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Publikationsdatum
18. Juni 2007
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In der Schweiz wurden letztes Jahr 616'000 digitale Fotoapparate verkauft. Praktisch kein namhafter Hersteller bietet noch Digitalkameras mit weniger als 4 Megapixeln an. Der Trend geht von den derzeit am weitesten verbreiteten 5- bis 6-Megapixel-Modellen weiter nach oben Richtung 7 bis 8 Megapixel als Consumer-Standard.

Die Rolle des optischen Notizbuchs als ständiger Begleiter für den spontanen Schnappschuss übernehmen mittlerweile Fotohandys. Die Bildqualität der neuesten Modelle reicht nicht nur für PC- und Internet-Anwendungen, sondern auch für Prints bis zum Format 13 x 18 cm.

Wohin auch hier die Reise geht, zeigt ein Blick auf den koreanischen Markt, wo schon Fotohandys mit einer Auflösung von bis zu 10 Megapixeln vorgestellt wurden.


Bilder ausdrucken

Spezialisierte Fotodrucker geben auch feinste Nuancen des Bildes wieder (Bild: Panasonic).

Die vielen Bilder wollen auch gezeigt und adäquat präsentiert werden. Beliebt, weil unkompliziert beim Anschauen, ist der Ausdruck der Fotos. Dies kann zu Hause am eigenen (Foto-) Drucker erfolgen oder durch einen Printservice, der die Aufträge im Laden oder online annimmt.

Immer mehr Digitalkameras werden von Stand-alone-Geräten zu Kommunikationstalenten. PictBridge für den Direktdruck - also ohne Umweg über den Computer - ist praktisch Standard. Neuen Komfort bringen hier kabellose Kommunikationswege, wie Bluetooth für die Nah-Verbindung auf dem Schreibtisch.

Vielfach ist ein Ausdruck auch über einen im Drucker integrierten Kartenleser gleich von der Speicherkarte möglich.

Der Vorteil der digitalen Fotografie: es müssen nur die Bilder ausgedruckt werden, die gefallen. Das spart Kosten.

Bilder lassen sich vor dem Ausdruck aufbereiten (Ausschnitt, Helligkeit, Kontrast, Entfernen der roten Augen etc.). In einfachem Umfang ist dies mit vielen Fotodruckern möglich. Die Bildbearbeitungssoftware für den Computer deckt alle Bedürfnisse ab, von einfachen Optimierungen bis zur professionellen Bildbearbeitung.

Für den Fotodruck optimierte Printer mit bis zu acht Tinten holen für ambitionierte Photographen feinste Nuancen aus den digitalen Bilddateien. Handliche Kompaktdrucker liefern "digitale Sofortbilder zum Anfassen" oder die schnelle Dokumentation.

Das gute, alte Fotoalbum lebt auf in individuell zusammengestellten und gestalteten Fotobüchern, die an Bildbände erinnern.

Der Ausdruck zu Hause ist immer noch die häufigste Art des Fotodrucks. Dank sinkender Preise und Zusatzangeboten wie Fotoalbum steigt die Beliebtheit der auf dem Markt angebotenen Dienstleistungen.


Fotorahmen

Mit Bilddiagonalen bis 22 cm und hoher Pixeldichte präsentieren Fotorahmen die Erinnerungen (Bild: Philips).

Ausgedruckte Bilder werden herumgereicht, aber auch aufgestellt. Eine interessante Alternative zum traditionellen Bilderrahmen ist der digitale Fotorahmen.

Das sind elektronische Geräte, welche die Bilder auf einem LCD-Bildschirm anzeigen - umgeben von einem konventionell gestalteten Bilderrahmen.

Sie ersparen zum einen den Umweg über den Ausdruck, da die Bilder im digitalen Bereich bleiben. Zum anderen nimmt der Speicher eines Fotorahmens mehr als nur ein Foto auf, so dass das Bild wie bei einer Diashow regelmässig gewechselt werden kann.

Die elektronischen Bilderrahmen gewinnen zusehends an Popularität, nachdem sie jahrelang ein Dornröschendasein fristeten. Das hängt einerseits mit sinkenden Preisen und ansprechenderem Design zusammen, andererseits damit, dass die digitale Fotografie sich auf breiter Front durchgesetzt hat.


Digitale Diashow

Fernseher mit Full HD-Auflösung zeigen Fotos in erstaunlicher Lebendigkeit (Bild JVC).

Zunehmend an Beliebtheit gewinnt die "digitale Diashow" auf TV-Bildschirmen oder Beamern. Die Bilder werden direkt ab Kamera, ab selbst gebrannter CD oder DVD oder ab Speicherkarte wiedergegeben, sofern der Fernseher oder der daran angeschlossene DVD-Recorder über einen entsprechenden Leser verfügt.

Zusammen mit einem Medienserver können die Fotos im vernetzten Heim ab einem zentralen Speicherort auf alle Bildschirme im Haus verteilt werden.

Selbstverständlich lassen sich die Bilderfolgen auch auf dem PC anzeigen. Die Fotos können hierzu auf die Festplatte übertragen und je nach vorhandenem Programm mit verschiedenen Übergängen versehen und mit Musik unterlegt werden.

Dank der heute üblichen hohen Auflösung der Fotos ist mit entsprechenden Bildschirmen eine Darstellung im Full-HD-Format mit 1920 x 1080 Bildpunkten möglich. Zusammen mit dem grossen Kontrastumfang und der differenzierten Farbabstufung moderner Flachbildschirme erhalten die Fotos eine faszinierende Wirkung.


Bilder unterwegs

Mit 30 GB Festplatte hat ein Multimediaplayer genügend Platz für die Urlaubsfotos. (Bild Grundig)

Was früher das Herumzeigen von Fotos ab Papierausdrucken war, ist heute das Weiterreichen des Handys oder der Kompaktkamera mit den Bildern vom letzten Fest oder vom heranwachsenden Kind.

Die Bildqualität - vor allem bedingt durch die doch recht kleinen Displays im Vergleich zu einem üblichen Ausdruck - spielt dabei keine wesentliche Rolle; was zählt ist der emotionale Gehalt.

Dieser ist bei den digitalen Bildern oft noch grösser, da sie spontaner aufgenommen und vielfach in Situationen gemacht werden, da früher keine Kamera dabei war.

In Kauf genommen werden muss dabei, dass es meist zu viele Bilder sind, wie früher bei den nicht enden wollenden Diaabenden oder bei ungeschnittenen Ferienvideos.

Nicht nur in den Kameras und Handys, welche die Fotos aufnehmen, sondern auch in fototauglichen MP3-Playern beziehungsweise Multimedia-Playern und in PDAs können die Bilder mitgenommen werden.

Die entsprechenden Geräte verfügen über ein kleines bis ansprechendes Display. Die Fotos können vielfach zu Bilderserien zusammengestellt werden, die sich gar mit Musik unterlegen lassen.

Mitnehmen lassen sich die Fotos selbstverständlich auch direkt auf der Speicherkarte oder auf einer selbst gebrannten CD/DVD und dann bei Freunden anschauen.


Fotos weltweit

Eine neue Dimension der Fotowiedergabe bietet das Internet. Hier können die Bilder weltweit und jederzeit verfügbar gemacht werden - für alle oder für einen eingeschränkten Nutzerkreis.

Das beliebteste Medieum sind Webseiten, auf welche die eigenen Fotos hochgeladen, gruppiert und mit Stichworten für die Suche versehen werden können. Das bekannteste Beispiel hierzu ist wohl flickr.

Daneben gibt es auch Websites, die sich einem Thema widmen oder solche, die gelungene Fotos anderen zum Kauf anbieten.

Eine weitere Möglichkeit, die Fotos weltweit zu präsentieren, ist die eigene Homepage oder ein Blog.


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