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30. November 2002
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Kabelfernsehbetreiber in den USA schätzen Video-on-Demand-Services (VOD) als die Killer-Applikation für ihre Branche ein. Nach Jahren der leeren Versprechungen und Enttäuschungen sei VOD nun soweit durchzustarten, berichtet die New York Times. Time Warner Cable (TWC) will mit Jahresende seine 1,2 Mio. Abonnenten in New York, dem grössten Markt des Unternehmens, mit VOD-Services versorgen. Die Zeiten langweiliger TV-Programme sollen dann der Vergangenheit angehören. Persönliche Auswahl ist angesagt. Vor allem den Konkurrenten aus der Satelliten-TV-Branche soll VOD das Fürchten lehren.

Lust auf eine "Buffy"-Folge von vergangener Woche? Oder lieber "Friends", "Sex and the City" oder vielleicht den neuen Filmhit von Bruce Willis? Mit VOD alles kein Problem. Auch Unterbrechungen oder Vor- und Zurückspulen sind möglich. "Aus der Sicht eines Kabelnetzbetreibers braucht man eine Applikation, die dem Satelliten-TV eine Menge zahlender Abonnenten wegschnappt", erklärt Adi Kishore, Kabelanalyst bei der Yankee Group. Genau diese Anwendung ist VOD. Satelliten-TV kann diese Form von individualisiertem Fernsehen nicht anbieten. "Wir glauben wirklich, dass es ein deutlicher Wettbewerbsvorteil ist", so Mark E. Hess, Vizepräsident für Digital-TV beim US-Kabelnetzbetreiber Comcast.

Entscheidend ist die Auswahl an Inhalten bzw. Filmen, die nur so gross wie das Archiv des Anbieters ist. TWC bietet derzeit 1300 Stunden Programm in dieser Form an, was etwa zwei Monaten durchgehendem TV-Konsum entspricht. Die VOD-Dienste der US-Kabelanbieter sind laut NYT bereits technisch ausgereift. Die Betreiber haben bereits Milliarden in den Ausbau ihrer Kabelnetze gesteckt, um digitale Zwei-Weg-Kommunkation bieten zu können.
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