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4. Mai 2004
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Die Verlautbarung der Recording Industry Association of America (RIAA) derzurfolge in den USA viel mehr DVD-Audio verkauft würden als SACDs (unsere Ticker-Meldung vom 1. Mai) hat im SACD-Lager verständlicherweise einen Sturm der Entrüstung entfacht.

Denn tatsächlich sind im vergangenen Jahr in den USA etwa drei Mal so viele SACDs über die Ladentheken gegangen als DVD-Audio.

Jetzt hat die RIAA erklärt, wie sie zu den umstrittenen Daten gekommen ist: In einer Telefonumfrage wurden ca. 2900 Konsumenten in allen Teilen der USA gefragt, wie viele Discs sie kaufen, welche Art Musik sie bevorzugen und welchen Tonträger.

Auf die Frage, auf welchem Format sie ihre bevorzugte Musik kaufen, antworteten 87,8 Prozent "CD", die zweithäufigste Antwort war "DVD-Audio" mit 2,7 Prozent. Die SACD kam in dieser Umfrage mit 0,5 Prozent hinter "Musikvideos und DVD-Video" auf den 7. Platz.

Den enormen Unterschied zwischen dem Umfrageergebnis und den tatsächlichen Verkaufszahlen kann man sich nur damit erklären, dass einerseits die Mehrheit der befragten "DVD-Audio"-Käufer diese mit der DVD-Video verwechselt haben und dass auf der anderen Seite eine Vielzahl von "CD"-Käufern gar nicht bemerkt hat, dass sie tatsächlich eine Hybrid-SACD gekauft hatten.

Da bleibt in beiden Lagern also noch sehr viel Aufklärungsarbeit zu leisten.

Und wir erinnern uns an Winston Churchill: Trau keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast.
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