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12. November 2002
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Die fünf grössten Hollywood-Studios (MGM, Paramount, Sony Pictures, Warner Bros, Universal Pictures) haben den Start ihres Video-on-Demand-Projekts via Internet Movielink für die USA angekündigt. Wie die New York Times berichtet, ist Movielink somit der erste "legale" Anbieter von Filmen über das World Wide Web. "Movielink ist ein rechtlich einwandfreier Absatzmarkt für Spielfilme und soll eine Alternative zu Piraten-Communities darstellen", so James B. Ramo, Movielink-CEO. Ob Filminteressierte allerdings auf das Konzept ansprechen werden ist unklar. "Unsere Erwartungen sind bescheiden", meint Yair Landau, President of Sony Pictures Digital Entertainment.

Derzeit werden über Movielink ausschliesslich Filme angeboten, die bereits monatelang in Videotheken erhältlich waren. Der Preis für einen Spielfilm soll zwischen 2,99 Dollar bis 4,99 Dollar betragen. Laut Vertreibern liegt die Download-Zeit zwischen 20 Minuten und vier Stunden, abhängig von der Internet-Verbindung des Users. Der Kunde hat dann rund 30 Tage Zeit den Film anzusehen, danach verschwindet er wieder von der Festplatte. Eine speziell entwickelte Technologie von Microsoft und Real Networks soll der missbräuchlichen Vervielfältigung entgegenwirken.

Movielink wurde vom kalifornischen Video-on-Demand-Anbieter Intertainer wegen Wettbewerbsverletzung geklagt. Gleichzeitig steht dem Joint Venture eine kartellrechtliche Prüfung ins Haus. Auch die derzeitige Marktsituation stellt sich Movielink entgegen. Kabel- und Satellitenanbieter bewerben gerade aggressiv ihre eigenen Video-on-Demand-Angebote.
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