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27. Juni 2001
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Der niederländische Elektronikonzern Philips folgt dem Beispiel von Ericsson und wird künftig keine Handys mehr selbst produzieren. Wie der Konzern heute, Dienstag, bekanntgab, soll die Handy-Produktion vollständig nach China ausgelagert werden. Die China Electronic Corporation (CEC) wird an einem bereits bestehenden Joint Venture mit Philips die Mehrheit übernehmen und weiterhin Handys der Marke Philips produzieren. Für die Neustrukturierung dieses Geschäftszweiges werden die Niederländer 300 Mio. Euro bereitstellen. Zusätzlich werden Teile des Philips-Entwicklungsprogramms und der Produktion in das Joint Venture eingebracht.

Der Deal soll das stark Verlust-bringende Handygeschäft wieder stabilisieren, so Philips-CEO Gerard Kleisterlee. Die Kosteneinsparungen durch die Auslagerung des Handybereiches seien enorm. Noch für heute sind Gespräche mit dem Betriebsrat in Frankreich geplant, in welchen die grundsätzliche Neuordnung des Handy-Bereiches diskutiert werden sollen. Der Konzern will sich künftig als Technologie-Lieferant positionieren und Handys nur so lange verkaufen, solange dies Gewinne bringt, hieß es weiter.

Die Umstrukturierungssumme von 300 Mio. Euro soll im zweiten oder dritten Quartal fällig werden. Erst vor zwei Wochen hatte Philips für seine Halbleitersparte eine Umsatzwarnung ausgesprochen. Einmalige Aufwendungen als Folge der hohen Verluste im Halbleiter-Bereich würden noch einmal 90 Mio. Euro veranschlagen. Diese Kosten seien eine Ergänzung zu den bereits vorgesehenen 300 Mio. Euro an Zuschüssen, die das schwache Geschäft in den Bereichen Komponenten und Konsumelektronik ankurbeln sollen.
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