09. Dezember 2018 | seit 1999
MUSIKREZENSION
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Publikationsdatum
20. Dezember 2001
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Joni Mitchell, nicht eine der bekanntesten und reichsten, dafür aber eine der einflussreichsten Sängerinnen des letzten halben Jahrhunderts, räumt auf «Both Sides Now» mit ihrem Liebesleben oder zumindest mit zerbrochenen Idealen auf.

Laut Larry Klein, ihrem Exmann und Produzenten, sei das Album nach dem Prinzip der Liebe, dem Blühen und Verwelken, gestaltet. Die Abfolge der Songs soll der Entwicklung einer Liebe nachempfunden sein. So richtig glücklich scheint Joni Mitchell in der Liebe nie geworden zu sein. Zu düster sind die Atmosphären der Songs geraten.

Dem Film noir verwandt scheinen die 12 klassischen Lovesongs, von denen die meisten aus den 30er und 40ern stammen. Ein 71köpfiges Orchester und eine Big Band sorgen für die flauschigste, aber trotzdem morbide Klangkulisse, die man eher von alten Nina-Rota-Soundtracks her kennt. Ich halte mich bei Joni lieber an ihre eigenen Klassiker.

Infos für Surround-Freaks: Ausgesprochen weiträumiger, imposanter Orchester- und warm-brillanter Big-Band-Klang. Praktisch nur aus dem Centerkanal kommende, etwas isolierte Stimme. Über die Rear-Kanäle sind Rauminfos und diverse instrumentale Solis zu hören. (mb)
STECKBRIEF
Albumtitel:
Both Sides Now
Komponist:
Div.
Label:
Reprise
Jahr:
2000
Spieldauer:

Bestellnummer:
9362-47620-9
Tonformat:
DVD-Audio-Mehrkanal/Stereo, Dolby Digital auf DVD Player
Medium:
DVD-Audio
Musikwertung:
8
Klangwertung:
10
Preis:
50
Bezugsquellen
Wettbewerb