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5. Januar 2002
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Die CD-Verkäufe in den USA sind im Jahr 2001 erstmals seit zehn Jahren rückläufig. Im vergangenen Jahr wurden um drei Prozent weniger Musikalben verkauft als im Jahr zuvor.
Die CD-Verkäufe in den USA sind im Jahr 2001 erstmals seit zehn Jahren rückläufig. Im vergangenen Jahr wurden um drei Prozent weniger Musikalben verkauft als im Jahr zuvor, berichtet die BBC. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 763 Mio. Musikalben verkauft (2000: 785 Mio.). Gründe für die Verkaufsrückgänge werden in der schwachen Wirtschaft, dem Kopieren von CDs, Internet-Tauschbörsen sowie anderen populären Unterhaltungsangeboten gesehen.

"Der Markt ist fragmentiert, weil mehr Geld für Unterhaltung in anderen Bereichen wie Videospiele ausgegeben wird", sagte der Entertainment-Anwalt Jay Cooper. "Es gibt aber auch einen starken Einfluss der schwachen Wirtschaftslage und der kostenlosen Online-Services." Die Musikindustrie sieht die Hauptgefahr für ihre Verkäufe nach wie vor in Napster-ähnlichen Online-Tauschbörsen. Eine Umfrage der Musikunternehmen stellte fest, dass die Hälfte der Befragten schon einmal Musik vom Internet geladen hat, wobei 70 Prozent davon schon einmal Musik auf CD gebrannt haben. Die Recording Industrie Association of America RIAA sieht diese Gefahr auch durch die Preisvergleiche mit anderen Unterhaltungsangeboten bestätigt. Der durchschnittliche Preis einer CD in den USA stieg in acht Jahren von 13,14 Dollar (14,66 Euro) auf 14.02 Dollar (15,64 Euro). Das bedeute bei Berücksichtigung der Inflation seit 1993 eine Preisreduktion von 12 Prozent, rechnet die RIAA vor. Im Vergleich mit Konzerten, Kino, Theater, Sporttickets, Büchern, Kabel-TV und Video-Leihkassetten sei das eine günstige Preisentwicklung.

In den USA werden weltweit 40 Prozent aller CDs verkauft. Die meisten anderen Märkte mussten laut BBC ebenfalls Rückgänge bei den Verkäufen verzeichnen. Ein Wachstum der Verkaufszahlen gab es in Großbritannien und Frankreich.
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