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Publikationsdatum
16. Januar 2003
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Drei führende Verbände der amerikanischen Musik- und der Computerbranche haben sich auf einen Kompromiss zum Schutz von Urheberrechten im Internet verständigt.

Die am Dienstag in Washington vereinbarten Leitlinien sollen dem Kongress vorgelegt werden, der in den nächsten Wochen über Gesetzesänderungen zum Copyright in der Informationsgesellschaft berät.

Die Vereinbarung sieht dem Vernehmen nach die konsequente Verfolgung von Computernutzern vor, die illegal Kopien von Musikstücken oder Filmen erstellen und im Internet verbreiten.

Die Verbände wenden sich auch gegen ein gesetzlich verankertes Verbraucherrecht, eine Sicherheitskopie einer DVD anzulegen oder Musikstücke zur Übertragung auf mobile Abspielgeräte zu kopieren.

Verzichten wollen die Industrieverbände hingegen auf Pläne, einen technischen Riegel in DVD-Abspielgeräte einzubauen. Dies wird von den meisten Herstellern als zu teuer und zu kompliziert betrachtet.

Getragen wird die Vereinbarung vom Verband der amerikanischen Musikindustrie (Recording Industry Association of America - RIAA), vom Software-Verband BSA (Business Software Alliance) und der Hardware-Vereinigung Computer Systems Policy Project.

Nicht mit dabei ist der Filmindustrieverband MPAA (Motion Picture Association of America), der für eine gesetzliche Grundlage eintritt, damit Hardware-Riegel in DVD-Player eingebaut werden
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