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21. Juni 2002
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Täglich werden zwischen 400.000 und 600.000 Filme illegal aus dem Internet heruntergeladen. Dies bedeutet eine Steigerung um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr, berichtet das Marktforschungsinstitut Viant in seinem aktuellen "Copyright Crusade Report II". In erster Linie wird demnach File-Sharing via Usenet, IRC, Gnutella und FastTrack für die illegale Verbreitung von Kinofilmen genutzt.

Als wahre Zugpferde für den Anstieg der Online-Piraterie haben sich die beiden grossen Kino-Blockbuster dieses Sommers, "Spider-Man" und "Star Wars: Episode II – Attack of the Clones", erwiesen: Nach dem ersten Auftauchen dieser beiden Filme im Internet erhöhte sich der Zahl der User, die gleichzeitig versuchten, Filme aus dem Web runterzuladen, laut Viant auf neun Mio. Zu Spitzenzeiten loggten sich mit 2,5 Mio. Usern rund fünf Mal so viele Nutzer zum Internet Relay Chat ein wie normalerweise. Von den rund zehn Mio. Usern, die Bootleg-Kopien von "Star Wars" oder "Spider-Man" im Netz gesucht haben, konnten laut der Studie allerdings nur zwei bis drei Mio. auch tatsächlich vollständige Dateien auf ihre Computer laden.

Illegale Film-Downloads machen vor allem den USA zu schaffen, in denen es den weltweit höchsten Anteil an den dafür notwendigen Breitbandzugängen. Die Motion Picture Alliance of America (MPAA) macht Online-Piraterie für den Verlust von rund drei Mrd. Dollar an Umsätzen verantwortlich.
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