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Publikationsdatum
2. August 2012
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Hans Jürg Baum besuchte die Firma Piega in Horgen und sprach mit den beiden Gründern von Piega.

Herr Greiner, jeder erfolgreiche Betrieb muss einen Chef der Finanzen und einen Chef der Technik haben, sonst geht er früher oder später pleite. Seit dem Start von Piega im Jahre 1986 sind Sie nun als Chef der Finanzen bei Piega tätig. Was waren ihre wichtigsten Erlebnisse, die Sie prägten? Und was sind Ihre daraus gewonnenen Erkenntnisse?

Als wir die PIEGA gründeten, machten wir Marktumfragen bei anderen Lautsprecherherstellern. Nach deren Angaben erschien der Markt 5x so gross, als er sich dann in Tat und Wahrheit präsentierte. Die Lehre, die wir daraus zogen, war den eigenen Vorgaben zu vertrauen und den eigenen Weg zu beschreiten. Unser simpler Leitspruch war von Beginn weg: Nicht mehr Geld ausgeben als man einnimmt. Das war in den Anfangsjahren allerdings nicht ganz einfach.

Wie möchten Sie die  Zusammenarbeit mit Ihre Kompagnon Kurt Scheuch beschreiben?

Da wir komplett verschiedene Menschen sind, konnte jeder seine Fähigkeiten einbringen. Dies ergab eine glückliche Ergänzung, die für die PIEGA ausserordentlich fruchtbar war. Wichtig erscheint mir, dass auch im Erfolg die Bescheidenheit blieb, und der Leitsatz "Das Team ist der Star" befolgt wurde.

Wenn ich so in Ihrem Betrieb herumschaue, sehe ich nur gutgelaunte Mitarbeiter. Was machen Sie, dass die Stimmung in Ihrem Betrieb so gut, ja geradezu familiär ist?

Einer unserer Leitsätze bei der Gründung von PIEGA war, dass die Arbeit Freude bereiten soll. Wir haben keine starren Regeln. Unsere Mitarbeiter haben sehr viele Freiheiten, die aber nicht missbraucht  werden dürfen. Manchmal ist das eine etwas heikle Gratwanderung, um die Gerechtigkeit zu erhalten. Ich glaube so eine Arbeitsform funktioniert nur in einem Kleinunternehmen.

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