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Testbericht · Classé Audio · Endstufen

Heiss und kalt

Test Mono-Endstufen Classé Sigma Mono

Konventionelle Endstufen, ob Röhre oder Transistor, heizen ihre Umgebung mächtig auf. Nicht so die Class-D- Boliden Sigma von Classé. Und doch können die kühlen Kanadierinnen auch High-End-Fans ganz schön einheizen.

Von Lothar Brandt · · Seite 1 von 6
Design-Akzent: Die polierte Ausbuchtung in der Front gibt den Classé-Monoblöcken ein unverwechselbares Aussehen.
Design-Akzent: Die polierte Ausbuchtung in der Front gibt den Classé-Monoblöcken ein unverwechselbares Aussehen.

Schön, wenn Vorurteile mal so richtig kippen. Als avguide.ch die Monoblöcke Sigma Mono zum Test bat, da rechnete der Autor mit schwerem Gerät. Doch die im Paar 9200 Franken teuren Endstufen können mit einem Körpergewicht von gerade mal zehn Kilogramm pro Stück fast schon als mobil gelten, die lendenwirbelsäulenschädigende Hingabe vieler ihrer Artgenossen zur Erdanziehungskraft haben sie mal nicht. Und mit Aussenmassen von 44 mal 9,5 mal 37 Zentimeter zeigen sie sich fast schon zierlich.

Die Zeiten, sie ändern sich – das wusste Bob Dylan, inzwischen 75 Jahre jung, schon in den frühen 1960ern. Und was für die Zeiten gilt, das gilt offenbar auch für die HiFi-Technik. Und was für die HiFi-Technik gilt, gilt offenbar auch für Endstufen, und sogar für ihre Unterart, den Monoblock. Das waren und sind oft die zentnerschweren Kaliber, mit kochtopfgrossen Netztransformatoren, mit gewaltig auskragenden Kühlrippen für ganze Herden von Leistungstransistoren oder furchteinflössenden Schwermetallchassis für glühende Röhren; und selbstverständlich auch mit Gehäusen, deren Wandstärken sich eher in Zenti- denn in Millimetern messen.

Der Autor Lothar Brandt
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