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18. Juni 2002
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Die grossen Hollywood-Studios und die Hardware-Industrie stehen laut einem Bericht von Cnet vor einer Einigung über den Kopierschutz für digitale TV-Inhalte. Als wahrscheinlichster Kompromiss gilt die Einführung eines elektronischen Wasserzeichens, das es den Konsumenten erlaubt, von digital ausgestrahlten Fernsehsendungen Kopien für den persönlichen Gebrauch herzustellen. Gleichzeitig soll damit aber die Verbreitung solcher Kopien über das Internet verhindert werden.

Mit einer Einigung der verschiedenen Interessengruppen soll eine wesentliche Hürde bei der Umstellung auf digitales Fernsehen überwunden werden. Die Broadcast Protection Discussion Group, in der Vertreter von Medienunternehmen, Geräteherstellern und Hightech-Konzernen wie Intel vertreten sind, präsentierte dazu ihre Vorstellungen der Copy Protection Working Group. Dieses Gremium zeichnete bereits in der Vergangenheit für einheitliche Standards von DVDs verantwortlich.

Bei dem angestrebten Kompromiss, der auch als Grundlage für ein US-Gesetz dienen könnte, geht es darum, dass die Medienkonzerne einerseits ihre Inhalte vor einer illegalen Verbreitung – vor allem über das Internet – schützen wollen. Andererseits befürchten die Elektronikkonzerne, dass Geräte mit umfassenden Kopierschutzeinrichtungen nicht von den Konsumenten angenommen werden.

Noch keine Einigkeit konnte laut Medienberichten darüber erzielt werden, ob es den Konsumenten erlaubt werden soll, ihre persönlichen Kopien auf ihre PCs im Büro weiterzuleiten. Auch ob in selbst aufgenommene DVDs ein Kopierschutz integriert werden soll, der ein weiteres Kopieren verhindert, sei noch unklar, heisst es.
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