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Publikationsdatum
29. März 2004
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Eine echte Weltneuheit hat das kompakte DVD-Micro-HiFi-Komponenten-System EX-A1 von JVC zu bieten: Lautsprecher mit Membranen aus echtem Birkenholz. Diese kleine aber feine Exklusivität ist das Tüpfelchen auf dem i der Neuheiten, die JVC in Zürich vorstellte

Das Hauptgewicht bilden die LCD- und Plasmafernseher, die im 16:9-Format sowohl im Heimkino wie beim Fernsehen ein neues Sehen ermöglichen. Damit ist nicht nur das wiedergegebene Bild gemeint, sondern auch das Design der flachen Bildschirme, die die klobigen Röhrenfernseher bald verdrängt haben werden – das zumindest zeigt die Produkteplanung von JVC für die nahe Zukunft.

Ein heisses Thema sind auch die DVD-Recorder, wo JVC alle offiziellen DVD-Formate abdeckt. Über die aktuellen Trends sprach Hans Jürg Baum von avguide.ch mit Heinz Häner, Product-Manager bei JVC.

DVD-Recorder

Der DVD-Recorder DR-M10 mit eingebautem Fernsehtuner spielt so ziemlich alles, was sich zur Zeit im Audio- und Videobereich an CDs und DVDs im Markt tummelt. Und er nimmt auch selber ab TV-Tuner oder externer Videoquelle in den Formaten DVD-RAM, DVD-RW und DVD-R auf.
"Eine ganz wichtige Produktegruppe sind die DVD-Recorder. JVC bietet verschiedene Modelle für unterschiedliche Zielgruppen an.

Die Basis ist immer der DRM 10, der DVD-RAM, DVD-R und DVD-RW unterstützt. JVC deckt sowohl bei der Aufnahme als auch der Wiedergabe die ganze Palette vom internationalen DVD-Forum ab.

In Varianten gibt es Recorder mit Harddisc, sei es mit 80 GB- oder mit 160 GB - Festplatte. Alle besitzen einen DV-Eingang.

Hin- und herkopieren

Der DVD/VHS-Video-Kombirecorder DR-MV1 bietet mit zwei optimal aufeinander abgestimmten Recordern die Möglichkeit, Fernsehprogramme ab den zwei eingebauten Tunern aufzuzeichnen oder bestehende Aufnahmen per Knopfdruck zwischen VHS auf DVD hin- und her zu kopieren - ohne Kompatibilitätsprobleme, ohne Bedienungschaos und ohne Kabelsalat.
Der DRM-V1 ist die Kombination eines Videorecorders mit einem DVD-Recorder. Das Gerät bietet interessante Möglichkeiten wie etwa das Kopieren von einem Laufwerk auf das andere, und dies in beide Richtungen.

Dank zweier Tuner kann man gleichzeitig zwei verschiedene Programme aufnehmen. Dieses Gerät hat zudem einen Timebasecorrector, der gerade für die Kopierfunktion mit VHS nicht zu unterschätzen ist.

Im Übrigen haben alle unsere DVD-Geräte mit Ausnahme des günstigsten DVD-Spielers einen Komponentenausgang und sind mit progressive Scan ausgestattet.

Trends

Die neusten 32"/81cm und 26"/66cm LCD-Fernseher von JVC sind nicht nur flach und elegant. Dank digitalem Bildskalierungs-System D.I.S.T. und modernster "JVC PAL-Progressive World"-Technologie liefern sie auch exzellente Farbbilder.
Der DVD-Recorder hält Einzug bei Homecinema-Anlagen. JVC bietet drei mit Recordern ausgerüstete Anlagen an. Die Preise starten bei 1499 Franken und gehen bis zur 4000 Franken teuren 6.1-Anlage mit Harddiscrecorder und - was ebenfalls zum Trend wird – mit Säulenlautsprecher.

Silber ist zur Zeit 100% in. Es gibt praktisch nichts mehr anderes auf dem Markt. Nun aber heisst es: „back to black“. Es wird gewiss nicht die grosse Masse an Modellen in schwarz kommen, aber es lohnt sich, in Zukunft solche Geräte am Lager zu haben.

Ein Paar Jahre zuvor hat man ganz allgemein gesagt „ja silber, da haben wir noch ein Bisschen“ – damals war alles schwarz. JVC hat auch ein Home-Cinema-System und einen Fernseher in schwarz. LCD-Plasmas gibt’s mit dunklen Rahmen, nicht in schwarz, aber in Anthrazit.

LCD und Plasma sind der absolut dominierende Trend und das wichtigste Thema. Man kann davon ausgehen, dass JVC 2004 wertmässig mehr mit LCD- als mit Röhrengeräten umsetzt.

Salonfähiges Hackerformat

Die neuen Geräte von JVC setzen Trends in ihren Funktionen, aber auch im Aussehen. Futuristisch-elegant muten die Heimkinosysteme an.
DIVX liegt im Trend und wird immer öfters verlangt. JVC bietet zwei DIVX-Modelle und steigt mit dem Modell 316 für 269.- mit einem 5.0-System ein.

Die ganze Sache ist einfach updatebar: Im Internet die neueste Version runterladen, auf CD brennen, in die Schublade reinschieben und schon wird das Gerät auf die nächste Version von DIVX gebracht. 6.0 ist bereits angekündigt.

Die Problematik von DIVX ist bekannt. Es ist ursprünglich ein Hacker-System - alles ist hier offen und alles möglich. Das wird für die Industrie nicht einfach werden, da mitzuziehen – man hinkt immer hinterher.

Ohne Kabel

Mit der neusten TH-SW9 DVD-Heimkinoanlage von JVC entfällt das oft mühselige Verkabeln zu den rückwärtigen Surround-Lautsprecher quer durchs Wohnzimmer. Dank FM- anstelle von Infrarot-Übertragung bleibt die Verbindung auch bestehen, wenn sich Personen frei im Raum bewegen.
Was ebenfalls gut ankommt, ist Wireless im Homeciema. Die Verbindung zu den hinteren Lautsprechern ist das Hauptproblem. Vielen ist das Kabel ein Dorn im Auge.

Bei der neuen Wireless-Lösung von JVC sind die vorderen Lautsprecher verkabelt, die hinteren Lautsprecher erhalten ihr Signale per Funk über eine Sende- und Empfangseinheit. Letztere wird zu Hause hinten im Raum möglichst unsichtbar platziert, am Strom angeschlossen und mit den Rear-Lautsprechern verkabelt.

Mit dieser einfachen Lösung entfallen die Lautsprecherkabel, längs durch den Raum. Vorne und hinten sind die Querverbindungen meist gut zu kaschieren und werden auch akzeptiert.

Holz ist grundmusikalisch

Mit berechtigtem Stolz pärsentiert Heinz Häner von JVC die Micro-Anlage EX-A1. Sie fällt nicht nur wegen ihrer Lautsprecher mit Wood Cone – Holzmembran – auf, sondern auch durch das elegante Styling und die beeindruckende Technik inklusive DVD-Spieler und Dolby Digital/DTS-Decoder.
Es geht die Sage, dass ein langjähriger JVC Mitarbeiter und Techniker 20 Jahre an einer ganz speziellen Sache getüftelt hat.

Holzinstrumente wie die Geige klingen hervorragend. Weshalb sollten nicht auch nach auch Holzmembranen dieselben akustischen Eigenschaften haben? Holz ist leicht und hat die notwendige Steifigkeit.

Wie aber kommt man ans richtige Holz heran, welches sich nach Wunsch verformen lässt? Vor ein Paar Jahren entdeckte er, dass Birkenholz ideale Eigenschaften für seine Idee hat.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Materialien wie Papier, Karton, Aluminium oder Kunststoff weist Holz wegen seiner Maserung keine homogene Flächenstruktur auf. Dadurch bilden sich kaum Resonanzpunkte, Stehwellen werden vermieden. Was die Wirkung des Alkohols ist, wird nicht verraten.
Um eine dünne Holzfolie zu erhalten, wird der Birkenstamm auf eine ganz spezielle Art geschält. Die Wandstärke der Holzfolie entspricht ungefähr einem 100 Gramm-A4 Papier.

Um das Holzblatt in die gewünschte Form zu bringen wird es in Alkohol eingelegt. Nach ausgiebigen Tests mit den verschiedensten Alkoholarten wurde – wen wundert’s - Sake gewählt.

Das Geheimrezept lautet also Birkenholz in Sake getränkt. Darum herum wurde eine hochwertige Anlage gebaut, die einen gewissen High-End-Touch haben soll. Schön verarbeitetes Aluminium und eine gute Ausstattung mit DVD-Audio-Video-Player, leistungsfähigem Verstärker, Scart Ausgang, MP3 und RDS machen diese rund 1000.- Franken teure High-End-Micro-Anlage Anlage sehr attraktiv.

Neues LineUp bei Camcordern

Bei den Camcordern verzichtet JVC darauf, einen DVD- oder einen SD-Camcorder zu bringen. Der Grund liegt darin, dass die Qualität und die Aufnahmedauer Problempunkte sind.

Für den Herbst 2004 hat JVC jedoch einen ganz spitzen Pfeil im Köcher: Einen Camcorder mit einem ganz speziellen Speichersystem. Aber davon darf hier noch nichts verraten werden – die Spannung muss erhalten bleiben..."

Besten Dank, Herr Häner, für das interessante Gespräch.
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