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Publikationsdatum
18. April 2005
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An der Expo der Unterhaltungs- elektronik in Zürich präsentierte Sacom die Neuheiten der Marken Pioneer, Sanyo und Benq.

Zentrales Thema war das hochauflösende Fernsehen HDTV, hat doch Pioneer eine ganze Reihe von Flachbildschirmen im Programm, die das HD ready-Logo tragen und somit sowohl in der Bilddarstellung wie bei den Anschlüssen für die Wiedergabe von HDTV gerüstet sind.

Flachbildschirme in LCD- und Plasma-Technik sind die Schwerpunkte nicht nur bei Pioneer, sondern auch bei Sanyo und Benq.

Alle drei Marken geben neue Impulse auch fürs Heimkino. Bei Sanyo und Benq sind es Projektoren, die sich um ein Bild in kinogerechter Grösse kümmern. Pioneer bietet DVD-Recorder und AV-Receiver, letztere zu erstaunlichen Preisen.

HD ready

Obwohl die Bestimmungen über die HD-Kennzeichnung von Fernsehgeräten und das damit verbundene „HD ready”-Logo erst kürzlich veröffentlicht wurden, erfüllen bereits zwei Generationen von Pioneer Plasma Displays diese Kriterien.
Wer sollte zuerst da sein: das Huhn oder das Ei? Diese Frage hat wiederholt die Einführung neuer Technologien beim Fernsehen verzögert oder gar vereitelt (etwa PALplus).

Mit dem Hinweis, dass zunächst genügend Breitbildschirme in den Wohnungen stehen müssen, bevor das Fernsehen im 16:9-Format eingeführt werde, kommt zumindest in der Schweiz dieses Format nur zögerlich voran.

Dasselbe Problem könnte auch bei HDTV auftreten. Darum haben die Hersteller rechtzeitig ein Logo eingeführt („HD ready“), das Geräte kennzeichnet, die sich fürs hochauflösende Fernsehen eignen.

Damit soll verhindert werden, dass die Einführung von HDTV in Europa durch Probleme bei der Geräte-Kompatibilität behindert wird.

Nicht nur die aktuellen Plasma-Fernsehgeräte von Pioneer (PDP-435FDE, PDP-435HDE, PDP-435XDE, PDP-505HDE und PDP-505XDE), sondern auch die vorherige Generation (PDP-434HDE und PDP-504HDE) erfüllen die “HD ready”-Mindestanforderungen.

Heimkino-Plasma

Felipe Levratti demonstriert das mit dem HD ready-Logo gekennzeichnete Plasma Display PDP-615EX mit seiner gewaltigen Bilddiagonalen von 1,55 Metern.
Das Plasma Display PDP-615EX von Pioneer überzeugt durch seine grosse Bilddiagonale von 61 Zoll (1,55 Meter).

Es ist technisch auf hohem Niveau und liefert mit seiner WXGA-Auflösung (1365 x 768 Pixel) ein detailreiches Bild.

Das Display ist HDTV-fähig und verfügt mit HDMI über einen digitalen Anschluss für High Definition-Quellen, womit es geeignet ist für die nächste Generation von BluRay- und HD-DVD-Playern.

Der PDP-615EX kann auch als riesiger PC-Monitor genutzt werden - Computerspiele und das Surfen im Internet erreichen so neue Dimensionen.

Dank seiner sehr geringen Bautiefe von 126 Millimetern kann das Gerät trotz seiner enormen Grösse wie ein Bild an die Wand gehängt werden.

Der schwarz lackierte Rahmen gibt dem eleganten Design die besondere Note. Das Display kostet Fr. 20’018.-.

LCD mit hoher Auflösung

Mit einer breiten Produktrange bringt Sanyo die 16:9-Flachbildschirme nicht nur als grossformatige Geräte fürs Heimkino, sondern auch als klassische Zweitgeräte fürs Gäste- oder Kinderzimmer.
Die LCD-Fernseh- geräte von Sanyo sind grazil und elegant.

Neben Geräten mit Bildschirmdiagonalen von bis zu 81 cm (32“) bietet Sanyo auch kleinere Geräte mit Diagonalen zwischen 38 cm und 59 cm (15“ bis 23“) an.

Die Modelle mit grossen Bilddiagonalen (32“ und 27“) arbeiten mit der neuen Bildverbesserungstechnologie „Sanyo New Engine“.

Diese optimiert Bildeigenschaften wie Auflösung, Kontrast, Schärfe und Farbe des Fernsehbilds, erhöht die Tiefenschärfe und sorgt mit einem digitalen Kammfilter für störungsfreie Farbwiedergabe.

Das 32“-Modell bietet ein Kontrastverhältnis von 1000:1. Die WXGA-Auflösung sorgt für fein gezeichnete Bilder.

Die Geräte verfügen über drei Scart-Eingänge. Dank des Active Surroundsounds findet sich der Zuschauer akustisch mitten im Geschehen eines Filmes oder einer Fussballübertragung wieder.

Die LCD-Fernseher kosten zwischen 1099 Franken (17LC4-C) und 2899 Franken (32LC4-C).

Natürliche Bilder

Sein markantes Profil kombiniert mit dem 16:9-Bildformat machen den DV3250 von Benq zu einem eleganten Fernseher, der sich harmonisch in die Wohnumgebung einfügt.
Auch Benq bietet grosse LCD- Fernseher an. Der DV3250 hat eine Bilddiagonale von 80 cm. Er löst das 16:9-Bild ebenfalls mit 1280 x 768 (WXGA) Punkten auf.

Senseye heisst die Bildverarbeitungs- technologie bei Benq. Helligkeit, Kontrast, Farbechtheit, Schärfe und Bewegungs- darstellung sind die fünf Elemente, die Senseye optimiert.

Zusammen mit einem Kontrastverhältnis von 800:1, einer Helligkeit von 550 cd/m2 und der Reaktionszeit von 12 ms liefert Senseye klare Bilder, die auch bei schnellen Bewegungen einen natürlichen Eindruck vermitteln.

Üppig sind mit Video, S-Video, Scart, Komponenten, DVI, D-Sub, TV-Tuner und Audio-Ausgang (L/R/Subwoofer) seine Anschlüsse ausgefallen.

Doch auch ohne zusätzliche Audioanlage liefert der DV3250 über die seitlich angebrachten Lautsprecher mit 2 x 10 W einen ansehnlichen Fernsehton.

Der DV3250 kostet 2699 Franken.

LCD-Projektor mit 10 Bit-Bildverarbeitung

Dank des Standard Weitwinkel-Zoomobjektivs kommen Filmfans auch in kleineren Räumen auf ihre Kosten, denn auch auf kurzer Projektionsdistanz zeigt der PLV-Z3 ein grosses Bild.
Der LCD-Projektor PLV-Z3 von Sanyo hat ein Kontrast- verhältnis von 2000:1. Zur heimkinowürdigen Bildqualität trägt das 16:9 HDTV-Panel mit einer Auflösung von 1280 x 720 Bildpunkten bei.

Der 3D-AUCC (Automatic Uniformity Correction Controller) dient der Feinjustierung der Bildsignale und optimiert die Farbwiedergabe in sensiblen Bereichen, zum Beispiel bei Farbübergängen und Hauttönen.

Dazu kommt die 10 Bit-Bildverarbeitung, die gegenüber der bislang verwendeten 8-Bit Technologie 4x mehr Graustufen (1024 statt 256) darstellen kann. In der Praxis bedeutet das, dass durch die genauere Darstellung von mehr Farbzwischentönen und Nuancen ein detailgetreueres Bild projiziert werden kann.

Die Integration der drei Funktionen motorisierte Iris, automatische Lampensteuerung und 10 Bit-Bildverarbeitung fasst Sanyo unter dem Begriff Topaz real (Total image Processing for Advanced Z series) zusammen. Diese Technologie will Sanyo ab dem PLV-Z3 konsequent in seinen Heimkino-Produkten umsetzen.

Der PLV-Z3 kostet 3490 Franken.

DVD-Recorder mit Festplatte

Die DVD-Recorder von Pioneer können neu ebenfalls als Musikserver eingesetzt werden, da die Audio-CDs auf die Festplatte kopiert werden können.
Gleich drei DVD-Recorder mit Festplatte bietet Pioneer an. Der Einsteiger HDD-DVD-Recorder DVR-433H hat eine 80 GB-Festplatte, der DVR-530H sowie DVR-630H jeweils 160GB beziehungseise 250GB.

Die neuen Dual Layer DVD-R Medien erlauben erstmals eine sehr lange Aufnahmedauer von bis zu 24 Std. auf einer einzigen DVD-R.

Die Funktion High Speed Copy kopiert von der HDD auf die DVD-R (oder umgekehrt) mit 156-facher Geschwindigkeit. Das heisst, eine Stunde Aufnahme wird in 23 Sekunden kopiert.

Die Recorder haben eine Aufnahmekapazität von 227 Std. Aufzeichnung auf 80 GB, 455 Std. Aufzeichnung auf 160 GB oder über 711 Std. mit der 250 GB Version.

Die Formate DVD+R/RW und DVD-RAM können abgespielt werden.

Der Einsteiger HDD-DVD-Recorder ist auch in schwarz erhältlich. Die Recorder sind ab Juni verfügbar, die Preise noch nicht bekannt.

DVD-Recorder von Sanyo

Das Einstiegsmodell von Sanyo in die DVD-Aufnahme, der DVR-S120 (oben), und der DVD/Video Kombirecorder DVR-VX100 (unten).
Die Sanyo-Palette an DVD-Recordern zeichnet sich durch Vielseitigkeit in der Anwendung aus.

Der DVR-S120 ist das Einsteigermodell. Er beschreibt die DVD+R/RW. Dank DV-Eingang ist auch die Überspielung von Eigenaufnahmen ab DV-Camcorder möglich. Die Wiedergabe erfolgt im progressive Modus. Der DVR-S120 kostet 429 Franken.

Ebenfalls die DVD+R/RW beschreibt der DVR-H200. Darüber hinaus verfügt er über eine eingebaute Festplatte mit einer Speicherkapazität von 160 GB.

Der DVR-H200 ist ebenfalss mit DV-Eingang und progressive Scan-Wiedergabe ausgestattet. Er kostet 899 Franken.

Der DVR-VX100 ist ein DVD/Video-Recorder Kombigerät. Die DVD-Aufzeichnung erfolgt auf DVD+R/RW. Als Videorecorder steht ein 6-Kopf HiFi-Recorder zur Verfügung.

Neben den üblichen Formaten spielt der DVR-VX100 auch DivX-Discs ab. Er kostet 649 Franken.

AV-Receiver der Einsteigerklasse

Der AV-Receiver VSX515 von Pioneer bietet eine Ausstattung, die hohen Komfort im Heimkino ermöglicht. So ist neben den üblichen Surround-Formaten auch ein 5.1-Eingang für bereits decodierte Signale vorhanden.
Die neuen Heimkino-Receiver von Pioneer bieten mit den Modellen VSX-415, VSX-515, VSX-915 und VSX-1015 interessante Features zu einem günstigen Preis.

Der VSX-915 beherbergt für 654 Franken einen 7 x 100 W-Verstärker, kann also auch die EX- und ES-Formate von Dolby Digital bzw. dts wiedergeben. Seine Fernbedienung ist lernfähig.

Mit Dolby Digital 5.1 und dts ausgestattet sind die Modelle VSX-515 und VSX-415. Ersterer bietet 6 x 100 W für 504 Franken, letzterer 5 x 80 W für 354 Franken.

WMA9 Pro ist ab dem VSX-515 mit dabei und ebenfalls Dolby Pro Logic IIx.

Die automatische Surround Kalibrierung MCACC (ausser beim VSX-415) sorgt für ein auf den Raum abgestimmtes Mehrkanal-Erlebnis.

Die AV-Receiver sind ab Juni verfügbar.

Drehbare Surround-Lautsprecher

Bei der 3-Spot Front Surround Technologie werden die Satellitenlautsprecher am Ort der Frontlautsprecher aufgestellt. Der Schall wird durch geeignete Einstellung der Abstrahlrichtung über Reflexionen nach hinten geleitet. Bei den neuen Modellen ist der Drehwinkel frei einstellbar.
Die DVD-Heimkino-Systeme DCS-232, DCS-240, DCS-333 und DCS-340 von Pioneer verfügen über die 3-Spot Front Surround Technologie, bei welcher die Surround-Satellitenlautsprecher vorne auf den Frontlautsprechern montiert werden.

Je nach Ausrichtung der Satellitenlautsprecher und Einstellung des Systems wird der Surround-Effekt durch Reflexionen an Decke und Wänden erzeugt.

Der Vorteil: Verkabelungen im Raum entfallen. Die optimale Surround Abstimmung der Lautsprecher erfolgt über eine Room Set-up-Funktion.

Anstatt der 3-Spot Front Surround-Einstellung können die Satellitenlautsprecher auch wie bei einem herkömmlichen 5.1-Surround-System hinter dem Hörer aufgestellt werden.

Die Systeme werden zwischen Mai und Juni verfügbar. Die Preise sind noch nicht bekannt.

Brillanter Begleiter

Die Xacti Digital Movie C5 ist das jüngste Mitglied der C-Serie von Sanyo. Sie bietet Foto- und Videofunktionen. Die Auflösung beträgt 5 Megapixel, das LC-Display hat eine Bildschirmdiagonale von 2 Zoll, das Gehäuse ist extrem klein und leicht. Das Aluminiumgehäuse ist 23 mm schmal.
Die Xacti Digital Movie C5 kann filmen und fotografieren. Sie zeichnet Videos im MPEG4-Format in VGA-Auflösung mit 30 Bildern pro Sekunde auf und schiesst Fotos mit einer Auflösung von 5 Millionen Bildpunkten.

Die Kamera wiegt nur 142 Gramm und misst 67,5 x 108 x 23 mm.

Der optische Fünffachzoom hat eine maximale Brennweite von 31,7 mm (entspricht 190 mm bei einer Kleinbildkamera). Die Xacti C5 hat einen Bildstabilisator integriert.

Die Dual-Shot-Funktion aktiviert die Video- und Foto-Funktionalität gleichzeitig, so dass man während der laufenden Filmaufnahme Fotos mit voller 5-Megapixel-Auflösung schiessen kann.

Die Xacti C5 kostet 1099 Franken.
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