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Publikationsdatum
13. August 2001
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Die Internationale Funkausstellung in Berlin findet vom 25.August bis zum 2. September statt. Sie ist täglich von 10 bis 18 Uhr für Fachbesucher und allgemeines Publikum geöffnet. Gezeigt werden Produkte der Unterhaltungselektronik, Informations- und Kommunikationselektronik. Die IFA ist Europas wichtigster Order- und Neuheiten-Termin der Branche.

Highlights

Alle führenden Hersteller stellen in Berlin aus und präsentieren die gesamte Bandbreite des Consumer Electronics-Angebots: Von Audio, Hifi und HighEnd über Fernsehen, Video, Camcorder, elektronische Fotografie, Informations- und Kommunikationselektronik, Multimedia, Services/Online Dienste bis hin zu Antennen, Satelliten-Empfangsanlagen, Sende- und Studiotechniken und stationärer/mobiler Telekommunikation.

Fernsehen

Auf der Geräteseite ist die Vielfalt kaum noch zu überblicken. Von den kleinsten Bildschirmen angefangen über schon 70 cm große LCD-Fernseher bis hin zu den über 1,50 m großen Plasma-Bildschirmen und zu Projektionsgeräten wird das Neueste unter dem Funkturm ausgestellt. Das Thema Home-Cinema gewinnt bis hinein in den High End-Bereich an Bedeutung, wobei die Vernetzung - zum Teil schnurlos über Funkverbindungen - rasche Fortschritte macht. Dasselbe gilt für die Verbindung von TV und Internet. Der rasche Zugriff auf Internet-Daten via TV-Gerät wird ebenso unter dem Funkturm demonstriert wie die vermehrte Übertragung von Ton und Bild über das weltweite Netz.

DVD

Nachdem sich die DVD-Video und auch die DVD-Audio erfolgreich im Markt etabliert, kommen jetzt die lange erwarteten Aufzeichnungsgeräte auf den Markt: mit Speicherkapazitäten bis zu zwölf Stunden und sogar der Möglichkeit, gleichzeitig aufzunehmen und abzuspielen. Viele der selbst bespielten DVDs können sogar auf "normalen" DVD-Playern abgespielt werden.

Audio

Auf der IFA wird das Thema Audio ebenso gross geschrieben wie das Thema Video. Die Kombination von HiFi- und High End-Ausstellung repräsentiert auf einer Fläche von rund 25.000 qm die größte Audio-Schau der Welt. Ob Micro-, Mini-, Midi- oder Surroundsound-Anlagen, DVD- oder Super-Audio-CD-Anlagen, CD-Recorder oder MP3-Empfänger - und dies alles auch im tragbaren Format - auf der IFA ist Vieles neu zu entdecken. Dies gilt auch für Car-Audio, wo modernste Geräte DAB- und MP3-Techniken vereinen und selbst E-Mails problemlos im Auto empfangen werden können.

Communication

Auch in der Telekommunikation sorgt die Digitalisierung für Furore. Ganz gleich, ob es sich dabei um die Miniaturisierung und Perfektionierung von Handys und schnurlosen Telefonen handelt oder um die Verknüpfung von Telefonie mit IT-Diensten und Internet-Angeboten. Und am Horizont: UMTS mit Angeboten, die das mobile Telefonieren quasi als Nebeneffekt erscheinen lassen werden.

Fotografie

Mit der Digitalisierung der Fotografie rückt die Konvergenz zur CE-Technologie immer mehr in den Vordergrund. Gespeichert werden die Bilder auf (miniaturisierten) Disketten oder winzigen Speicher-Karten mit riesigem Datenvolumen, die darüber hinaus den Vorteil genießen, in einer Vielzahl von Geräten mit ganz unterschiedlichen Anwendungen und Funktionsweisen genutzt werden zu können, so in Fernsehgeräten, PCs oder Fotodruckern.

Content

Programme und Inhalte werden zu Schwerpunktthemen im IFA-Ausstellungsprogramm ("Software drives Hardware"). Schon heute ist das Content-Angebot beachtlich. Das betrifft zum einen die zusätzlichen On- und Offline-Programme der klassischen Broadcaster, aber vermehrt auch das vielfältige Programm neu entstehender "Dienstleister" sowie den Bereich der Spiele-, Bildungs- und Lern-Software.

Technisch-Wissenschaftliches Forum

Das Technisch-Wissenschaftliche Forum (TWF) zeigt die Evolution der neuen Medien aus der Vorschau-Perspektive. Die Beiträge dieser Sonderschau stammen aus den Forschungsinstitutionen der Rundfunkanstalten und der Telekom, aus deutschen und internationalen Forschungseinrichtungen und aus den deutschen Hochschulen, an denen eine Fülle von Forschungsprojekten weit in die neue Medienwelt des 21. Jahrhunderts weist.

Ein wichtiger Schwerpunkt des TWF 2001 beschäftigt sich mit dem Zusammenwachsen von Fernsehen und Internet, einer Entwicklung, die schon seit Jahren Gegenstand von Prognosen und Technik-Symposien ist, die aber mit der IFA 2001 erstmals ganz konkrete Gestalt annimmt. Drei Innovationen spielen dabei eine besondere Rolle:

die Multimedia Home Platform (MHP), eine standardisierte Betriebssoftware für digitale Fernsehempfänger. Sie erlaubt interaktive Funktionen aller Art, und sie ist somit auch ein Bindeglied zwischen klassischen Fernsehdiensten (sequentiellen Programmen) und interaktiven Diensten auf der Basis des Internet-Protokolls.

Broadcast over IP, also die Übertragung von Audio- und Video-Datenströmen über das Internet - nach einem Prinzip, das der Rundfunkübertragung strukturell ähnelt: Viele Empfänger erhalten die Bild- und Toninformationen gleichzeitig.

das terrestrische Digitalfernsehen DVB-T. In der Kombination mit Funk-Rückkanälen (etwa über das Mobil-Telefonnetz GSM) erschliesst diese neue Übertragungstechnik interaktive (Internet-)Breitband-Dienste für tragbare und mobile Endgeräte.

Darüber hinaus wird es den Informationsstand Rundfunktechnik geben, der von den Rundfunkanstalten der ARD sowie dem ZDF veranstaltet und von der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft und dem Institut für Rundfunktechnik unterstützt wird. An diesem Stand können alle Fragen zur Rundfunkversorgung, zu Empfangsmöglichkeiten, zur Ausstrahlungs- und Empfangstechnik, sei es terrestrisch, über Kabel oder über Satellit sowie Fragen zu künftigen technischen Entwicklungen gestellt werden.
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