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22. April 2002
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Die Bell Labs des US-Telekommunikationskonzerns Lucent Technologies melden einen Durchbruch bei UMTS-Chips. Das jetzt vorgestellte Design soll die Kapazität von Mobilfunknetzen der dritten Generation um bis zu zehn Prozent erhöhen. Der Prozessor wurde von einem australischen Team zusammen mit Lucents Mobility Group entwickelt.

Der vorgestellte Codec-Chip kann erstmals sowohl Sprach- wie auch Datenkommunikation codieren und decodieren. Der Prozessor für Netzwerk-Basisstationen benötigt damit weniger Energie als bisherige Installationen mit zwei Chips. Gleichzeitig unterstützt der Decoder nach Angaben von Lucent mehr Daten- und Sprach-Verbindungen als vergleichbare Lösungen auf dem Markt. Ingesamt können so bei vollem Datendurchsatz bis zu zehn Prozent mehr Benutzer pro Basisstation unterstützt werden.

"Mit unserer langen Erfahrung in Coding-Methoden für 3G-Mobilfunkstandards haben wir die Messlatte für die Effizienz von Basisstationen angehoben", erklärte Chris Nicol, Leiter der Bell Labs Australia. Die Technologie soll diesen Sommer in Lucents Flexnet OneBTS-Basisstation für UMTS-Anbieter auf den Markt kommen. Lucent hat bereits Lizenzen an Handy- oder Infrastrukturhersteller vergeben.
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