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9. November 2002
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Der US-Medienriese Disney hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Geldspeicher wieder aufgefüllt. Im vierten Quartal des Ende September beendeten Geschäftsjahres steigerte der Unterhaltungskonzern seinen Gewinn auf 222 Mio. Dollar oder elf US-Cent pro Aktie. Im Gesamtjahr verbuchte Disney einen Gewinn von 1,3 Mrd. Dollar, nachdem im Vorjahr ein Verlust von 158 Mio. Dollar eingespielt wurde. Der Umsatz im vierten Quartal stieg um 15,1 Prozent auf 6,7 Mrd. Dollar, im Gesamtjahr gab es mit einem Umsatz von 25,3 Mrd. Dollar kaum Veränderungen zum Vorjahr (25,2 Mrd. Dollar), teilte der Konzern mit. Für das kommende Jahr erwartet Disney-Chef Michael D. Eisner einen Gewinnanstieg von 20 bis 30 Prozent, was für den in letzter Zeit wegen der schlechten Performance des Konzerns unter Druck geratenen Eisner einer Erlösung nahe kommt.

"Wir haben ein schwieriges Jahr hinter uns", sagte Eisner. Nun konnten jedoch die Früchte der Investitionen der vergangenen fünf Jahre geerntet werden. Auch die verbesserte Kostenstruktur des Konzerns habe zur Rückkehr in die Gewinnzone beigetragen. Die Taler rollten vor allem wegen der Erfolge der Filmstudios in Disneys Geldspeicher. Verkaufshit des vergangenen Jahres war der (gemeinsam mit Pixar realisierte) Animationsfilm "Monster AG", der nicht nur an den Kinokassen, sondern auch bei den DVD- und Videoverkäufen das Ergebnis aufbesserte. Aber auch andere Kinohits wie "Lilo & Stitch" und "Signs" trugen zur guten Performance der Studios bei.

Keinen Anteil am Erfolg des abgelaufenen Geschäftsjahres hat der TV-Sender ABC, der nach wie vor eine schlechte Performance bei den Quoten und Werbeeinnahmen lieferte. Auch das Kabelfernsehen liess zu wünschen übrig. Das TV-Geschäft setzte im Gesamtjahr 9,8 Mrd. Dollar um, um vier Prozent weniger als im Vorjahr. Der Jahresumsatz in den Disney-Themenparks sank sogar um acht Prozent auf 6,5 Mrd. Dollar.