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Publikationsdatum
12. Juni 2006
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Hybridfernseher nennt JVC die beiden Modelle HD-70ZR7 und HD-56ZR7. Damit soll der Begriff Rückprojektor vermieden werden, denn die beiden Geräte gehören vom Bild her in eine andere Kategorie.

Das Bild ist nicht nur sehr gross – 178 cm beziehungsweise 142 cm Bilddiagonale – es ist auch hochauflösend (720p, 1080i darstellbar), kontrastreich und zeigt kräftige, leuchtende Farben, die nicht überzeichnen und somit einen natürlichen Bildeindruck hervorrufen.

Erzeugt wird das Bild durch Rückprojektion in D-ILA-Technologie, die JVC für seine Grossprojektoren entwickelt hat. Diese werden selbst in Kinos eingesetzt, wo sie Schrittmacher für das elektronische Kino sind (siehe den Report
Elektronisches Kino ).

Gegenüber der Plasma-, LCD- oder DLP-Technik liefert die D-ILA-Technologie eine höhere Lichtausbeute, was nicht nur zum leuchtkräftigen Bild führt, sondern auch den Energieverbrauch gegenüber vergleichbaren Systemen reduziert.

Lichtreflexion

Die leistungsstarke Lampe erzeugt das helle Bild. Sie hat eine hohe Lebensdauer von 8000 Stunden und kann vom Anwender selbst mit drei Handgriffen gewechselt werden.
Die höhere Lichtausbeute ist möglich, weil das Licht nicht wie bei einem LCD-Bildschirm die Flüssigkrisalle passieren muss, sondern von ihnen reflektiert wird.

In der LCOS (Liquid Crystall on Semiconductor – Flüssigkristalle auf einem Halbleiter) genannten Technik, auf der D-ILA beruht, sind die Flüssigkristalle auf die reflektierende Silikonschicht eines CMOS-Chips aufgebracht.

Da die Steuerelektronik im Chip untergebracht ist, werden keine Schalttransistoren in der Ebene der Flüssigristalle benötigt, wie dies beim LCD-Fernseher oder –Projektor der Fall ist.

Dadurch sind die Bildelemente viel kompakter beieinander, und das Bild zeigt auch bei Betrachtung aus nächster Nähe praktisch keine Pixelstruktur. Dies erweist sich bei den Rückpros im Wohnzimmer als Vorteil, denn das Bild wird so homogener.

Näheres zur LCOS-Technik findet sich im Beitrag: Neues Projektionsverfahren: Liquid Crystal on Silicon.

3-Chip-Technik

Dank der 3-Chip-Technik kann jedes Bildelement in den drei Grundfarben gesondert dargestellt werden.
Durch die Reflexion des Lichtes auf dem Chip ist eine Lichtstärke von 900cd/m2 erreichbar. Die beiden Rückprojektoren können denn auch problemlos im hellen Raum eingesetzt werden.

Das Bild bleibt leuchtkräftig und kontrastreich. Nicht nur Filme auch Games entfalten so selbst bei Tageslicht ihre volle Wirkung.

Doch damit nicht genug. Um den maximalen Detailreichtum und nuancierte Farben wiedergeben zu können, hat JVC die beiden Geräte mit drei Chips ausgestattet, je einen für die Farben Rot, Grün und Blau.

Mit 1280 x 720 Bildpunkten pro Grundfarbe erzielen die Rückpros einen enormen Farbenreichtum bei hohem Kontrastumfang. Dank der Reaktionszeit von nur 2,5 ms bleiben die Bilder auch bei schnellen Bewegungen (Sport, Games) prägnant.

Zudem wird das Bild mit der JVC eigenen D.I.S.T.-Technologie aufgearbeitet. Sie rechnet normal aufgelöste Bilder aufs HD-Format um und optimiert sie bei der Darstellung von Details und Farbübergängen.

TV oder Heimkino?

2 x 10 Watt bietet das integrierte Audiosystem über die beiden elegant im Rahmen untergebrachten Lautsprecher.
Trotz der imposanten Bildgrösse ist der HD-70ZR7 nur 60 cm tief, der HD-56ZR7 gar nur 44 cm. Beide lassen sich somit in der Stube aufstellen, zumindest in einer Stube, in der es auch Platz für eine Leinwand hätte.

Von der Ausstattung her eignen sich die beiden Rückpros mit dem HD ready-Label sowohl als TV-Gerät wie auch als Display in einem Heimkino der gehobenen Klasse.

Für den TV-Betrieb sind beide Modelle mit Komfortfunktionen ausgestattet, wie Bild-im-Bild-Funktion für die gleichzeitge Wiedergabe eines Fernseh- und eines über eine externe Quelle angeschlossenen Bildes, Multi-Index für 12 Bilder oder Dual Screen-Modus für die gleichberechtigte Anzeige von Teletext und Fernsehbild.

Auch der Ton mit 2 x 10 Watt, 3D-Sound und BBE-Soundsystem wirkt schon eindrücklich und einigermassen räumlich.

Beim Einsatz im Heimkino entfalten die beiden Rückpros aber erst ihr volles Potenzial. Das Bild kann sowohl über Komponenten- als auch HDMI-Anschluss eingespeist werden. Zusammen mit der hohen Bildqualität der DVD lohnt sich hier der Einsatz einer 5.1 Surround-Anlage.

Und für die hochauflösenden Formate - sowohl beim Fernsehempfang mit HDTV als auch bei den Discs mit HD DVD und/oder Blu-ray – sind beide Modelle bestens gerüstet.

Der HD-70ZR7 kostet 8000 Franken, der HD-56ZR7 6000 Franken.
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