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8. Januar 2003
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Der heute 19-jährige Jon Johansen, Entwickler der DeCSS-Siftware ist von einem norwegischen Gericht freigesprochen worden. Das Programm hatte er mit 15 Jahren entwickelt. Es umgeht das Content Scrambling System (CSS), mit dem die Daten auf der DVD verschlüsselt werden.

Die Motion Picture Association (MPA) hat gegen Johansen ein Verfahren angestrengt mit der Begründung, das unerlaubte Kopieren sei Diebstahl.

Johansen argumentierte, er hätte das Programm entwickeln müssen, um die DVDs, die er gekauft hatte, auf seinem Linux-Rechner überhaupt anschauen zu können. Damals hätte es noch keine DVD-Software für Linux gegeben.

Er meinte, er müsste die DVD anschauen können, wie er wollte, da er deren Besitzer sei. Das Gericht folgte dieser Argumentation der fairen Nutzung des Eigentums.

Das Gericht befand weiter, dass es keine Beweise gebe, dass Johansen odere andere DeCSS für illegale Zwecke benutzten. Auch gäbe es keine Beweise, dass Johansen das illegale Kopieren fördern wollte.

Ebenso stellte das Gericht fest, dass es nicht illegal sei, DeCSS zu benutzen, um legal erworbene DVDs anzuschauen.

Johansen ist inzwischen zum Symbol für Hacker geworden, die meinen, die Entwicklung eines Programms wie DeCSS sei nicht Diebstahl, sondern Ausübung intellektueller Freiheit.
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