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Testbericht · Bose · Komponentensysteme

Volksbose

Test: Bose Cinemate GS Series II

Darf es auch etwas weniger sein? Nach unserem ausführlichen Test des Cinemate 1 SR Systems vor einem Monat wollte ich wissen, was das preisgünstigere Modell, das GS Series II System, zu bieten hat, und worauf man verzichten muss.

Von Christian Hunziker · · Seite 1 von 3
Bose Cinemate GS Series II
Bose Cinemate GS Series II

Ich gestehe: Schon seit meiner Jugend bin ich ein absoluter Charlie-Parker-Fan. Als 16-Jährige haben mein Freund und ich auf ausgedehnten Spaziergängen «Ornothology», «Scrapple from the Apple» und viele andere Parker-Melodien unisono gescatted (und verständnislose Blicke von Passanten geerntet), mit 17 ein Jazzquartett gegründet und «Yardbirds» getauft (Erkennungsmelodie zu Beginn jedes Auftritts war «Yardbird Suite»). Auch heute noch finde ich sowohl die Melodien als auch die Soli von Charlie Parker umwerfend.

Als ich nun von «The Passion of Charlie Parker» hörte, war ich Feuer und Flamme und musste baldmöglichst hören, was Madeleine Peyroux, Barbara Hannigan, Gregory Porter, Luciana Souza, Kurt Elling, Kandace Springs und Melody Gardot mit Parker-Melodien anstellten.

Falsche Erwartungen

Die Verpackung ist diesmal wesentlich handlicher, obschon das Cinemate GS Series II Digital Home Cinema System von Bose im wesentlichen aus fünf Teilen besteht:

2 Gemstone Lautsprecher (Typ Cinemate GS Series II! Bose produziert verschiedene Gemstone Modelle)
1 Acoustimass Modul (Subwoofer) (nicht das selbe Modell wie bei der 1SR, da nicht wireless)
1 Schnittstellen- resp. Interfacemodul
1 Universal-Fernbedienung (identisch mit derjenigen des 1SR Systems)


Aufbau

Da wir es diesmal mit einem verkabelten System zu tun haben, dauert der Aufbau etwas länger als beim 1SR System. Zusätzlich finde ich nun plötzlich die diversen sichtbaren Kabel störend (wie schnell gewöhnt man sich doch an Komfort!).

Die beigepackten Bose-Kabel sind Spezialanfertigungen, können also nicht einfach durch andere (z.B. einfache Lautsprecherkabel) ersetzt werden. Dafür sind sie bestimmt lang genug für alle «Normalsituationen».

Die Zentrale bildet der Subwoofer, an den die Gemstones und das Interfacemodul angeschlossen werden. Dieses Acoustimass Modul muss dann noch mit Strom versorgt werden.

Die Anschlussbuchsen auf der Rückseite des Acoustimass ModulsDie Anschlussbuchsen auf der Rückseite des Acoustimass Moduls

Der Audioausgang des Fernsehers (analog = Cinch, digital = optical, beide Kabel sind beigepackt) wird mit dem Inerfacemodul verbunden, das gut sichtbar vor dem Fernseher platziert werden muss, da es die Infrarotsignale der Fernbedienung empfängt (beschränkt sich auf on/off und Volume + und -).

Die Gemstones werden beidseitig des Fernsehers mit mindestens 1 m gegenseitigem Abstand aufgestellt. Möchte man die kleinen Boxen auf die ideale Ohrenhöhe heben, gibt es dazu von Bose separat erwerbbare Ständer.

Der Autor Christian Hunziker

Christian Hunziker ist Musiker mit Pro-Audio-Hintergrund und schreibt für avguide.ch Musikrezensionen mit Schwerpunkt Jazz. Seine Reihe «Oldies but Goodies» stöbert in Wiederveröffentlichungen und übersehenen Aufnahmen.

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