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14. Oktober 2002
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Die deutsche Videoindustrie ist auf dem Vormarsch. Der Videogesamtmarktumsatz stieg im vergangenen Jahr in Deutschland erstmals über die Marke von einer Mrd. Euro. Mit dem Verkauf und der Vermietung von DVD- und VHS-Bildtonträgern wurden demnach insgesamt fast 1,15 Mrd. Euro erwirtschaftet, wie das Geschäftsführende Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Audiovisuelle Medien, Joachim Birr in Hamburg sagte.

Der Umsatz aus dem Verkauf von DVDs und VHS-Kassetten kletterte nach Angaben des Verbandes 2001 im Vergleich zum Vorjahr um 33 Prozent auf mehr als 790 Mio. Euro. Das sei in erster Linie auf den weiterhin stark ansteigenden Absatz von DVDs zurückzuführen. Der Umsatz aus dem DVD-Verkauf liege mittlerweile über dem des VHS-Kassettengeschäfts. Zum Jahresende soll nach Schätzungen in jedem siebten deutschen Haushalt ein DVD-Player stehen, berichtet ddp. Der Videovermietmarkt verzeichnete im vergangenen Jahr einen Anstieg von gut fünf Prozent auf 356 Mio. Euro. Während die Vermietung von VHS-Kassetten in den Videotheken leicht zurückging, stieg der DVD-Vermietumsatz um 222 Prozent auf 40,6 Mio. Euro an.

Probleme bereite der Branche die Zunahme von Raubkopien, sagte Birr. Diese würden hauptsächlich über das Internet verbreitet und kosteten etwa 20 Prozent des Gesamtumsatzes. Birr forderte dringend juristische Lösungen. "Wir wollen nichts gegen private Kopien unternehmen, aber gegen den Handel, der vor allem im Internet und an den Schulen damit stattfindet."
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