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Publikationsdatum
15. Dezember 2003
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Die beiden Musiklabels Sony Music und BMG sind sich über die endgültigen Bedingungen ihrer Fusion einig.

Die beiden Unternehmen haben nur einen Monat nach ihrer unverbindlichen Absichtserklärung einen endgültigen Vertrag zu Stande gebracht. Die Fusion soll dem neuen Label Sony-BMG helfen, jährlich 250 bis 300 Mio. Dollar einzusparen.

Chairman des neuen Labels soll BMG-Vorstandsvorsitzender Rolf Schmidt-Holtz werden, CEO wird Andrew Lack, derzeit Chairman und CEO von Sony Music.

Sony Music ist das zweitgrösste der fünf Major Labels, BMG das kleinste. Zusammen würden die beiden bisherigen Konkurrenten weltweit auf einen Marktanteil von rund 25 Prozent kommen. Damit wäre Sony-BMG der Nummer eins Universal Music Group dicht auf den Fersen.

Die Fusion muss allerdings noch von den Kartellbehörden der USA und der EU genehmigt werden. Ein Merger zwischen EMI und Warner scheiterte vor drei Jahren am Widerstand der EU-Behörden. Inzwischen sehen Branchenexperten jedoch die Chancen auf eine Genehmigung deutlich gestiegen.

Die Verbreitung von Breitband-Internet und Online-Musikbörsen sowie der Vormarsch des CD-Brenners fordern das Geschäftsmodell der Musikindustrie heraus. Die Musiklabels führen darauf den weltweiten Rückgang der Musikverkäufe zurück, der den Kostendruck wesentlich verstärkt hat.
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