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Publikationsdatum
29. Januar 2018
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HDR10+ ist ein neuer, rückwärtskompatibler Standard, der auf dem existierenden HDR10-Standard aufsetzt. Der bisherige HDR10-Standard hat bereits unter Beweis gestellt, dass mit ihm exzellente Ergebnisse in Hinsicht auf Schwarzwerte und helles Weiss erzielt werden können, was sich in einer hervorragenden Farb- und Kontrastwiedergabe zeigt.

Allerdings ist die Leistungsfähigkeit eines Systems mit HDR10 durch das statische Tone Mapping limitiert, was zu unvermeidlichen Kompromissen in den verschiedenen Szenen führt. Entweder wird bei der Herstellung ein Teil der Inhalte priorisiert oder nur ein durchschnittlicher Wert eingestellt, um Details in dunklen oder in hellen Szenen zu zeigen. Eine optimale Darstellung von hell und dunkel ist zumeist nicht möglich.

Noch besser als HDR10: Zusammenfassung der HDR10+-Funktionen.

HDR10+ ermöglicht dynamisches Tone Mapping mit dynamischen Metadaten, was es erlaubt, die Kontrast- und Farbkurven für jede einzelne Szene unabhängig festzulegen und bildweise zu optimieren. Extrem wichtig ist dabei die Rückwärtskompatibilität von HDR10+. Datenströme mit HDR10+ können sowohl statische als auch dynamische Metadaten transportieren, um Fernseher mit HDR10 zu unterstützen.

Ein weiterer Vorteil von HDR10+ ist, dass es sich um einen offenen Standard handelt, der lizenzkostenfrei ist, womit keine zusätzlichen Kosten entstehen, die ein Hersteller an Konsumenten weitergeben müsste.

Die neue Philips-8000er-TV-Serie und die 2018er-OLED-TVs werden den HDR10+-Standard ab dem 2. Quartal unterstützen.

Das Plus ab Jahresmitte: Die neuen OLED-Fernseher und die LCD-TVs der Serien 8303 und 8503 werden ab Mitte 2018 den HDR10+-Standard unterstützen.

P5 Perfect Picture Engine

Die im letzten Jahr vorgestellte P5 Perfect Picture Engine hat als Bild­ver­bes­serungs­tech­nolo­gie viel Lob erhalten und Preise in ganz Europa gewonnen. P5 brachte einen deutlich sichtbaren Schub für die Bildqualität des OLED-Flaggschiffs und wird weiterhin in den Top-Modellen der Philips-TV-Range 2018 integriert werden. Dazu gehören die Modelle der 7000er- und 8000er-Serie sowie die neuen OLED-TVs.

Der Performance-Zuwachs von 25 % bei den bildverbessernden Algorithmen und die 25-prozentige Steigerung der Rechenleistung bringen laut Philips einen Gesamtleistungsgewinn von rund 50 % verglichen mit der bekannten Perfect Pixel Ultra HD Engine. Die P5-Bildverbesserung wurde entwickelt, um die fünf Bereiche der Bildqualität zu analysieren, zu verarbeiten und zu optimieren: Verbesserung des Bildsignals, Schärfe, Farbe, Kontrast und Bewegung.

Mit der Leistungsfähigkeit von fünf Prozessoren in einem einzigen Prozessor verfügt P5 über die notwendige Rechenleistung, um mühelos die Datenmengen von UHD/4K-Bildern zu verarbeiten. Damit bringt die Reduktion von mehreren Chips auf einen einzigen nicht nur einen schnelleren Datentransfer, sondern auch genaueres Timing und verbesserte Kontrolle über die gesamte Verarbeitungskette.

Bewährte Bildverbesserung: Die P5 Perfect Picture Engine wird auch in den Top-Modellen des Jahrgangs 2018 eingebaut sein.

Die Bildverbesserung durch P5 startet bereits an der Quelle, denn ein grosser Teil der Inhalte, die heute auf TVs wiedergegeben werden, beinhalten schon im Signal störendes Rauschen oder Artefakte. Die P5 Source Perfection korrigiert und reduziert gemäss Hersteller das Rauschen, ohne unerwünschtes Blurring hinzuzufügen. Gleichzeitig eliminiert das Smart-Bit-Enhancement-System Banding, indem es 8-Bit-Videoqualität auf nahezu 14-Bit-Präzision umrechnet.

Das Resultat sind weichere Abstufungen ohne Detailverluste in anderen Bildbereichen. Gleichzeitig bietet das System eine verbesserte MPEG-Analyse der Codierqualität.

Im Bereich der Schärfeoptimierung bietet die P5 Engine eine neue Detailmessung und einen neuen Detail-Verstärker sowie eine verbesserte Schärfemessung. Der Detail-Verstärker skaliert jeden Inhalt auf UHD-Niveau und erschafft Bilder mit feineren Linien und mehr Details für eine saubere Darstellung der Tiefenstaffelung des Bildes.

Für eine noch präzisere Farbverarbeitung verfügt die P5 Engine über ein verbessertes Gamut-Mapping-System. Zudem zeigt die P5 Engine eine deutliche Weiterentwicklung bei der Kontrastdarstellung dank der Integration von Hybrid Log Gamma (HLG) und HDR10+-Processing, das über ein lokales Kontrastverstärkungssystem verfügt. Hierfür kommen eine neue «Sparkle & Darkel»-Erkennung und -Reduzierung zum Einsatz, was ein verbessertes HDR-Upscaling für Nicht-HDR-Inhalte zur Folge hat.

Die P5 Perfect Picture Engine bringt signifikante Verbesserungen bei der Bildqualität, unabhängig vom verwendeten Paneltyp. Eingesetzt in den Modellen der 7000er- und der 8000er-Serie sowie in den OLED-TVs ist diese Bildverbesserungstechnologie die Grundlage für eine referenzwürdige Bildqualität von Philips-TVs in den jeweiligen Marktsegmenten.

avguide.ch meint

Beim Launch-Event in Amsterdam hat Philips (TP Vision) die Unterstützung von HDR10+ für das gesamte 2018er-TV-Angebot angekündigt. Da die HDR10+-Anwendungen auf den P5-Bildprozessor, der bereits in einigen 2017-TVs eingebaut wurde, angewiesen sind, kann wohl davon ausgegangen werden, dass auch diese Geräte mit einem Firmware-Update HDR10+-tauglich gemacht werden können. Allerdings wollte sich Philips noch nicht darauf festlegen, welche Geräte dies sind und ab wann dies möglich sein wird.
Die HDR10+-Präsentationen in Amsterdam waren jedenfalls sehr überzeugend. Der offene, lizenzkostenfreie Standard ist eine gute Alternative zu Dolby Vision. Die HRD10+-Allianz darf sich freuen, mit Philips einen weiteren starken Partner im Boot zu haben.

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