MAGAZIN
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Die zahlreichen Aktivlautsprecher an den Wänden und an der Decke dienen der Raumsimulation und für Mehrkanalprojekte (z. B. Atmos).Die zahlreichen Aktivlautsprecher an den Wänden und an der Decke dienen der Raumsimulation und für Mehrkanalprojekte (z. B. Atmos).
Die Schallgeschwindigkeit in der Luft bei 22° C beträgt ca. 345 Meter pro Sekunde oder 34’500 cm/s. In einer Millisekunde (1/1000) sind es 34,5 cm. Im Beispiel oben ist das elektrische Tonsignal des Stützmikros 13,63 ms früher beim Aufzeichnungsgerät.Die Schallgeschwindigkeit in der Luft bei 22° C beträgt ca. 345 Meter pro Sekunde oder 34’500 cm/s. In einer Millisekunde (1/1000) sind es 34,5 cm. Im Beispiel oben ist das elektrische Tonsignal des Stützmikros 13,63 ms früher beim Aufzeichnungsgerät.

Die Hauptmikrofone zeichnen ein Gesamtbild auf. Das Signal der Stützmikrofone wird beim Mischen dem Hauptsignal beigefügt. So können gezielt einzelne Instrumente stärker hörbar gemacht werden und die Klangbalance der Register abgestimmt werden. Alles bestens, wäre da nicht die Laufzeitdifferenz des Schalls in der Luft zu der des elektrischen Signals im Kabel: Der Schall des Horns kommt zuerst beim Stützmikro an und zeitversetzt bei den weiter entfernten Hauptmikros. Dies erzeugt eine zeitliche Verschiebung zwischen den beiden Signalen, was zu einem diffuseren, defokussierten Klangbild führt. Dies weiss man seit langem und war daher immer bemüht, dieses Problem mit Zeitverzögerungsgliedern (Delay Line) irgendwie zu lösen.

Jean-Daniel Noir hat das oben beschriebene Konzept zur Perfektion verfeinert. Jedes Stützmikro generiert ein Monosignal. Bei der Aufnahmesitzung wird die Position jedes Stützmikros mit Distanz und Winkel in Relation zu den beiden Hauptmikros mittels Lasermessgerät ermittelt. Referenzpunkt ist aber nicht die Mitte zwischen den beiden Hauptmikros, sondern es wird je ein Messwert für das linke und das rechte Mikro erfasst.

Mischprozess

Die Hauptmikrofone zeichnen ein Gesamtbild auf. Das Signal der Stützmikrofone wird beim Mischen dem Hauptsignal beigefügt. So können gezielt einzelne Instrumente stärker hörbar gemacht werden und die Klangbalance der Register abgestimmt werden. Alles bestens, wäre da nicht die Laufzeitdifferenz des Schalls in der Luft zu der des elektrischen Signals im Kabel: Der Schall des Horns kommt zuerst beim Stützmikro an und zeitversetzt bei den weiter entfernten Hauptmikros. Dies erzeugt eine zeitliche Verschiebung zwischen den beiden Signalen, was zu einem diffuseren, defokussierten Klangbild führt. Dies weiss man seit langem und war daher immer bemüht, dieses Problem mit Zeitverzögerungsgliedern (Delay Line) irgendwie zu lösen.

Jean-Daniel Noir hat das oben beschriebene Konzept zur Perfektion verfeinert. Jedes Stützmikro generiert ein Monosignal. Bei der Aufnahmesitzung wird die Position jedes Stützmikros mit Distanz und Winkel in Relation zu den beiden Hauptmikros mittels Lasermessgerät ermittelt. Referenzpunkt ist aber nicht die Mitte zwischen den beiden Hauptmikros, sondern es wird je ein Messwert für das linke und das rechte Mikro erfasst.

Die Schallgeschwindigkeit in der Luft bei 22° C beträgt ca. 345 Meter pro Sekunde oder 34’500 cm/s. In einer Millisekunde (1/1000) sind es 34,5 cm. Im Beispiel oben ist das elektrische Tonsignal des Stützmikros 13,63 ms früher beim Aufzeichnungsgerät.Die Schallgeschwindigkeit in der Luft bei 22° C beträgt ca. 345 Meter pro Sekunde oder 34’500 cm/s. In einer Millisekunde (1/1000) sind es 34,5 cm. Im Beispiel oben ist das elektrische Tonsignal des Stützmikros 13,63 ms früher beim Aufzeichnungsgerät.

Diese Werte werden beim Mischprozess in der Pyramix-DAW in ein von Noir entwickeltes Plug-in eingegeben. Die PanNoir-Zusatzsoftware korrigiert dann den Zeitversatz mit Einbezug des Winkels und ermöglicht es, die Position eines Instruments «auf präzise Weise und entsprechend der tatsächlichen räumlichen Anordnung» zu setzen.

Aktuell: PanNoir wurde soeben in einer neuen, erweiterten Version in Zusammenarbeit mit Merging Technologies lanciert. Der Autor konnte sich während des Besuchs im Studio von der verblüffenden Präzision dieses Prozesses überzeugen. Bereits die Summe aller (Mono-)Stützmikros (= Instrumente), folgerichtig auf der Szene genannten Orchesterbühne positioniert, ergibt bereits ein in der Breite und Tiefe gestaffeltes Abbild des Orchesters. Aktiviert man nun in der DAW die Stereospur der Hauptmikros, ergibt sich das volle Klangbild und der Raumeindruck, ohne dass sich die Position der Instrumente und die Tonalität, das Timbre, verschieben. Eindrücklich!

PanNoir in der neuen Version ermöglicht, Haupt- und Stützmikrofone optimal einzubinden, ohne die Tonalität oder die Raumabbildung (Position der Instrumente im Orchester) zu beeinträchtigen.PanNoir in der neuen Version ermöglicht, Haupt- und Stützmikrofone optimal einzubinden, ohne die Tonalität oder die Raumabbildung (Position der Instrumente im Orchester) zu beeinträchtigen.
PanNoir-Detail: Klangbühne.PanNoir-Detail: Klangbühne.
PanNoir-Detail: Für jedes Mikrofon kann die genaue Relation zu den Hauptmikros eingestellt werden.PanNoir-Detail: Für jedes Mikrofon kann die genaue Relation zu den Hauptmikros eingestellt werden.

Die Arbeit an der 19. Ausgabe der Haydn-2032-Edition

Diese Werte werden beim Mischprozess in der Pyramix-DAW in ein von Noir entwickeltes Plug-in eingegeben. Die PanNoir-Zusatzsoftware korrigiert dann den Zeitversatz mit Einbezug des Winkels und ermöglicht es, die Position eines Instruments «auf präzise Weise und entsprechend der tatsächlichen räumlichen Anordnung» zu setzen.

Aktuell: PanNoir wurde soeben in einer neuen, erweiterten Version in Zusammenarbeit mit Merging Technologies lanciert. Der Autor konnte sich während des Besuchs im Studio von der verblüffenden Präzision dieses Prozesses überzeugen. Bereits die Summe aller (Mono-)Stützmikros (= Instrumente), folgerichtig auf der Szene genannten Orchesterbühne positioniert, ergibt bereits ein in der Breite und Tiefe gestaffeltes Abbild des Orchesters. Aktiviert man nun in der DAW die Stereospur der Hauptmikros, ergibt sich das volle Klangbild und der Raumeindruck, ohne dass sich die Position der Instrumente und die Tonalität, das Timbre, verschieben. Eindrücklich!

Bis zur Fertigstellung eines Albums tauscht sich Noir intensiv mit Giovanni Antonini aus. Mastering-Versionen werden über sicheren Datentransfer übermittelt und vom Dirigenten akribisch mit Korrekturwünschen quittiert. Für Antonini ist es zentral, dass ein Album interpretatorisch, handwerklich, aber auch klanglich homogen auf hohem Niveau steht. Man darf feststellen, es wird Einzigartiges geschaffen, nicht einfach nur eine redundante Neuauflage der Haydn-Symphonien. So werden für die Aufnahmesitzungen in Toblach oder Basel nicht weniger als sechs Tage eingesetzt. Zahlreiche Auszeichnungen und positive Rezensionen belegen diesen Anspruch auf eine neue Hörerfahrung der Haydn-Werke.

Giovanni Antonini urteilt: «Ich kenne Jean-Daniel Noir seit vielen Jahren, seit seinen ersten Aufnahmen, mit denen er einen sehr persönlichen und originellen Weg in diesem Bereich einschlug. Er verbindet profunde Fachkenntnisse (oftmals mit unkonventionellen Ideen, die Neuland betreten) mit grosser Leidenschaft und Sensibilität für Musik. Das macht ihn zu einem Produzenten, der zwar angemessen anspruchsvoll, aber stets engagiert und kompetent ist und den Musikern seiner Produktionen eine grosse Hilfe ist.»

Auf YouTube abrufbar: Haydn-2032-Konzert im Don Bosco Basel vom 16.10.2023 mit dem Programm der 19. Ausgabe «Trauer». Man muss beachten, dass die Tontechnik des Konzertvideos nicht identisch mit jener der Album-Produktion ist.

Mischprozess

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