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TESTBERICHT
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Publikationsdatum
17. November 2008
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Die Popularität von Video ist ungebrochen. YouTube einerseits und die Aufnahmefunktionen in Camcordern, Fotoapparaten und mobilen Telefonen andererseits haben aus dem einstigen Hobby einiger weniger eine weit verbreitete Freizeitbeschäftigung gemacht.

Heute geht die Nachbearbeitung der Aufnahmen deutlich schneller von der Hand, dank der modernen Schnittprogramme mit erstaunlichen Ergebnissen, lassen sich doch Titel, Effekte, Musik oder Kommentare einfach einfügen.

Pinnacle Studio 12 hat gegenüber der Vorversion den Umgang mit Video noch einfacher, aber vor allem komfortabler gemacht. Dank neuer Funktionen und zusätzlicher Plug-Ins werden die Ergebnisse ansprechender.

Einfach und schnell

Der Aufbau des Programms bildet den Prozess der Nachbearbeitung mit den Schritten des Einspielens von Videomaterial, dessen Bearbeitung und der Erstellung eines Films direkt ab. Damit ist nicht nur die Struktur des Programms schnell erfasst, sondern jeder Arbeitsschritt erhält seine eigenen Funktionen.

Digitale Videoaufnahmen ab Band werden über Firewire eingespielt, Aufnahmen, die als Datei vorliegen werden direkt auf die Festplatte des Computers kopiert. Für die Überspielung analoger Aufnahmen braucht es eine DirectShow-kompatible Grafikkarte oder TV-Tunerkarte mit analogen Eingängen (Composite oder S-Video).

Bearbeitet werden können Videoaufnahmen, Fotos und der Ton. Dies erfolgt in der Timeline, wo auch Titel und Übergänge angeordnet werden.

Die mitgelieferte Auswahl an Titeln, Übergängen, Filtern und Effekten ist beeindruckend. Damit lassen sich individuell gestaltete Videos ohne grossen Aufwand erstellen. Wer mehr mag, kann eigene Titel erstellen und auch zusätzliche Effekte bei Pinnacle beziehen.

Weitere Features, die schnell ein abwechslungsreiches Video ermöglichen sind etwa die Animation von Fotos mit Schwenk und Zoom oder die Anpassung mitgelieferter Musiktracks an die Videolänge.

Ausgegeben können die fertigen Videos auf Band (analog oder digital) sowie auf Disc (Video-CD oder DVD) oder in eine Datei.

Für die Ausgabe auf DVD sind einfach zu gestaltende Menus vorgegeben für eine Navigation durch das Video.

Vom Mobiltelefon bis zur Blu-ray Disc

Lang ist die Liste der Dateiformate, die mit Studio 12 geschrieben werden können. Damit lassen sich Videos für ganz bestimmte Anwendungen bereitstellen.

Für den mobilen Einsatz bietet sich 3GP für Mobiltelefone ebenso an wie das Sony PSP kompatible Format.

MPEG-4 wird in verschiedenen Versionen unterstützt, so dass die Videos etwa DivX- oder iPod-tauglich gemacht werden können.

Für die Wiedergabe auf dem Computer oder im Internet stehen diverse Formate zur Verfügung, wie Real und Windows Media oder Flash.

Selbst die Ausgabe der Tonspur allein in eine Datei (WAV, MP3) wird unterstützt. Dies ist etwa bei der Aufnahme eines Konzertes oder eines Interviews sinnvoll.

Studio 12 wird in drei Versionen angeboten. „Studio 12 plus" und Studio 12 ultimate" ermöglichen die Bearbeitung und Ausgabe hochauflösender Videos.

Fertig gestellte AVCHD-Videos können als AVCHD-Disc auf eine normale DVD gebrannt werden, die auf Blu-ray Spielern wiedergegeben werden kann.

Zusatzfunktionen

Während sich Studio 12 in der Grundversion für die einfache Erstellung präsentabler Videos bestens eignet, bieten die beiden Versionen „plus" und „ultmiate" zusätzliche Funktionen an.

Hierzu gehören etwa eine zweite Videospur oder das Chroma-Keying, mit dem ein Bild in ein anderes eingestanzt werden kann.

Die „Ultimate"-Version kann zudem den Ton in Dolby Digital 5.1 codieren und enthält zusätzliche Tools, mit denen die Videos einen professionellen Touch erhalten (animierte Titel, Grafiktools, Übergänge und Effekte).

Neu in der Version 12 ist die erweiterte Unterstützung von HD-Formaten, so etwa JVC Full HD oder Sanyo Xacti.

Aber auch kleine Ergänzungen erhöhen den Komfort des Schnittprogramms gegenüber der Version 11, wie etwa die präzisere Audiokontrolle und der Masterregler oder die Möglichkeit, Albumseiten direkt anzuspringen, statt jedes Mal alle durchblättern zu müssen.

Fazit

Installieren und ab geht's. Pinnacle Studio 12 ist so einfach zu bedienen, dass ein Blick ins Handbuch nur bei speziellen Bearbeitungsschritten notwendig wird. Das meiste kann durch Ausprobieren erarbeitet werden.

Dennoch sind die Steuerungsmöglichkeiten sehr differenziert und präzise, so dass ein Video genau nach den eigenen Wünschen gestaltet werden kann.

Mit den vielen Effekten und Tools bleibt die Kreativität nicht bei der Videoaufnahme stehen, sondern setzt sich bis zum fertigen Film fort.

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