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19. Dezember 2002
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Der Medienkonsum in Deutschland ist in den vergangenen 20 Jahren um fast 45 Prozent oder gut zweieinhalb Stunden gestiegen. Verbrachten die Menschen 1980 im Schnitt 346 Minuten am Tag mit fernsehen, Radio hören, Zeitung lesen oder anderen auditiven und visuellen Medien, so waren es im Jahr 2000 502 Minuten am Tag. Dabei dominieren trotz neuer Medientechnologien weiterhin Fernsehen und Radio den Medienalltag der Menschen. Dies sind Ergebnisse aus der kürzlich veröffentlichten Publikation "Massenkommunikation VI", die die Befunde der bisherigen acht Erhebungswellen der ARD/ZDF-Langzeitstudie zur Mediennutzung und Medienbewertung zusammenfasst.

Die Studie der ARD/ZDF-Medienkommission wird seit 1964 regelmäßig durchgeführt und ist damit weltweit die einzige Repräsentativstudie, die die Mediennutzungsgewohnheiten im Intermediavergleich über einen derart langen Zeitraum ermittelt.

Am liebsten sehen die Deutschen fern: Nach wie vor würden sich die meisten (45 Prozent) für das Fernsehen entscheiden, wenn sie nur noch ein Medium behalten dürften. Im Langzeitvergleich ist die Sehdauer mit 185 Minuten im Jahr 2000 (1980: 125 Minuten) deutlich gestiegen. Die Bindung an die Tageszeitung blieb relativ stabil, wenn auch auf niedrigerem Niveau als bei Fernsehen und Hörfunk. Von der insgesamt höheren Mediennutzung kann die Zeitung nicht profitieren: Auf die tägliche Zeitungslektüre entfallen im Jahr 2000 30 Minuten (1980: 38 Minuten).

Die Bindung an das Internet in der Gesamtbevölkerung ist jedoch vergleichsweise gering. Allerdings nutzen es bereits mehr als zehn Prozent der Bundesbürger täglich. Und ein Drittel der täglichen Nutzer würden es als liebstes Medium auch behalten wollen.
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