ANC können andere Hersteller besser, aber auch so sind die beiden Earbuds heisser US-Stuff!
Wie bewähren sich die JBL-Zwillings-Earbuds im Alltag?
Auch bei diesen Earbuds gilt: Der passende Silikon ist die halbe Miete. Sitzen die Earbuds nämlich gut im Ohr, tönt es einfach schon mal gut. Der schlankere der beiden Modelle, der 230er, hatte im Test noch etwas den besseren Halt. Der 130er sass zwar gut, aber wegen der Bauform wirkt er nicht ganz so wackelfest. Für sportlich aktive Personen könnte der 230er die besser Wahl sein.
Die Tune 230 wiegen gerade mal 5,1 Gramm; die Tune 130 wiegen 5,7 Gramm das Stück und sie tragen sich auch wirklich leicht und bequem, auch auf längere Dauer. Sobald die Earbuds aus dem Case genommen werden, paaren sie sich automatisch mit dem Smartphone – und der Hörtest kann losgehen.
Das Case signalisiert volle Akkus, die Earbuds sind ready für den Soundcheck!Soundcheck
Die JBL-App erlaubt den Betrieb von zwei Earbuds gleichzeitig. Hat man einmal jedes Modell verbunden, erkennt die App später auch automatisch, welche Earbuds gerade aktiv und in der Nähe sind. Nur noch die Blauzahn-Verbindung musste für den Hörtestvergleich jeweils gewechselt werden. Für den Hörtest nutze ich die neutrale, lineare Equalizer-Einstellung, damit die zweieiigen Zwillinge auch Chancengleichheit hatten.
Ich spielte mich mit jedem der beiden Zwillinge durch meine Qobuz-Test-Playlist. Zuerst war der 230er an der Reihe. Bass war korrekt, schnell und dynamisch, die Mitten ausgeglichen und die Höhen fein auflösend. Alles da, und trotz linearer Klangeinstellung war die Musik alles andere als langweilig. Dann dasselbe Musik-Programm auf dem 130er-Zwillingsbruder. Die Unterschiede waren klar und sofort hörbar. Der 130er hatte einen fetteren Bass und dazu spielte er etwas lauter. Keine Welten, aber klar differenzierbar – die Mitten und Höhen schenkten sich nichts, hier herrschte Gleichstand.
Die schlankeren Tune 230NC in Weiss erinnern an ihre Mitbewerber mit dem Apfel-Logo.Konkurrenzvergleich
Um die beiden Earbuds noch etwas besser einzuordnen, verglich ich sie mit einem Konkurrenzprodukt, das allerdings in einer anderen Preisliga figuriert. Diese Earbuds kosten CHF 320.-, also ziemlich genau das 2,5-Fache unserer Testkandidaten. Was soll ich sagen, es war, wie wenn man von einem sehr guten 4-Zylinder-Auto auf einen souveränen 6-Zylinder umsteigt. Das Ganze wirkte noch souveräner mit einer nochmals gesteigerten Räumlichkeit und mehr Druck aus dem Dreh- bzw. Frequenzgang-Keller. Aber die beiden JBLs schlugen sich absolut stark und müssen sich auch gegen einen überlegenen High-End-Gegner nicht verstecken. In ihrer Preisklasse werden sich Mitbewerber jedenfalls strecken müssen.
Fazit
JBL – die können es einfach! Nicht umsonst ist die legendäre US-Marke schon 75 Jahre erfolgreich im Markt unterwegs. Für die gefragten und scharf kalkulierten CHF 119.- hat JBL viel Know-how und Technik in die kleinen, 5,1 Gramm leichten Ohr-Hörer gepackt. Sie klingen für ihr Geld superstark, der Bedienkomfort ist vorbildlich und die JBL-App ist etwas vom Besten, was uns bisher begegnet ist! Der schlankere JBL Tune 230NC ist eher für Bewegungsmenschen, die auf den letzten Bassdruck verzichten können. Der etwas vollschlanke JBL Tune 130NC hingegen ist eher etwas für Sofa-surfende Klangfans! Einzig ANC können andere Hersteller besser, aber auch so sind die beiden Earbuds heisser US-Stuff!

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