Die BS-403 ist in drei Gehäusevarianten erhältlich, in Schwarz, Weiss und Nussbaum.Diamonds are ...
... in diesem Fall nicht «for ever», sondern für eine bessere Steifigkeit der Membran verantwortlich. Bei Elac heisst dies AS-XR-Konus, welcher aus zwei Teilen besteht. Von vorne ist die konkave Diamant-Form aus schwarz eloxiertem Aluminium sichtbar, welche mit dem dahinterliegenden Papierfaserkonus verklebt ist. Beides zusammen ergibt eine sehr stabile resonanzarme Membran.
Oberhalb 2400 Hz wird der Treiber vom eingangs erwähnten AMT-Hochtöner abgelöst, der im Elac-Jargon JET-Hochtöner heisst. JET bedeutet Jet Emitting Tweeter, zu Deutsch: strömungsemitierender Hochtöner. Durch die gefaltete Membran wird rund fünfmal mehr Luft beschleunigt als dies von einer vergleichbaren Fläche sonst der Fall wäre. Dadurch sind die Klirrwerte der meisten AMT-Hochtöner sehr gering. Elac fertigt diese Hochtontreiber von Hand in Deutschland und beliefert mit einer speziellen Version auch die Autoindustrie.
Rund eine Viertelmillion Hochtöner haben die Kieler nach eigenen Angeben schon gefertigt – dank vorbildlichem Qualitätsmanagement mit geringster Ausfallrate. Der Vorteil der kompletten Inhouse-Fertigung liegt darin, dass Elac dadurch alle Prozesse selber im Griff hat. Zu viel Einblick in die Fertigungskunst lassen die cleveren Kieler allerdings nicht zu, da gibt es scheinbar Fertigungstechniken, die noch nicht Industriestandard sind.
Der Bassreflexkanal ist vorbildlich schön in den Aluminiumboden eingelassen und besitzt eine strömungstechnisch vorteilshafte Form. Diese vermindert Strömungsgeräusche bei hohen Lautstärken drastisch. Das Anschlussterminal besitzt vier Anschlüsse, was sowohl die Möglichkeit von Bi-Amping als auch Bi-Wiring offenlässt. Das Gehäuse besteht aus einem trapezförmigen MDF-Gehäuse, welches in seinem Inneren stehende Wellen vermindert. Zur Auswahl stehen ein schwarzer oder weisser Hochglanz-Lack sowie ein Echtholz Furnierkleid aus Nussbaum. Insgesamt wirkt der recht kompakte Regallautsprecher sehr edel und schön verarbeitet. Sein Gewicht von über 7 Kilo zeigt, dass man hier nicht gespart hat. All dies bietet schon mal eine gute Grundlage, damit es auch gut klingt.
JET-Hochtöner, handmade in Germany (arbeitet nach dem AMT-Prinzip von Oskar Heil).Wiedergabequalitäten
Auf der Oberseite des rechten Hörers gibt es diese Drehkrone mit Tastfunktion und eine zusätzliche Taste. Hält man die Kopfhörer nahe ans iPhone, öffnet sich die Konfigurationsanleitung automatisch. Betätigt man die Taste bis das Licht weiss blinkt, kann man in den Bluetooth-Einstellungen den AirPods Max wählen. Bei Geräten, die mit iCloud verbunden sind, erfolgt dann die Verbindung immer gleich automatisch.
Mit der Drehkrone regelt man die Lautstärke. Einmaliges Drücken bewirkt das Abspielen oder das Pausieren. Zweimaliges Drücken einen Titelsprung nach vorn und dreimaliges Drücken einen Titelsprung zurück. Drückt man etwas länger, dann meldet sich Siri für Sprachbefehle. Man kann auch «Hey Siri» sagen.
Die vordere Taste dient der Kontrolle der aktiven Geräuschunterdrückung. Es gibt drei Möglichkeiten: die aktive Geräuschunterdrückung ein oder aus und den Transparenzmodus. Ohne Geräuschunterdrückung ist man gegen Aussengeräusche schon sehr gut abgeschirmt. Mit Geräuschunterdrückung und OHNE Musik glaubt man, sich in einer anechoischen (schalltoten) Kammer aufzuhalten. Aktiviert man den Transparenzmodus, hört man seine Umgebung, als wären die Kopfhörer nicht da. Mit Musik und ANR aktiv hört man wirklich nur noch die Musik – und das macht den Unterschied auch bei geringfügigen Aussengeräuschen. Die Konfiguration der Bedienelemente und auch die Bedienung selbst lassen sich auch auf der Bedienoberfläche auf dem iPhone vornehmen.
Wenn man die Kopfhörer in das Smart Case versorgt, wird der Ruhezustand aktiviert und die Akkuladung geschont. Mit einem konventionellen Ladekabel mit Lightning Connector kann man die AirPods Max laden. In meinem Fall ging das recht schnell.
15-cm-Tiefmitteltöner mit starkem Antrieb und geschätzten +/-4 mm linearem Hub.Es stellt sich auch ab und zu die Frage, wie ein solch klassisches Lautsprecherkonzept gegenüber einem «All-in-One-Multiroom»-Lautsprecher abschneidet. Eine Vela BS-403 bietet zwar keine dynamischen Spielereien wie dies die DSP-gesteuerten Kollegen tun. Doch das massive Gehäuse der Elac macht sich deutlich bezahlt, die Verfärbungen sind dadurch sehr gering. Da können die «smarten» Kollegen aus Plastik nicht mithalten.
Mittels einem cleveren Streamingverstärker muss heute nicht auf eine dynamische Loudness verzichtet werden, da diese und ähnliche Funktionen solche Geräte teilweise auch beinhalten. Auch die Multiroom-Tauglichkeit ist gegeben, bieten doch die meisten Multiroom-Anbieter auch MR-Verstärker an, mit denen jedes konventionelle Lautsprecherpaar betrieben werden kann. Dann hat man das Beste aus beiden Welten.
Massives Bi-Wiring-Terminal und elegant im Aluminium-Fuss eingelassener Bassreflex-Kanal.Die Kieler Boxenschmiede ist weltweit bekannt. Seit Jahren setzen die Ingenieure von Elac in verschiedenen Lautsprecherserien die von ihrem Landsmann Oskar Heil erfundenen Air Motion Transformer im Hochtonbereich ein. Auch für die weiteren Frequenzen sind die Kieler alles andere als Durchschnitt. Die von der Form her an einen überdimensionalen Diamanten erinnernde Membran des Tiefmitteltöners weckt Neugier. Ist der Diamant auch eine Perle?
Wer Wert auf kunstvolle Handfertigung legt, sollte sich die Vela BS-403 bei einem Fachhändler vorführen lassen und bei Gefallen auch dort kaufen. Es ergibt durchaus Sinn, auch die grösseren Modelle der Vela-Serie anzuhören: Es sind drei Standmodelle verfügbar sowie für Heimkino-Fans auch ein Centerspeaker. Elac hat mit dem BS-403 einen angenehmen, eher hell abgestimmten Regallautsprecher entwickelt, der den Hörer ein gutes Stück in die virtuelle Klangwelt hineinversetzt. Die kleine Vela ist zudem in ein elegantes Gewand verpackt. In diesem Sinn ist die hübsche Kielerin eine echte Perle.
Der Paarpreis für die Standardversion liegt 2320 Franken bei und für die Variante in Nussbaum bei 2420 Franken.


