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9. Oktober 2001
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Der Online-Musikanbieter MusicNet hat eine Testversion seiner neuen Multimedia-Tauschsoftware an 500 US-amerikanische Journalisten, Analysten und einige ausgewählte Probekunden versandt. Wie der Informationsdienst CNet berichtet, bereitet sich das Unternehmen damit auf den kommerziellen Start seines kostenpflichtigen Musik-Portals vor.

Die Benutzeroberfläche des Download-Programms soll sehr an das Aussehen der einstigen Gratis-Tauschplattform Napster erinnern. Laut CNet ist es möglich, im Fundus der beteiligten Plattenverlage nach Titel, Album, Künstlername, Genre oder Veröffentlichungsdekade zu recherchieren. Die Auswahl an Titeln sei riesig, jedoch längst nicht so groß wie bei den Label-unabhängigen Plattformen wie Napster oder MusicCity. Die Tester von MusicNet können bis zu 99 Musiktitel auf die Festplatte herunterladen. AOL und RealNetworks wollen durch das Download-Verhalten wichtige Erkenntnisse darüber erlangen, zu welchem Monatspreis ein MusicNet-Dienst auf den Markt kommen soll.

Bei MusicNet handelt es sich um ein Joint Venture der Plattenverlage AOL Time Warner, Bertelsmann und EMI mit dem Streaming-Experten RealNetworks. Am Konkurrenz-Portal Pressplay sind Sony und Vivendi Universal beteiligt.