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Musikrezension · Thomas Enhco

Klangstarke Transformation

«Mozart Paradox» verschmelzt Jazz und Klassik

Von Fritz Fabig · · Seite 2 von 2

Aufnahme

Die 24-Bit/96-kHz-Aufnahme des Labels Masterworks ist makellos, klanglich transparent und tonal beeindruckend. Besonders die tiefen Lagen des Flügels geben dem gelungenen Klangbild einen prägnanten Charakter.

Die Spektralanalyse zeigt eine rauschfreie, tonal ausgewogene 24/96-Aufnahme ohne Artefakte. Das Frequenzspektrum des Flügels reicht bis knapp 20 kHz, typisch für einen Flügel.Die Spektralanalyse zeigt eine rauschfreie, tonal ausgewogene 24/96-Aufnahme ohne Artefakte. Das Frequenzspektrum des Flügels reicht bis knapp 20 kHz, typisch für einen Flügel.
Durchwegs hervorragende Dynamikwerte (Laut/Leise-Umfang, Unterschied). Hier wurde nicht mit Dynamikkompression unnötiger Druck, einhergehend mit Detailverlusten, gemastert.Durchwegs hervorragende Dynamikwerte (Laut/Leise-Umfang, Unterschied). Hier wurde nicht mit Dynamikkompression unnötiger Druck, einhergehend mit Detailverlusten, gemastert.

Der Flügel ist breit auf der Lautsprecherachse abgebildet. Links die tiefen, rechts die hohen Tonlagen und somit eine Abbildung der rund 88 Tasten/Töne des Flügels nahtlos zwischen dem linken und dem rechten Kanal. Man nimmt somit die Hörposition des Pianisten ein. Ein starker Kontrast zum Klangbild, welches Hörer im Konzertsaal wahrnehmen, die seitlich vom Flügel und mehrheitlich ausserhalb des Hallradius sitzen, mehrere Meter vom Flügel entfernt.

Ein einleuchtendes Beispiel, warum man bei Heimwiedergabe das Klangbild im Konzertsaal nicht als Massstab für die Wiederqualität eines guten Audiosystems nehmen sollte. Es sind schlichtweg zwei unterschiedliche Arten, Musik zu hören und zu erleben. Im Saal kann es nie so klingen wie zu Hause und umgekehrt. Beide Hörsituationen haben völlig andere Grundvoraussetzungen, Zielsetzungen, Umgebungsvariablen und Herangehensweisen zur Musik. Birne und Apfel sind da einander ähnlicher.

Die Mikrofonpositionierung einer Enhco-Aufnahme zeigt, wie die beiden Mikrofone parallel zur Klaviatur aufgestellt sind und so die Tonlagen auf der Lautsprecherachse abbilden.Die Mikrofonpositionierung einer Enhco-Aufnahme zeigt, wie die beiden Mikrofone parallel zur Klaviatur aufgestellt sind und so die Tonlagen auf der Lautsprecherachse abbilden.
Album
Albumtitel«Mozart Paradox»
HerkunftFrankreich
LabelMasterworks/Sony Music
Erscheinungsdatum6.6.2025
Spieldauer8:20 m/s
TonformatFLAC 24Bit/96 kHz – Stereo
AufnahmedetailsAufnahmeort: Gil Evans Studio, Amiens, 7-8.9.2024
Tonmeister: Benjamin Ribolet
Mastering: Raphaël Jonin
MediumDownload/Streaming/CD
BezugsquellenQobuz
Musik 10 Klang 10
Der Autor Fritz Fabig

Fritz Fabig ist passionierter Musikliebhaber mit Schwerpunkt in der Klassik-Epoche. Nach einer elektrotechnischen Ausbildung und Management/Marketing Weiterbildung erfolgte ein Wechsel in die Audio Branche. Beinahe zwei Dekaden war Fritz Fabig Geschäftsführer der B&W Group Schweiz. Seit Ende 2021 ist er als freischaffender Berater tätig.

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