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Publikationsdatum
28. Juni 2004
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Videorecorder sind unentbehrliche Helfer im Unterhaltungs-Alltag. Sie befreien vom starren Programmschema durch zeitversetztes Fernsehen, tragen zum Aufbau einer Filmsammlung oder eines Archivs mit eigenen Videoaufnahmen bei.

Aktuelle Videorecorder arbeiten nicht mehr mit analogen Kassetten, sondern sie zeichnen digital auf Disk - DVD oder Harddisk - auf. Damit verbunden sind benutzerfreundliche Verbesserungen in der Bedienung und eine markante Erhöhung der Speicherkapazität.

Das Sortiment an DVD-Recordern wächst stetig. Bereits sind Modelle erhältlich, die deutlich unter 1000 Franken kosten. Selbst komplette Heimkinosysteme haben einen DVD-Recorder integriert.

Einfache Bedienung dank Bildschirmmenu

Dank bildschirmorientierter Bedienung fällt die Handhabung der DVD-Recorder bei der Programmierung, der Aufnahme und der Wiedergabe leicht.
DVD-Recorder und Harddisk-Recorder boomen: zweistellige Zuwachsraten sind angesagt. Grund dafür ist der jedem und jeder sofort einleuchtende „User-Benefit“, der Zusatznutzen gegenüber dem konventionellen Video-Cassettenrecorder (VCR). Kein langes Spulen zum Aufsuchen einer gewünschten Stelle, sondern direktes Anspringen einzelner Titel wie bei der Audio-CD, Anzeige des Inhaltes auf dem Bildschirm nicht nur mit Titel, sondern auch mit Minibild sowie nachträgliches, einfaches Bearbeiten der Aufnahmen, auch eigener Videos.

Trotz vieler zusätzlicher Möglichkeiten ist die Bedienung dieser neuen Videorecorder einfacher geworden. Durchdachte Bildschirmmenus erklären sich mit eingeblendeten Erläuterungen selbst. Die Verwaltung des freien Speicherplatzes übernimmt der Recorder. Damit ist die Gefahr gebannt, versehentlich eine Aufnahme zu überspielen. Und die Aufnahmeprogrammierung gelingt zum ersten Mal ohne Bedienungsanleitung.

Drei Aufnahmesysteme

Einfaches Schneiden von eigenen Videos und von TV-Aufnahmen (z.B. entfernen der Werbung) erlauben den Aufbau eines ordentlichen Archivs.
Für die Aufnahme benutzen DVD-Recorder eines der drei unterschiedlichen Verfahren DVD-RAM, DVD-RW und DVD+RW. Für den Endkonsumenten hat dies jedoch keine spürbaren Nachteile.

Er kann die Aufnahmen mit dem von ihm gewählten System – DVD-RAM, DVD-RW oder DVD+RW – jederzeit auf seinem Gerät wiedergeben. Für einen Austausch unter Kollegen zeichnet er auf einer einmal beschreibbaren DVD-R auf, die auch Recorder eines anderen Systems lesen können. Selbst viele DVD-Spieler geben die DVD-R wieder.

Da die DVD-R günstiger als die mehrmals beschreibbare DVD ist, wird sie meist auch für die Archivierung von Aufnahmen verwendet. Zusätzliche Flexibilität bieten Recorder, die mit zwei Aufnahmenverfahren umgehen können.

Erhöhte Speicherkapazität dank Festplatte

Die Festplatte eröffnet neue Möglichkeiten: mehr Aufnahmekapazität, grössere Flexibilität, weniger laufende Kosten. Ins DVD-Archiv kommt nur Ausgewähltes.
Der grosse Renner bei den neuen Videorecordern sind DVD-Recorder mit integrierter Festplatte. Sie sind wahre Multitalente.

Einerseits nehmen sie – abhängig von der wählbaren Aufnahmequalität – über 100 Stunden Fernsehsendungen auf die Harddisk auf, ohne dass man DVD-Rohlinge kaufen muss.

Andererseits können ausgewählte Sendungen fürs Archiv oder für den Austausch auf DVD überspielt werden. Dabei können Werbeunterbrechungen herausgenommen beziehungsweise übersprungen werden. Möglich ist gar die Gestaltung eines Szenenmenus, wie von der DVD-Video bekannt.

Zeitversetztes Fernsehen

Aufnehmen und gleichzeitig wiedergeben können DVD-Recorder die gerade Aufgenommene oder auch eine andere Sendung. Damit löst sich Fernsehen vom Programmschema.
Eine Sendung aufnehmen und später wiedergeben, das können Videorecorder auch, allerdings nicht so bequem wie DVD-Recorder. Ist der Schreib- und Lesevorgang jedoch schnell genug, wie bei DVD-Recordern mit Harddisk und bei DVD-RAM-Recordern, kann gleichzeitig aufgenommen und wiedergegeben werden. Hier beginnt die neue Dimension des zeitversetzten Fernsehens.

So läuft die Aufzeichnung des Fussballspiels weiter, auch wenn das Foul wieder und wieder angeschaut wird. Anschliessend, wenn man sich einig ist, dass der Schiedsrichter falsch entschieden hat, kehrt man zum aktuellen Spiel zurück.

Dabei muss man auf die verpassten Szenen nicht verzichten. Einige DVD- und Harddisk-Recorder erlauben ein Aufholen bis zum aktuellen Spielgeschehen. Die in der Zwischenzeit aufgezeichneten Szenen werden mit leicht erhöhter Geschwindigkeit, aber klarem, unverzerrtem Bild wiedergegeben, bis der Live-Moment erreicht ist.

Mehr als TV

Eigene Videos ab Camcorder oder Fotos ab Speicherkarte: DVD-Recorder erlauben je nach Ausstattung mehr als nur Fernsehsendungen aufzuzeichnen.
Selbstverständlich geben die DVD-Recorder auch die vorbespielte DVD wieder, können also mit Dolby Digital- und DTS-Surround-Ton ins Heimkino integriert werden. Zudem haben sie einen Fernsehempfänger eingebaut und geben die Audio-CD wieder. Viele spielen MP3-Musik ab und geben Bild-CDs wieder.

Mit den Editierfunktionen lassen sich auch die eigenen Videos auf einfache Art bearbeiten und anschliessend auf die DVD-R archivieren. Verfügt der DVD-Recorder über einen i-Link-Eingang können die eigenen Videoaufnahmen ab DVCamcorder verlustfrei digital überspielt werden.

Einige von ihnen haben gar einen Leser für Speicherkarten, was die Wiedergabe und Abspeicherung von digitalen Fotos oder MPEG-4-Filmen erlaubt: echte Multimedia-Maschinen.

Marktübersicht

Im Produktfinder von avguide.ch sind sämtliche DVD-Recorder mit ihren Eigenschaften aufgelistet. Zum direkten Vergleich lassen sich einzelne Modelle auswählen und einander gegenüberstellen. Für zusätzliche Informationen ist jeweils der Link zum Hersteller angegeben.
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