15. Juli 2018 | seit 1999
FILMREZENSION
ARTIKEL
Publikationsdatum
23. Juli 2007
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Der US-Kriegsreporter Jake Geismar (George Clooney) sucht in Berlin den Mann seiner Ex-Geliebten Lena (Cate Blanchett), hinter dem auch die amerikanischen und sowjetischen Militärs her sind.

Nicht nur ihr Mann, sondern auch Lena hat etwas zu verbergen, zu nah noch ist die Nazivergangenheit mit ihren Greueltaten.

Aber auch die Russen und die Amerikaner spielen ein doppeltes Spiel, nicht nur im Schwarzmarkt, sondern auch wenn es darum geht, vom Sieg so viel wie möglich zu profitieren. Die neuen Feinde sind bereits ausgemacht.

Im kriegszerstörten Berlin ist dieser in Schwarz/Weiss gedrehte Film von Steven Soderbergh angesiedelt.

Die düstere Atmosphäre in den Ruinen erinnert an "Der dritte Mann", während die Romanze im Dreieck Jake Geismar, Lena und Emil Brandt deutlich an "Casablanca" angelehnt ist.

Die Geschichte ist sehr atmosphärisch umgesetzt, insbesondere die Romanze, während die Spannung nicht mit "Der dritte Mann" zu vergleichen ist.

Eine Stärke des Films ist bestimmt die Auseinandersetzung mit der Nazivergangenheit. In Statements der Militärs an der Potsdamer Konferenz, in Untersuchungen des Staatsanwaltes zu SS-Verbrechen und in Erklärungen direkt Involvierter wird eine Vielzahl an Fragen aufgeworfen, ohne die Story moralisch zu verbrämen.

 

STECKBRIEF
Filmtitel:
The Good German
Herkunft:
USA
Label:
Warner
Jahr:
2006
Regie:
Steven Soderbergh
Darsteller:
George Clooney, Cate Blanchett, Tobey Maguire,
Code:
2
Sprache:
deutsch, englisch, spanisch
Genre:
Thriller
Untertitel:
deutsch, englisch, deutsch für Hörgeschädigte, italienisch für Hörgeschädigte
Bildformat:
1,66:1 - 4:3
Tonformat:
Dolby Digital 5.1
Bildwertung:
8
Tonwertung:
8
Bezugsquellen
Wettbewerb