27. Mai 2018 | seit 1999
TESTBERICHT
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Publikationsdatum
5. März 2018
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Wirklich hochwertige All-in-One-Musiksysteme sind rar. Dazu gehört zweifelsfrei der NR-7CD von Teac. Dies wird schon beim Erscheinungsbild deutlich: Das wertige Vollmetallgehäuse ist ultrastabil gebaut und ruht auf drei punktgelagerten Füssen, die das Gerät akustisch vom Untergrund entkoppeln. Schön, dass auch beim Klopftest nichts scheppert oder ungebührlich resoniert.

Teac setzt beim Aussehen auf ein «New Vintage Design», das moderne und traditionelle Gesichtspunkte visuell vereinigen soll. Zu Letzteren gehören sicherlich die klassischen VU-Meter, deren Zeiger im Rhythmus der Musik fröhlich hin- und herpendeln. Wem das zu nervös erscheint, kann sie deaktivieren; genauso, wie sich die Beleuchtung der Instrumente in zwei Stufen absenken oder ganz ausschalten lässt.

«Vintage» sind wohl auch die gerundeten Aluminium-Seitenteile, die ein wenig vorstehen und dem Gerät einen aparten Touch verleihen. Die Front ist relativ hoch und bietet reichlich Platz für die wenigen, übersichtlich verteilten Bedienelemente: Diese erlauben – zum Teil über eine Menü-Taste – eine manuelle Steuerung aller Funktionen. Bequemer geht dies freilich über die ausgesprochen ergonomische Fernbedienung. Das OLED-Display auf der Gerätefront gibt Auskunft über diverse «fortgeschrittene» Einstellungen wie Oversampling und Digitalfilter.

Ein Anschlusswunder ist NR-7CD nicht gerade. Betrachtet man aber Ethernet und USB, so wird deutlich, dass man für das digitale Zeitalter bestens gerüstet ist.

Übersichtlich zeigt sich auch die Rückseite; allzu viele Anschlüsse finden sich hier nicht: Drei Digitaleingänge und ein analoger Cinch-Anschluss sollten aber für die meisten Bedürfnisse reichen – zumal Musik zusätzlich ab USB-Datenträger oder übers Netzwerk gestreamt werden kann. Für Letzteres ist ein Ethernet-Anschluss vorgesehen. Wer kabellos über den NR-7CD Musik abspielen möchte, kann dies via Bluetooth tun. Und das sogar in sehr guter Qualität: Entweder mit einem AptX-kompatiblen Handy bzw. Tablet, oder – noch besser – mit einem Sony-Smartphone, das über LDAC verfügt. Beide Bluetooth-Protokolle beherrscht der Teac nämlich.

Um die Netzwerk- und USB-Funktionen nutzen zu können, benötigt man die passende App. Teac offeriert dafür «TEAC HR Streamer» wahlweise für iOS oder Android. Dessen Benutzeroberfläche lässt sich nach eigenem Gusto konfigurieren. Erfreulicherweise sind die Online-Musikdienste Qobuz und Tidal bereits integriert. Somit kann man verlustfrei und (ein entsprechendes Abo vorausgesetzt) sogar in HiRes direkt ab Internet Musik hören. Hingegen fehlte (zum Testzeitpunkt) ein integriertes Internetradio-Portal. Hier sollte Teac noch nachrüsten. Wer über den NR-7CD Radio hören möchte, ist also derzeit noch auf sein Bluetooth-Handy oder -Tablet angewiesen.

Die HR-Streamer-App von Teac gibts für iOS und Android. Erfreulicherweise ist der direkte Zugriff auf Qobuz und Tidal bereits implementiert. Aber auch im Heimnetzwerk ab Audio-NAS kann man damit Musik streamen.
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