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24. März 2002
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Die geplante Fusion von KirchMedia und der ProSiebenSat.1 Media AG fällt endgültig der Finanzkrise der Kirch-Gruppe und der anhaltenden Rezession zum Opfer. Das im September 2001 angekündigte Fusionsvorhaben werde nicht mehr weiterverfolgt, heißt es in einer Aussendung der beiden Unternehmen. Die beiden Medienkonzerne sind demnach zu der Auffassung gelangt, dass sich eine Fusion angesichts des "gesamtwirtschaftlichen Umfeldes und der gesamtwirtschaftlichen Situation der Kirch-Gruppe auf absehbare Zeit nicht durchführen lässt." Einsparungspotenziale, die sich im Laufe der Fusionsvorbereitungen gezeigt haben, würden im Rahmen der weiter bestehenden Kooperation nach Möglichkeit realisiert.

Die Kirch-Gruppe befindet sich derzeit in erdrückenden finanziellen Turbulenzen, die sogar das Weiterbestehen des Konzerns gefährden könnten. Die ProSiebenSat.1 Media AG ist – trotz Gewinneinbruch im Vorjahr – immer noch ein gewinnbringender Teil der Gruppe. KirchMedia vereint das Kerngeschäft FreeTV, Rechtehandel und Produktion. Die beiden Unternehmen sollten zu einem der größten börsennotierten Medienkonzerne verschmolzen werden. Bereits Ende Februar wurde die Fusion, die für Juni geplant war, auf unbestimmte Zeit verschoben. Die ambitionierte Fusionsstrategie wird nun endgültig fallen gelassen.
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