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19. Februar 2002
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Apple hat im Rahmen einer Pressekonferenz QuickTime 6, das über eine eingebaute MPEG-4-Unterstützung verfügt, vorgestellt. Die neueste Version der Videosoftware wäre zwar laut Apple zur Veröffentlichung bereit, wird aber vom Unternehmen bis auf weiteres zurückgehalten, da man mit den Lizenzbedingungen für MPEG-4 nicht zufrieden ist.

Gemäß den Vorstellungen der MPEG-LA, der größten Gruppe von MPEG-4 Patent-Inhabern, sollen nicht nur Hersteller von MPEG-4-tauglichen Video-Decodern Lizenzgebühren abführen, sondern auch Contentanbieter, die MPEG-4-Videos streamen wollen. Apple sei durchaus bereit, vernünftige Lizenzgebühren für die MPEG-4-Tauglichkeit von QuickTime 6 zu bezahlen, glaubt jedoch nicht, dass sich das sich das Format durchsetzen kann, wenn Content-Provider ebenfalls Zahlungen leisten müssen, heißt es in einer Unternehmensmitteilung.

Sobald hingegen die Lizenzbestimmungen dahingehend verändert wurden, dass das Streamen von MPEG-4-Videos kostenlos ist, stehe dem großen Erfolg des Formates nichts mehr im Wege, so Apples Marketingvizepräsident Philip Schiller. "MPEG-4 ist das beste Streamingformat, das im Netz verfügbar ist und QuickTime 6 die erste vollwertige MPEG-4-Komplettlösung“, zeigt sich Schiller versöhnlich.
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