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Publikationsdatum
1. August 2005
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Die digitale Fotografie hat in kurzer Zeit enorme Fortschritte gemacht. Technik und Handling erfüllen mittlerweile die meisten Anforderungen. Die Vielfalt im Angebot lässt kaum mehr Wünsche offen.

So ist die digitale Fotografie zu einem Vergnügen für alle geworden. Wers einfach und unkompliziert mag, findet ein passendes Modell ebenso wie der mit Wechselobjektiven arbeitende Fotoamateur.

Die sofortige Verfügbarkeit des Bildes – sei dies über den LCD-Monitor der Kamera, den Fernseher zu Hause, den Ausdruck zu Hause oder die kreative Weiterbearbeitung am Computer – gibt dem Umgang mit Bildern neue Impulse.

Die Möglichkeiten und Trends der neuen Kameras stellt dieser Beitrag vor. Ausführliche Informationen zu den einzelnen Modellen bietet der Produktfinder.

Wieviel Pixel sind genug?

Die visuelle Abbildung ist ein komplexer Vorgang, bei dem Physik und Technik ineinandergreifen. Eine Kennzahl allein – wie die Pixelzahl – kann die Qualität des Ergebnisses nicht beschreiben.
Mehr Pixel bringen eine höhere Auflösung. In diesem Sinne ist der Trend zu 8 Megapixeln zu begrüssen.

Doch die Qualität des Bildes hängt nicht von der Pixelzahl alleine ab. Die Optik und der Bildsensor bestimmen das Bild ebenso mit wie die anschliessende Signalverarbeitung.

Eine hohe Auflösung nützt nicht viel, wenn sie durch das Rauschen des Bildsensors wieder zunichte gemacht wird.

Zudem reichen für die meisten Anwendungen – das sind immer noch Abzüge in den Formaten 10 x 15 cm bzw. 13 x 18 cm – drei bis vier Megapixel völlig aus.

Dennoch etablieren sich 5 Megapixel als Standard. 4 Megapixel finden sich bei günstigen Modellen und vereinzelt auch bei Designmodellen.

Die höchste Auflösung bieten Kameras mit 8 Megapixeln, von denen bereits mehrere Modelle auf dem Markt sind. Professionelle Spigelreflexkameras bieten aber auch schon 16 Megapixel.

Klein und trendig

Das Modell DMC-FX9 von Panasonic ist in den Farben Silber, Schwarz und Rot erhältlich und mit einer speziellen griffsympathischen Oberflächenstruktur versehen. Damit unterstreicht es den Trend zu hochwertigem Design. Mit einem 6-Megapixel CCD-Bildsensor und einem Leica DC-Objektiv, 2,5-Zoll LCD-Monitor und optischem Bildstabilisator verfügt es aber auch über genügend innere Werte.
Die kleinen Pocketkameras sind es in erster Linie, die digitales Fotografieren zum Lifestyle gemacht haben. Sie sind überall dabei und erlauben unkomplizierte Aufnahmen, die ohne grossen Aufwand gute Bilder liefern.

Die kompakten Modelle sind denn auch die ersten, die vom Trend zum besonderen Design profitieren. Die Kameras werden zu Accessoires, ja zu Schmuckstücken, die in modischen Farben Ausdruck des eigenen Stils werden.

Klein und schmuck ist aber nicht gleichbedeutend mit geringer Ausstattung. Im Gegenteil: Viele Modelle bieten eine Leistung, die man ihnen von aussen nicht zutraut.

Sowohl die Auflösung, die bei Kompaktkameras die 6 Megapixel Grenze überschreiten kann, als auch die übrigen Merkmale wie grosser LC-Display oder schnelle Bereitschaft beziehungsweise schnelles Auslösen brauchen den Vergleich mit den grösseren Modellen nicht zu scheuen.

Oft verzichten Kompaktkameras auf ein optisches Zoom, da dieses am stärksten aufträgt. Doch mit der Umlenkung des Strahlenganges über Spiegel oder dem Einklappen von Linsen sind kleine Kameras auch mit optischem Zoom realisierbar.

Schnappschüsse und Close-Ups

Der 12fache optische Zoom der Sony DSC-H1 bietet mit der Brennweite von 36 bis 432 mm vom leichten Weitwinkel- bis in den Super-Telebereich viel Spielraum. Der Brennweitenbereich lässt sich durch optionale Objektiv-Konverter noch erweitern – von 26 mm bis 734 mm. Verwacklungsfreie Bilder garantiert der optische Bildstabilisator „Super Steady Shot“.
Ein Problem von Digitalkameras lag und liegt oft noch bei den langen Zeiten, die es braucht, bis die Kamera in Bereitschaft oder die Aufnahme ausgelöst ist. Damit sind keine Schnappschüsse möglich.

Neue Modelle lassen jedoch das Bemühen der Hersteller erkennen, diese Zeiten zu verkürzen. Allerdings sind die Angaben in den Prospekten nicht aussagekräftig.

Da werden Auslöseverzögerungen von 0,008 Sekunden angegeben. Wie lange aber der Autofokus braucht, um scharf zu stellen, wird nicht erwähnt.

Auslöseverzögerungen inklusive Autofokus bis etwa 0,5 Sekunden sind schnell und erlauben ohne weiteres Schnappschüsse.

Für mehr Fotografie sorgt der Trend hin zu grösseren optischen Zooms. Das digitale Zoom macht ein Bild zwar grösser, aber nicht besser. Das optische Zoom hingegen holt das Objekt näher heran und schiesst dann ein Bild mit den der Kamera innewohnenden Qualitäten.

Während Pocketkameras häufig mit einem 3fach Zoom auskommen, haben Modelle mit ausgefeilter Optik – und enstprechend grossem Gehäuse – ein optisches Zomm von 7fach bis 12fach.

Bei grossen Brennweiten – der Bereich geht bei einem 12fach Zoom beispielsweise von 35 mm bis 420 mm bezogen auf 35 mm-Kleinbild – ist ein Bildstabilisator oder ein Stativ nötig.

Immer mehr Kameras – auch kompakte – haben einen Bildstabilisator integriert. Entweder gleicht ein bewegliches Linsenelement oder der bewegliche Bildsensor die Verwacklungen aus.

Spiegelreflexkameras

Die Nikon D50 ist eine Kamera für den Einstieg in die digitale Spiegelreflexfotografie. Das kleine Gehäuse ist leicht und damit auch in den Ferien kein Balast. Viele Automatikfunktionen machen das Fotografieren trotz Spiegelreflextechnik einfach. Dem Einstieg angepasst ist auch der Preis: Das Gehäuse kostet 1148 Franken.
Der neueste Trend bei der digitalen Fotografie sind Spiegelreflexkameras. Die DSLRs entsprechen im Aufbau weitgehend den analogen SLRs. Das Licht fällt jedoch, nachdem der Spiegel hochgeklappt ist, auf den Bildsensor statt auf den Film.

Die verwendeten Sensoren sind deutlich grösser als die der Kompaktkameras und dadurch lichtempfindlicher und rauschärmer.

Das parallaxenfreie Sucherbild entspricht bei diesen Kameras der späteren Aufnahme. Insbesondere die Schärfe und die Schärfentiefe lassen sich im Sucher viel besser als mit dem LCD beurteilen.

Eine weitere Besonderheit der DSLRs ist, dass sich die Objektive auswechseln lassen. Damit ist ein grosser Brennweitenbereich realisierbar.

Die Hersteller bieten ihre jeweils eigenen Objektivsysteme an, weshalb sich DSLR-Benutzer auf eine Marke und damit auf ein System festlegen müssen.

Meistens können jedoch bereits vorhandene Objektive eines Herstellers auch an dessen DSLR verwendet werden, was den Umstieg für Besitzer analoger SLRs besonders interessant macht.

Papierabzüge

Obwohl die digitalen Bilder sehr gut elektronisch wiedergegeben werden können, wollen viele Anwenderinnen und Anwender einen Papierausdruck. Auch dieser Wunsch kann nun einfach erfüllt werden.
Zunehmend mehr Kameras sind mit einer oder mehreren Schnittstellen ausgerüstet, die den direkten Ausdruck über einen Fotodrucker – also ohne den Umweg über einen Computer – erlauben.

PictBridge ist ein Standard welcher den Direktdruck ermöglicht. In der Regel wird die Kamera hierzu über ein USB-Kabel direkt mit dem Drucker verbunden.

PictBridge ist aber nicht zwingend auf eine USB-Verbindung festgelegt, sondern könnte auch andere Verbindungsmöglichkeiten wie z.B. Bluetooth nutzen.

Während PictBridge die Kamera mit Druckern verschiedener Hersteller verbindet, ist USB Direct Print der Standard für Epson-Drucker.

Fazit

Die digitale Fotografie deckt einen grossen Anwendungsbereich ab, vom Spass an der Party bis zum kreativen Fotografieren. Das Angebot an Kameras lässt kaum mehr Wünsche offen.

Damit die Anwendung noch vielfältiger wird, lassen sich die Hersteller immer wieder neue Features einfallen, wie etwa der schwenkbare LCD, dank dem noch unauffälliger fotografiert werden kann.

Weitere Details wie die stetig zunehmende Kapazität der Speicherkarten und die zunehmende Betriebsdauer der Akkus zeigt, dass den Herstellern auch der reibunglose Betrieb ein Anliegen ist.
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