23. Juni 2018 | seit 1999
NEWS
ARTIKEL
Publikationsdatum
2. März 2001
Drucken
Teilen mit Twitter
Das Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen (ISS-A) http://www.iis.fhg.de hat eine Software entwickelt, die digitale Wasserzeichen in MP3-Dateien integriert. Wie Gerhard Moser, Press Officer der Audioabteilung erklärte, werden Zusatzdaten in das Audiosignal eingebracht. Diese Daten sind dann Bestandteil der akkustischen Domäne, wenn auch unhörbar. Das Mikrofon wird an einen Watermarkdecoder angeschlossen, der die Daten decodiert.

Anhand des integrierten Watermarks haben Anbieter die Möglichkeit, den Weg ihrer Daten zu verfolgen und ihr intellektuelles Eigentum zu schützen. Die Einsatzgebiete erstrecken sich von der Unterhaltungselektronik über die Werbeforschung bis hin zum Kopierschutz. So könnte die Industrie den Watermarkdecoder in Form eines Chips bauen, der in Mobiltelefone integriert werden kann. Der Nutzer, der ein mit dem Watermark gekennzeichnetes Lied hört und den entsprechenden Titel wissen will, würde nur auf das Watermark zu klicken brauchen. In der Werbeforschung könnten die Werbetreiber verfolgen, wie häufig Werbeslogans gehört wurden. Die Software eignet sich darüber hinaus für den Kopierschutz. Mittels der integrierten Kundennummer kann die Spur der Dateien im Netz verfolgt und die Verletzung des Urheberrechts auf diese Weise aufgedeckt werden.

IIS-A wird die Software auf der CeBIT vorstellen. Das Erlanger Fraunhoferinstitut hatte zuvor das Komprimierungsverfahren MP3 entwickelt. Das Forschungsinstitut hat sich auf das Audiocoding spezialisiert und entwickelt mikroelektronische Stromkreise, Geräte und Systeme für komplette Industrielösungen.
Wettbewerb