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26. Januar 2002
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Hewlett-Packard hat nach eigenen Angaben zusammen mit der University of California (UCLA) einen entscheidenden Durchbruch in Richtung Nano-Chips erzielt. Die Methode ermöglicht es billig, komplexe Logik-Chips auf molekularer Ebene zu bauen. Die zum Patent angemeldete Technologie könnte innerhalb einer Dekade Silizium-Chips ersetzen, heißt es in einer Aussendung des Konzerns. Die Forschungsarbeit wird vom US-Verteidigungsministerium unterstützt.

Die Entwicklung von Philip Kuekes und Stanley Williams sowie James Heath von UCLA basiert auf mehreren Patenten, die das Unternehmen und die Universität bereits in den vergangenen Jahren angemeldet haben. Diese Entwicklungen bewiesen die Machbarkeit von Logik-Bausteinen im Nano-Bereich. Der Nano-Chip basiert auf einer Gitterstruktur aus molekularen Drähten die durch elektronische Schalter verbunden sind, die jeweils ein Molekül stark sind. "Das Problem hier ist, dass die elektronischen Signale im Gitter sich gegenseitig stören", erklärte Williams.

Als Lösung "schnitten" die drei Wissenschafter die Drähte mit geringen elektronischen Ladungen in kleinere Bereiche und fügten Isolatoren an den Kreuzungspunkten ein. Williams vergleicht diesen Prozess mit dem Einführen von Verkehrsampeln in das Straßennetz einer Stadt um das Netz in kleinere Bereiche aufzuteilen, die unabhängig von einander operieren und nur über großen Straßen miteinander verbunden sind. Damit lässt sich der Fluss von Elektronen innerhalb des Gitters kontrollieren und jedem Bereich eine eigene Aufgabe zuweisen. Ein Chip kann so mehrere Aufgaben gleichzeitig lösen und komplexe Probleme bewältigen.
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