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21. Juni 2006
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In Chicago wurde 1956 der erste
Videorecorder der Welt vorgestellt

„Mark IV“ heisst der erste Videorecorder der Welt. Er wurde anlässlich einer Jahresversammlung der amerikanischen Rundfunksender im Frühjahr 1956 in Chicago vorgestellt.

Ein Team der Firma Ampex um die Ingenieure Charles Ginsburg und Ray Dolby erfüllte mit dem professionellen Videorecorder den Wunschtraum aller Fernsehtechniker.

So war es nicht verwunderlich, dass der Präsentation eine wahre Auftragsflut folgte. Das Videoband war damals zwei Zoll breit und „Mark IV“ kostete 1956 stolze 50'000 US-Dollar.

Nach der erfolgreichen Einführung im professionellen Segment schickten sich in den 60er-Jahren die Elektronik-Entwickler an, erschwingliche Videorecorder für den Privatgebrauch auf den Markt zu bringen.

Es dauerte jedoch bis in die 80er-Jahre, bis der Video-Cassetten-Recorder (VCR) seinen Siegeszug in den Haushalten feiern konnte.

Heute sorgt die Digitalisierung der Technik und der Signale allmählich für die Ablösung der analogen Videorecorder - sowohl im privaten wie auch im professionellen Anwendungsfeld: Für die TV-Produktion sind erste Kamera-Recorder mit Festspeichern verfügbar, der Computer löst die Videoband gestützten Schnittplätze ab und im privaten Gebrauch sind DVD-Recorder und Festplattenrecorder beliebter als der analoge Videorecorder.

So rechnet die deutsche Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu), Frankfurt, nach aktuellen Marktstudien im Jahr 2006 mit 420'000 verkauften DVD-Recordern und mit 1,5 Millionen verkauften DVD-Recordern, die zudem eine Festplatte integriert haben.

Von den klassischen Videorecordern werden 2006 nur noch rund 390'000 Stück nachgefragt werden. So lösen die modernen digitalen Technologien auch in diesem Marktsegment ihre analogen Vorgänger sukzessive ab.
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