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4. April 2005
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Der Schweizer Denon Importeur Koenig Apparate AG zeigte vor versammelter Schweizer Fachpresse die beiden neuesten, mit modernster Technik gespickten Superstars von Denon.

Der Denon Spezialist und Dipl.- Ing. Achim Schulz sowie Jean-Claude Jolliet und Marcel Bruhin von Koenig Apparate AG stellten den anwesenden Fachleuten die beiden neusten Denon Highlights vor, den 44 kg schweren AVC-A1XV, ein Bolide der Superlative mit nicht weniger als zehn eingebauten Endstufen mit total über 2 kW und den SACD-tüchtigen DVD Player DVD-A1XV.

Neben diesen Denon-Hits lockte eine Vorführung mit einer 7.3 – Lautsprecheranlage (.3 bedeutet 3 Subwoofer!) mit neuen Magnat-Lautsprechern der Quantum 900 Serie und drei riesigen Omega 530 Subwoofern mit je einem 53 cm (!) Basschassis.

Für heute und morgen

Die Kommandozentrale der hochkarätigen 7.1-Anlage mit Denon-Elektronik und Lautsprechern von Magnat.
Die Kraft für die 7.3-Lautsprecher- Anlage kam, abgesehen von der aktiven Subbass- Sektion, aus dem neuen AV-Receiver Flaggschiff AVC-A1XV.

Der Bolide für Fr. 9250.- beherbergt eine leistungsfähige 10-Kanal-Endstufe (10 x 220 Watt, DIN 6 Ohm).

Er unterstützt sämtliche aktuellen Audioformate im Heimkino, also Dolby Digital EX, DTS-ES, DTS 96/24, Dolby Pro Logic IIx und Dolby Headphone. Der AVC-A1X ist THX Ultra 2 zertifiziert.

Die 10 Endstufenkanäle können frei zugeordnet werden. Damit werden Anwendungen möglich wie Bi-Amping eines 5.1-Setups. Statt einer kümmern sich dann jeweils zwei Endstufen um einen Lautsprecher.

Beim Einsatz eines 7.1-Setups können die beiden Frontlautsprecher und der Centerkanal im Bi-Amping betrieben werden.

Wird eine Hälfte der Endstufen einer zweiten Hörzone zugeordnet, kann der AVC-A1XV ein weiteres 5.1-Lautsprecher-Set in einem zweiten Raum versorgen. Insgesamt kann der Nutzer maximal vier Zonen eine Audio- oder Videoquelle samt Lautstärke zuweisen.

Über einen 16 Kanal-Vorstufenausgang kann der AVC-A1XV externe Endstufen ansteuern, was beispielsweise den Betrieb eines zusätzlichen 7.1-Kanal-Lautsprecher-Sets in einem zweiten Heimkino-Raum ermöglicht.

Interessant ist der vollständig modulare Aufbau des AV-Receivers. Beim Erscheinen neuer Surround-Techniken kann einfach das Digital-Audio-Board getauscht werden.

Zudem könnte auch das komplette Videoteil durch ein entsprechendes Upgrade ersetzt werden, falls eines Tages neue Videostandards einen solchen Schritt erforderlich machen sollten.

Im Weiteren steht eine Ethernet-Schnittstelle für Software-Updates über den Computer zur Verfügung.

Universal-Spieler der Referenzklasse

Der DVD-Spieler DVD-A1XV erlaubt die gleichzeitige Ausgabe über alle Videoanschlüsse (auch für HDMI und DVI) ebenso wie die Bild- und Tonsynchronisation (-30 bis 200 ms) getrennt für jeden Ausgang (Audio-Adjust).
Lupenreine Bilder und Töne lieferte der brandneue DVD-Spieler DVD-A1XV.

Die Videosektion des Fr. 5390.- teuren Unviversalplayers beherbergt den Video-Imaging-Chip „Realta“ von Silicon Optix. Dieser 10-Bit-Video-Prozessor liefert eine hohe Auflösung und enorme Rechenleistung.

Silicon Optix ist es gelungen, die Teranex-Video-Engine mit 1000 Milliarden Rechenoperationen pro Sekunde auf einem einzigen Chip unterzubringen. Eine bemerkenswerte Leistung, wenn man sich vergegenwärtigt, dass die dahinter steckende Technologie – HQV (Hollywood Quality Video) von Teranex – bisher nur in 19 Zoll-grossen Profi-Komponenten zu finden war.

Die HQV-Technologie wird in amerikanischen Fernsehstationen und Filmstudios dazu benutzt, Standard-Filmmaterial an das Qualitätsniveau des hoch auflösenden HDTV-Formats anzupassen.

Der frei programmierbare „Realta“-Chip mit der integrierten Teranex-Engine übernimmt gleich mehrere rechenintensive Aufgaben wie das DeInterlacing und die Rauschunterdrückung.

Die Umrechnung auf das gewünschte Videoformat erledigt ein separater 10-Bit-DVDO-Videoscaler von Anchor Bay Technology (ABT).

Videosignale werden an Analog-Ausgänge (Composite, S-Video, RGB) und selbstverständlich auch an die zukunftssichere digitale HDMI-Schnittstelle und den DVI-Ausgang gegeben.

Deep-Space-Sound

Beistelltisch für die Bauchmassage. Der aktive Omega 530 Subwoofer verfügt über ein Chassis mit 53 cm Durchmesser.
Nicht weniger als drei gigantische Magnat- Subwoofer vom Typ Omega 380 (Fr. 3190.-) mit insgesamt 1,2 kW schüttelten die Anwesenden tüchtig durch und lieferten ein gigantisches Bassfundament.

Als Frontlautsprecher links und rechts definierten die Magnat Quantum 908 (Fr. 2749.-/Stück) die Breite des Klangbildes. Für einen stabilen Mitten-Effekt zeichnete der Quantum Center 916 (Fr. 1199.-/Stück) verantwortlich. Raumklang lieferten vier kompakte Magnat Quantum 903 (Fr. 899.-/Stück).

Die Quantum-Lautsprecher sind Nachfolger des Vintage-Programms. Sie wurden von Magnat von A bis Z neu konzipiert.

So bestehen die Neodynamics genannten Tief/Mitteltöner mit 160 mm Durchmesser aus einer Aluminium-Membran. Dank ihrer speziellen Rundung werden Membranresonanzen minimiert.

Angetrieben wird sie von einem Neodym-Magneten mit Kupferringen und einer hoch belastbaren 38 mm-Schwingspule.

Der Hochtöner der Quantum 900-Serie ist ein 25 mm grosser Kalottenhochtöner, der sich bei höchsten Frequenzen wie ein Biegewellenstrahler verhält und so auch sehr hohe Frequenzen reproduzieren kann, eine wichtige Voraussetzung für die Wiedergabe von SACD und DVD-Audio.

Die massive, bis 48 mm dicke Schallwand der Gehäuse ist an beiden Seiten um 3 Grad und oben um 5 Grad abgeschrägt, um klangverschlechternde Reflexionen zu minimieren.

Die in Echtholz furnierten Gehäuse mit Klavierlack-Glanz sind wahlweise in Kirsche, Buche oder Schwarz erhältlich.

High-End Stereo

Dieter Zieglmeier klopft auf den akustisch völlig toten Gehäusedeckel. Er ist Teil des durchdachten mechanischen Aufbaus und belegt, dass beim Denon-Flagschiff optimale AV-Performance mehr zählt als geringe Materialkosten.
Auch ohne Einmessung durch die vielseitigen Möglichkeiten des AVC-A1XV war der Klang bei anspruchsvoller Musik ausgewogen, angenehm.

Heikle Streicher erschienen fein definiert, brillant und dennoch frei von unnatürlicher Schärfe. Die räumliche Abbildung war nicht zu tadeln. Mit natürlich wirkender Breite und Tiefe erschienen auch grössere Klangkörper wie etwa ein Sinfonieorchester.

Bei knallharten Technoklängen wirkte der Bassbereich wohl sehr kräftig, jedoch auch etwas schwammig und nicht sonderlich konturiert.

Die Einmessung auf die Raumakustik eliminierte noch vorhandene Raumresonanzen und linearisierte auch die Hochtonwiedergabe. Die Folge waren ein deutlich präziserer Bass und wesentlich brillantere Höhen.

Was bei Technosounds als positiv empfunden wurde, verlieh der Wiedergabe der zarten Streicher jedoch einen metallischen Glanz, verbunden mit einer gewissen Aggressivität. Die Linearisierung tat hier offenbar zuviel des guten.

Doch der feinfühlige Equalizer brachte die Sache wieder ins Lot. Eine leichte Absenkung der Höhen liess das Klangbild bei Klassik wärmer und angenehmer erscheinen.

Dank der Möglichkeit, jede Klangeinstellung zu speichern, steht in der Folge jederzeit das passende Klangbild zur Verfügung.

Filmsound

Marcel Bruhin zeigt den geöffneten AV-Receiver mit dem grosszügig dimensionierten Netzteil und den sechs vollständig getrennten Trafos.
Auch vor brachialem Kanonendonner und dem Sound von berstenden Eichenholzplanken beim Action Movie „Pirates of the Caribbean“ schreckte das äusserst potente Subwoofer-Trio nicht zurück.

Auch die Spielpartner der Bass-Sektion trumpften, angetrieben von der schier grenzenlosen Kraft des AVC-A1XV, ganz tüchtig auf.

Noch nie hat avguide.ch einer Seeschlacht so nahe beigewohnt.

Auch hier brachte eine Einmessung auf die Akustik des Abhörraums eine bessere Sprachverständlichkeit und dank präziserer Wiedergabe von Ambiente-Geräuschen eine gesteigerte Räumlichkeit.

Schon fast High Definition TV

Was leistet HQV? Der Vergleich mit dem bisherigen Denon-Flagschiff zeigte deutlich mehr Details und eine beeindruckende Bildruhe.
Einen hochinteressanten DVD-Player-Vergleich stellte die Koenig Denon-Crew zwischen dem neuen Superstar DVD-A1XV und dem bisherigen Flaggschiff, dem Denon DVD 3910 (Fr. 1980.-) an.

Als Bildmonitore dienten zwei Pioneer Plasma PDP 435 FDE. Die Bildsoftware stammte von der Firma HQV Technology.

Die Weltneuheit, der Silicon Optix 10-Bit „Realta“ Video-Prozessor, sollte nun aus normalen DVDs eine HDTV-Qualität hervorzaubern.

Und in der Tat lieferte das mittels HQV auf eine höhere Qualitätsstufe versetzte Bild eine deutlich gesteigerte Schärfe.

Bei Brückenpfeilern wurden plötzlich einzelne Steine in der Mauer sichtbar. Nachteilige Effekte wie Überzeichnungen etc. konnten nicht festgestellt werden.

Klare Bilder im progressive Format

Kritisch überprüften die Fachjournalisten jedes Detail. Die Leistung des DVD-A1XV überzeugte.
Der „Realta“-Chip mit integrierter Teranex-Engine übernimmt mehrere Funktionen. Bei der Umwandlung von Halbbildern (interlaced) in Vollbilder (progressive) ist er einem Faroudja- De-Interlacer deutlich sichtbar überlegen.

Während der Player mit Faroudja-De-Interlacer bei kritischem Bildmaterial zuweilen aus dem Takt geriet und deutliche Bildfehler produzierte, lieferte der neue Denon ein prägnant klareres und störungsfreies Bild.

Auch auf verschiedene Modi bei der Aufnahme reagiert der „Realta“-Chip mit integrierter Teranex-Engine schnell und immer richtig.

Daraus resultiert eine Bildqualität, die sich vom bisherigen Referenzplayer gut sichtbar unterscheidet. Das Verschmieren von bewegten Objekten ist drastisch reduziert worden.

Die vom „Realta“-Chip vorgenommene Bildentrauschung arbeitet sensationell gut. Ein aufgrund von Rauschen unruhig wirkendes Bild steht plötzlich bockstill und Rauscheffekte verschwinden wie von Zauberhand.

Auch hier waren keine negativen Nebeneffekte wie etwa das von antiken digitalen Entrauschungssystemen produzierte „Ruckeln“ zu bemerken.

Der intelligente „Realta“-Chip ist sogar in der Lage, Rauchentwicklungen und Rauchschleier von Bildrauschen klar zu unterscheiden.

Tatsächlich grosses Heimkino für zu Hause.